Was kostet Keller trockenlegen?

Hallo,

wir überlegen, ein Einfamilienhaus zu kaufen, bei dem das Wasser ca. 60 cm hoch im Keller steht. Das Haus ist aus den 30er Jahren und steht auf einem Hügel in MeckPom. Nach Auskunft des Verkäufers steht in trockenen Zeiten kein Wasser im Keller. Kann man ein solches Objekt trockenlegen und mit welchen Kosten wäre zu rechnen? Das Haus ist voll unterkellert, die Grundfläche sind ca. 80 qm, Außenumfang 60m (weil zwei nichtunterkellerte Anbauten berücksichtigt werden müssen).

viele Grüße
rohana

Hallo !

Ein Haus auf einem Hügel hat solche Wasserprobleme ?

Ist das Grundwasser oder Überflutungswasser,was oberirdisch ins Haus gelangte ?
Beides stelle ich mir bei Hügellage gleichermaßen unmöglich vor.

Eine nachträgliche Abdichtung gegen „drückendes Wasser“ von unten oder der Seite ist schwierig und teuer.
Aber bei der unklaren Lage der Ursache empfehle ich ein Bodengutachten erstellen zu lassen über die Grundwasserverhältnisse vor Ort,bzw. über Oberflächenwasser.

MfG
duck313

Hallo,

nach Angaben des Verkäufers liegt es an den Erdschichten in dem Gebiet, d.h. es gibt eine Tonschicht, die dazu führt, dass das Wasser nicht abfließen kann.

viele Grüße
rohana

Hallo,

nach Angaben des Verkäufers liegt es an den Erdschichten in
dem Gebiet, d.h. es gibt eine Tonschicht, die dazu führt, dass
das Wasser nicht abfließen kann.

Dann dürfte sich ohne die „Beseitigung“ der Tonschicht nichts ändern.

Ich wäre gegenüber den Aussagen des Verkäufers und des Maklers sehr kritisch.

Ich würde die Finger von dem Gebäude lassen.
Und wenn ich die Finger nicht davon lassen könnte, würde ich es von jemanden anschauen lassen, der sich auskennt. Dieses Geld ist gut angelegt.

Gruß
Jörg Zabel

Hallo !

Es ist doch dann aber kein Oberflächenwasser,also kein Regenwasser,was sich sammelt weil es nicht einsickern kann ?
Es ist Schichtenwasser,was in unterirdischen Schichten zwischen dichten Tonlagen Richtung Hauskeller strömt.
Wenn der Keller nicht abgedichtet ist,dringt dieses Wasser früher oder später durch das Mauerwerk des Kellers ein.

Wie kann man Abhilfe schaffen ?

Haus komplett ringsherum aufgraben lassen bis Unterkante Kellersohle.
Dann Mauerwerk prüfen lassen,Außenputz ausbessern und eine Abdichtung gegen „drückendes Wasser“ aufbringen lassen.
Das ist etwas anderes als ein „Schwarzanstrich aus Kaltbitumen“.

Weiter muß unbedingt eine Ringdränage angelegt werden mit dem nötigen Zubehör: Kontroll-und Spülschächte,Pumpenschacht,Tauchpumpe und Druckleitung zu einer geeigneten Ablaufstelle weg vom Haus.

Dann Abfuhr oder Umlagerung des Füllbodens aus den Erdarbeiten.
Einbringung eines neuen, sickerfähigen Bodens,damit das Schichtenwasser vor der Kellerwand nach unten in die Dränage geleitet wird und abgepumpt werden kann.
Jetzt kommt das Problem der Kellersohle !
Dringt nämlich das Wasser auch von unten durch die Betonsohle hindurch,kann man von außen ja nichts machen. Hier muß man von innen abdichten und womöglich auch neuen Aufbeton aufbringen,der natürlich die Kellerhöhe stark einschränken kann(20-30 cm).

Ist es „nur“ Schichtenwasser,was aus einer Richtung gegen das Haus strömt,kann man evtl. auch mit einer gezielten Unterbrechnung und Umleitung der Wasserschichten etwas erreichen.
Man kann Spundwände einrammen lassen oder einen Graben ausheben lassen und mit Dränage und Filterschicht verfüllen. Das Wasser wird hier gebrochen und seitlich am Haus vorbei geleitet,so das es die Kellerwand nicht mehr erreichen kann.
Das macht vor allem an leichten Hanglagen Sinn.

Aber die Auswahl der Abdichtungsmaßnahmen oder des sonstigen Schutzes ist Sache für Fachleute. Hier sollte erst einmal ein Gutachten eines Geologen oder Bodengutachters angefertigt werden,der Menge und jahreszeitliche Verteilung des Wasser ermittelt.
Dann kann man den Schutz planen oder doch lieber vom Kauf Abstand nehmen.
Alle Maßnahmen sind allein wegen der Erdarbeiten aufwändig und damit teuer,die eigentlich Abdichtung/Dränge kommt hinzu.
Da man bei so altem Haus sicher auch in Wärmeschutz/Haustechnik allgemein investieren muß,würde ich es mir sehr überlegen,ob es da noch sinnvoll ist.

MfG
duck313

1 „Gefällt mir“

Hallo,

wir überlegen, ein Einfamilienhaus zu kaufen, bei dem das
Wasser ca. 60 cm hoch im Keller steht.
…steht auf einem Hügel in MeckPom.

am Hang ?

…in trockenen Zeiten kein Wasser im Keller.

Wie Du in einem weiteren Betrag sagst, steht das Gebäude in einem
(undurchlässigen)Lehmboden.
Bei Regen füllt sich das Wasser in der ehemaligen Baugrube.
Das Haus steht praktisch in einer „Badewanne“ aus Lehm.
Man kann solche Situationen „sanieren“ durch Drainagen um das Haus
welche natürlich einen guten Abfluß haben müssen.
(am Hang geht dies eventuell- sonst müßte gepumpt werden)
Kellerwände zusätzlich isolieren.
Wie diese Drainagen aussehen müssen ist von einem Fachmann
entsprechend der örtlichen Situation zu beurteilen.
Kosten ? Kann wohl keiner hier abschätzen.
Wenn das Haus Dein „Traumhaus“ ist und ansonsten günstig zu erwerben,
kann es sich trotzdem lohnen.
Gruß VIKTOR

Lass es!
Hallo!

Ich habe vor etlichen Jahren so eine Aktion auch bei unserem Haus selbst gemacht.
Da war es aber ehr nur leicht feucht im Keller.

Gründe:

  • Wenn 60 cm Wasser im Keller stehen, sind die Wände komplett durchfeuchtet, das dauert Jahre, bis das ausgetrocknet ist, und der Keller normal nutzbar ist.
    Der Keller müsste dann sicher auch neu verputzt werden

  • Die nicht unterkellerten Nebengebäude sind ein ernstes Problem,
    da müsste dann ja auch die Isolierung genauso tief gemacht werden, wie bei dem Haupthaus.
    Wie soll den das gehen, da musst Du ja bestimmt tiefer rein, als die Fundamente der Nebengebäude sind.
    Spundwände setzen? Stollen bergmänich darunter vortreiben?
    Oder mit Abstand darum ein Hilfsfundament errichten? Nebengebäude abreissen?

Nee, vergiss das mal ganz schnell,
für das Geld, was nur die Trockenlegung kostet,
bekommst Du sicher eine bessere, halbwegs intakte Immobilie.

Grüße, E !