Hallo Peter,
Zudem soll es Winkompatibel sein.
Tja, da haben wirs. Inwiefern ‚windowskompatibel‘? Laufen
Windows-Programme direkt unter Zeta? Dann wäre es etwas in der
Art von Lindows. Wie gut das in der Praxis funktioniert,
müsste man ausprobieren. