Datengau bei HD übergreifendes verschieben

Hallo zusammen,

nun ist es also doch passiert! Irgendwann mußte es ja mal so kommen! Folgendes geschah vor 2 Tagen…

Ich hab ein System mit 2 Festplatte. Auf der 1. Festplatte gibt es zwei Partitionen. Die erste Partition mit dem Laufwerksbuchstaben c: beinhaltet eine W2K Installation mit NTFS File-System. Die zweite Partition dient mir als Datenpartiton mit einem FAT32 File-System.

Auf der 2. Festplatte befindet sich nur eine 80 GB große FAT32 Partition.

Jetzt ist folgendes passiert. Beim Plattenübergreifenden verschieben von 23 GB von der Datenpartition der 1.HD zur 2.HD gab’s einen Blue Screen und ein Speicherabbild wurde erstellt. Nach anschließendem Neustart fand ich auf der Daten Partition sowie auf der Partition der 2.HD jeweils ein „FOUND“ Verzeichnis mit über 2000 Dateifragmenten in Form von „FOUND0000.chk“ u.s.w!

Seitdem hab ich vorsichtshalber nicht mehr speichernd auf die beiden Laufwerke zugergriffen. Ich hab mir gestern eine neue 120 GB HD gekauft auf der im Moment alle verlorenen Cluster der betreffenden Partitionen gesichert werden. Dies erledigt im Moment das Prog „PC Inspector File Recovery“. Das Problem ist aber das hier wirklich Clusterweise gespeichert wird. Es werden Verzeichnisse geschrieben die als Name die Clusternr. tragen. Wenn die Daten fertig gesichert sind möchte ich natürlich versuchen durch Scandisk oder ein anderes Programm die FAT bzw. die Datenstruktur auf den orginal Platten zu reparieren. Das jetzige sichern ist also mehr eine Vorsichtsmaßname falls beim Wiederherstellen was schief geht und die Sache noch verschlimmert wird.

Jetzt meine Fragen:

  1. Welches Programm bietet die größten Aussichten auf eine erfolgreiche Reparatur?

  2. Wie genau wirkt sich das Verschieben von Dateien auf die FAT aus und zwar auf die FAT des Quelllaufwerks? Ist das der gleiche Mechanismus wie beim löschen von Dateien? Sprich Freigabe der belegten Cluster durch Kennzeichnung das diese Cluster zum zukünftigen speichern wieder zur Verfügung stehen, ohne den Inhalt wirklich zu löschen? Ich frage deshalb da ich es in diesem Fall eventl. mit einem „Undelete Tool“ ja auch erfolgreich sein könnte?!

  3. Wann genau wird die FAT 2 (Kopie) geupdatet? Sofort nach jeder Änderung der Orginal FAT?

  4. Wie konnte das überhaupt passieren? Handelt es sich eventl. um einen W2K Bug der beim verschieben großer Datenmengen dies verursacht? Vielleicht ist es ein bekanntes Problem und ich weiß nur nicht’s davon? Gibt’s eventl. ein Patch?

So sorry das es etwas länger wurde! Ich dachte mir das es nicht schaden könnte wenn ihr genau nachvollziehen könnt was hier passiert ist. Bin übrigens für jeden Hinweis, Tipp dankbar und hoffe das jemand helfen kann.

Gruß
Fido

Hallo Fido,

siehe meine Kommentare weiter unten …

Ich hab ein System mit 2 Festplatte. Auf der 1. Festplatte
gibt es zwei Partitionen. Die erste Partition mit dem
Laufwerksbuchstaben c: beinhaltet eine W2K Installation mit
NTFS File-System. Die zweite Partition dient mir als
Datenpartiton mit einem FAT32 File-System.

oh Gott FAT32 !!!

Auf der 2. Festplatte befindet sich nur eine 80 GB große FAT32
Partition.

oh Gott FAT32 und 80GB

Beim Plattenübergreifenden
verschieben von 23 GB von der Datenpartition der 1.HD zur 2.HD
gab’s einen Blue Screen und ein Speicherabbild wurde erstellt.

