Hallo, wir wohnen seit 12 Jahren in unserem

… Haus welches ein wenig niedriger liegt als unser Nachbar. Seit 2 Jahren steht im Herbst und Winter nach starken Regenfällen oder Schneeschmelze immer Wasser auf dem Nachbargrundstück, welches unterirdisch zu uns rüberfließt und in z.T. 60cm hohen Fontänen zwischen unseren Gehwegplatten hochschießt. Die sind schon unterspült und wackeln und enden natürlich an unserem Haus. Wir haben schon feuchte Wände, unsere Dränage schafft das ganze Wasser nicht. Unsere Nachbarin weigert sich aber irgendetwas zu unternehmen, redet von verhärteten Erdschichten und Sättigung des Bodens durch Grundwasser. Wir gehen davon aus das irgendetwas kaputt gegangen sein muss, denn dieses Schauspiel findet ja erst in den letzten 2 Jahren statt. Muss unsere Nachbarin wirklich nichts tun?

Hallo,

Seit 2 Jahren steht im Herbst und Winter nach starken
Regenfällen oder Schneeschmelze immer Wasser auf dem
Nachbargrundstück, welches unterirdisch zu uns rüberfließt…

…den letzten 2 Jahren statt. Muss unsere Nachbarin wirklich
nichts tun?

nein, welche Verantwortung willst Du ihm zuschieben ?
Für das neuerdings niederschlagsreiche Wetter ?
Daß das Gelände eben so ist wie es ist ?
Durchlässiger Untergrund ? Bei Dir ? bei ihm ?
Also denk mal nach.
Etwas anderes wäre es, wenn der Nachbar sein Grundstück mit
undurchlässigem Belag belegt hätte und das Oberflächenwasser zu
Euch rüberleiten würde.
Gruß VIKTOR

Stelle Dir doch einfach mal vor, dass neben Euerem Grundstück ein weiteres unbebautes Grundstück ist. Und das Wasser dort nicht ausreichend abfließen kann und auf Euer Grundstück läuft…
Was würdest Du dann unternehmen? Richtig, auf dem eigenen Grundstück die Trennnagen vergrößern oder zusätzliche einbauen.

Gruß Wolfgang

Hallo

Das kommt auf das Bundsland an, schließlich leben wir in Deutschland von jeher in einer Föderation erst von Monarchien, dann von Republiken, auch wenn sich das seit der Reichsgründung 1871 und den Revolutionen 1919 anscheinend noch nicht bei jedem herumgesprochen hat. Hier in Baden-Württemberg zum Beispiel müsste die Nachbarin handeln:

§ 1 NRG „Ableitung des Regenwassers und des Abwassers.“
Der Eigentümer eines Gebäudes hat das von seinem Gebäude abfließende Niederschlagswasser […] auf das eigene Grundstück so abzuleiten, daß der Nachbar nicht belästigt wird.

Es wäre (in meinem Land) also ganz egal, warum die Nachbarin glaubt, nichts für die Situation zu können. Denn natürlich liegt die Wiederherstellung der verlorenen hydraulischen Leistungsfähigkeit ihres Grundstücks in allein ihrem Verantwortungsbereich. Ziemlich teuer wird Nichtstun aber dann, wenn man damit auch noch, so wie hier, die Bausubstanz des Nachbarn schädigt. Da kann dann schon mal eine fünf- oder sechsstellige Schadenersatzforderung fällig werden.

Gruß
smalbop

Hallo,

Stelle Dir doch einfach mal vor, dass neben Euerem Grundstück
ein weiteres unbebautes Grundstück ist. Und das Wasser dort
nicht ausreichend abfließen kann und auf Euer Grundstück
läuft…
Was würdest Du dann unternehmen? Richtig, auf dem eigenen
Grundstück die Trennnagen vergrößern oder zusätzliche
einbauen.

Auch dieses unbebaute Grundstück wird einen Eigentümer haben. Dieser ist verantwortlich für etwaige von seinem Grundstück ausgehenden Gefahren. (Im Winter also Räumpflicht bei Schnee).
Bewiesen muß es zunächst der angeblich Geschädigte.

Trennagen kenne ich leider nicht.
Vllt meinst Du Drainagen?

Gruß:
Manni

Hallo smalbop,

§ 1 NRG „Ableitung des Regenwassers und des Abwassers.“
Der Eigentümer eines Gebäudes hat das von seinem Gebäude :abfließende Niederschlagswasser […] auf das eigene
Grundstück so abzuleiten, daß der Nachbar nicht belästigt
wird.

wenn es aber nun Grundwasser ist oder Regenwasser, dass im Boden versickert ?

Grüßle
Elton

Hallo Elton

wenn es aber nun Grundwasser ist oder Regenwasser, dass im
Boden versickert ?

Dann warten wir trotzdem auf weitere Infos bzgl. Bundesland.

Gruß
smalbop

Guten Tag,
erstmal vielen Dank für die Antworten und ein sorry das ich mich jetzt erst melde, lieg krank im Bett :frowning:
Also wir wohnen in Schleswig Holstein. das ersmal vorab - ansonsten regnet es hier nicht wesentlich mehr als all die Jahre vorher so das wir davon ausgehen, das ein vorhandenes Abwassersystem bei der Nachbarin verstopft ist oder kaputt gegangen ist. Hattet ihr noch mehr Fragen?