ich habe von meiner oma das haus übernommen,das haus hatt einen nassen keller, also das heißt wenn es regnet steht das wasser auch mal knöchelt hoch im keller.
jetzt haben mein stiefvater und ich, das fundament von aussen neu abgedichtet, das nix vorhanden war an dämmung usw. jetzt wollten wir den keller boden komplet raus reissen bis der mutterboden zum vorschein kommt, und einen kompletten neuen boden verlegen, der dann auch abgedichtet von aufsteigendem wasser druck von unten her ist.
meine angst ist jedoch ob das haus auch stehen bleibt wenn der kellerboden mit mal weg ist? oder ob das zu anderen verschiebungen kommt?
wäre echt dankbar für hilfreiche antworten oder tipps.
DATEN DES HAUSES
2 Familienhaus
ca 1945-1950 gebaut
steht auf geradem untergrund
mauerwerk sieht aus als wären das klinker ziegelsteine
der putz, ist sehr alt
was Du vorhast ist nicht nur von beneidenswerter Ahnungslosigkeit ersonnen, sondern höchst gefährlich und zudem ziemlich nutzlos, weil ihr mit so einer Maßnahme garantiert den Keller NICHT wasserdicht kriegt!
Lass´ Dich von einem Fachmann beraten und entscheide dann das weitere Vorgehen.
ihr geht hier mit einer kaum zu überbietenden kindlichen Naivität an Dinge dran, bei denen man nicht nur schnell Sachschäden in Größenordnungen > € 100.000,-- produzieren kann, sondern auch Euer eigenes und das Leben Dritter in konkreter Gefahr ist. Und aufgrund dieses Gefährdungspotentials hat der Gesetzgeber auch extra eine eigene Strafvorschrift den § 319 StGB geschaffen, wonach Baugefährdung - unabhängig von ggf. damit einhergehender fahrlässiger Körperverletztung (ggf. auch noch mit Todesfolge) - alleine schon mal mit bis zu fünf Jahren bestraft wird.
Ich bin ja auch begeisterter Heimwerker, und mache viele - auch größere Dinge - aber dazu gehört zunächst einmal auch die Einsicht, wo die eigenen Grenzen sind, und wo man welche Fachleute braucht, um eine Gefährdung des ganzen Objektes und von Menschenleben auszuschließen. Was ihr hier vorhabt, gehört definitiv in die Hände eines Statikers und von Fachleuten, die wissen was sie tun, und die vorab auch sagen können, was bestimmte Maßnahmen zu welchen Kosten tatsächlich erreichen können. Und wie in der anderen Antwort auch schon geschrieben: Ich sehe hier ebenfalls keine Erfolgsaussichten.
Wenn vor Ort zulässig, sollte man sich mal Gedanken bzgl. Drainage machen.
Hallo soka,
da kann ich mich den Vorrednern nur anschließen.
Ich bin gerade dabei, auch einen Raum mit nasser Innenwand im alten Haus trockenzulegen.
Ohne fachkundige Hilfe wäre das Projekt auf jeden Fall in die Hose gegangen. Auch die von Dir schon geleistete Arbeit könnte schon vergebens oder falsch sein, denn für solche Arbeiten braucht es schon ein Gesamtkonzept, damit nacher alles zueinander passt. Von der möglichen Gefahr für Dich und alle, die im Haus wohnen einmal abgesehen. Also auf jeden Fall einen Fachmann fragen und mit dem ein Konzept erarbeiten. Die Fleißarbeiten kann man dann immer noch selber machen. Wie sinnvoll es ist, die wesentlichen Arbeiten vom Unternehmer machen zu lassen, habe ich gerade selbst erfahren:
Die besagte Innenwand sollte durch Einpressen von Harz mit einer neuen Horizontalsperre versehen werden. Leider waren wohl zu viele Hohlräume vorhanden, daher wurde zunächst Zement in die Wand verpresst. Dabei erwischte der Unternehmer die Hauptabwasserleitung, die unter dem Haus verlief (keiner hat geahnt, das die so kreuz und quer gelegt war) und verfüllte diese mit ca 80 l Zement. Der Hohlraum wurde zuverlässig verschlossen, aber an der Leitung hängen unsere beiden Toiletten … Das Resultat war, dass die Leitung im Haus in zwei Räumen insgesamt 4 m freigelegt werden und komplett erneuert werden musste. Gut, dass ich diesen Schaden nicht selbst angerichtet habe .
Also: Auch wenn man viel kann, besser über die Grenzen des Handelns nachdenken. Bei solchen Dingen ist gespart oft doppelt teuer.