Moin
Unterschiede gibts viele, hier mal ein paar die mir so spontan einfallen:
Dateisysteme:
unix hat nur einen root "/" an den alles drangehängt wird, Windows hat Buchstaben (M$ versucht die gerade teilweise abzuschaffen)
Die meisten unix-fs hatten von Anfang an ein eingebautens Zugriffrechtemanagment, die Basissysteme von windows nicht (FAT32, FAT32B)
Unixe können meist auf vielen verschiedenen fs-typen installiert werden. Eigentlich gibts Kernelmodule für alle gut dokumentierte Systeme, also alle heute wichtigen Systeme ausser NTFS, das nicht dokumentiert ist.
Die meisten Unixe haben eine direkte und klar dokumentierte Möglichkeit fs'e zu verschlüsseln, bei windows wurde das später mal ein bisschen eingebaut, klappt aber bis heute nicht so ganz.
Dann gibts noch die unix-Maxime: Alles ist eine Datei. Netzwerk-Sockets, Zugriff auf Prozessoren, RAM, Laufwerke,... usw läuft bei unix alles übers Dateisystem. Windows macht das mit internen, anderen Strukturen. Ob das eine besser ist als das andere weiss ich nicht, aber die unix-variante lässt dem geübten Freak mehr Spielraum.
Und die andere "Maxime" KISS: Keep It Stupid and Simple. Unixe bestehen meist aus vielen kleinen Programmen die nur eine einzige Sache können. Die aber dann PERFEKT. Beispiel netcat: netcat kann nur (Server)-Sockets öffen und ihren Inhalt ausgeben. Das reicht aber (mit der Hilfe von dd) völlig aus um ein komplettes Backup von Festplatten quer durch Internet zu fahren, oder zu chaten, oder ein netzwerk-fähiges programm aufzubauen, oder einen Portscanner zu schreiben, oder,...
GUI:
Die graphische Oberfläche von windows ist fest eingebaut, die der meisten unixe nicht. Deshalb ist es auch relativ umständlich ein windows-prog auf einem Rechner laufen zu lassen und auf einem anderen anzuzeigen. Das Standart X11 auf das die meisten Unix-Oberflächen aufbauen hatte damit von Anfang an keine Probleme. X11 ist auch der Prozessortyp egal, so dass Programme die z.b. auf einem IBM-Mainframe laufen auf billigen K5-terminals angezeigt werden können.
Ausserdem kann man sich die Oberfläche schenken wenn man sie nicht braucht. Deshalb gibts z.b. auch ein linux für HP-Drucker.
Apropo Drucker:
Das druck-system von windows ist, vergleichen mit cups, eine Katastrophe.
RAM:
Unixe betreiben meist eine genaue Zugriffskontrolle auf den RAM. Unter windows darf da jedes Prog mehr oder weniger tun was es will. Deshalb stirbt bei einem ernsten Programmfehler windows oft mit, wogehen unix wegen seiner Kontrollen meist stabil weiter läuft. Ähnliches gilt für die Prioritätssteuerung (gabs ja nicht in win9X&me) und das gezwungene Beenden (Gibts immernoch nicht wirklich).
SMP, NUMA's und ähnliches:
Unix-kerne waren von Anfang an auf mehr als eine CPU pro Rechner ausgelegt. Windows hat das inzwischen bitter erlernen müssen.
cu