Das Erstellen eines Speicherabbildes kann man abstellen :smile:

Nach anschließendem Neustart

und langem Scandisk - Vorgang …

fand ich auf der Daten Partition
sowie auf der Partition der 2.HD jeweils ein „FOUND“
Verzeichnis mit über 2000 Dateifragmenten in Form von
„FOUND0000.chk“ u.s.w!

klares Zeichen für defekte/zerstörte FAT.

Seitdem hab ich vorsichtshalber nicht mehr speichernd auf die
beiden Laufwerke zugergriffen.

gute Idee

Ich hab mir gestern eine neue
120 GB HD gekauft auf der im Moment alle verlorenen Cluster
der betreffenden Partitionen gesichert werden. Dies erledigt
im Moment das Prog „PC Inspector File Recovery“. Das Problem
ist aber das hier wirklich Clusterweise gespeichert wird. Es
werden Verzeichnisse geschrieben die als Name die Clusternr.
tragen.

wenn’s Dir hilft …

Wenn die Daten fertig gesichert sind möchte ich
natürlich versuchen durch Scandisk oder ein anderes Programm
die FAT bzw. die Datenstruktur auf den orginal Platten zu
reparieren.

vergiss es, da die FAT defekt ist, wird das wohl mit keinem Programm mehr funktioniern.

  1. Welches Programm bietet die größten Aussichten auf eine
    erfolgreiche Reparatur?

IMHO keines

  1. Wie genau wirkt sich das Verschieben von Dateien auf die
    FAT aus und zwar auf die FAT des Quelllaufwerks?

verschieben = erst kopieren, dann löschen

Ist das der gleiche Mechanismus wie beim löschen von Dateien? Sprich
Freigabe der belegten Cluster durch Kennzeichnung das diese
Cluster zum zukünftigen speichern wieder zur Verfügung stehen,
ohne den Inhalt wirklich zu löschen? Ich frage deshalb da ich
es in diesem Fall eventl. mit einem „Undelete Tool“ ja auch
erfolgreich sein könnte?!

der Vorgang ist der selbe. ich wünsche Dir viel Glück bei der Wiederherstellung…

  1. Wann genau wird die FAT 2 (Kopie) geupdatet? Sofort nach
    jeder Änderung der Orginal FAT?

ja

  1. Wie konnte das überhaupt passieren? Handelt es sich eventl.
    um einen W2K Bug der beim verschieben großer Datenmengen dies
    verursacht? Vielleicht ist es ein bekanntes Problem und ich
    weiß nur nicht’s davon? Gibt’s eventl. ein Patch?

es könnte liegen an:

  1. am nicht durchgeführten Scandisk VOR dem Kopieren und
  2. an der FAT32. Ich würde bei den Datenmengen nur NTFS verwenden.
  3. Dateiordnertiefe zu umfangreich (mehr als 16)
  4. Ordnernamen in voller Tiefe zu lang (soll max. 254 Zeichen)
  5. Dateinamen zu lang (z.B. URL-Links)
  6. Hardwarefehler (Controller/Festplatte(n)) durch zu hohe Temperatur.

Abgesehen davon würde ich generell kleinere Partitionen verwenden.
(nicht größer als max. 10 GB)
Abgesehen davon würde ich immer nur Kopieren und dann manuell lösen, gerade bei solchen Datenmengen.

Gruß Wolfgang

Hi Netwolf,

danke erstmal für deine Anteilnahme! Das mit den FAT32 Partitionen hatte den Grund das man mit diesen File System am flexibelsten ist und mit allen OS’s drauf zugreifen kann. Mit der Größe hab ich allerdings in der Tat etwas übertrieben. Na,ja hinterher ist man immer schlauer!

Wie sieht’s mit Programmen aus die Festplatten auf physikalischer Ebene auslesen? Sowas muß es doch geben?

Gruß
Fido

Hi Netwolf,

danke erstmal für deine Anteilnahme! Das mit den FAT32
Partitionen hatte den Grund das man mit diesen File System am
flexibelsten ist und mit allen OS’s drauf zugreifen kann. Mit
der Größe hab ich allerdings in der Tat etwas übertrieben.
Na,ja hinterher ist man immer schlauer!

Wie sieht’s mit Programmen aus die Festplatten auf
physikalischer Ebene auslesen? Sowas muß es doch geben?

Hi Fido,

das kann eigentlich jeder Hexeditor. Ob Dir das was hilft weiss ich nicht.

Gruß Wolfgang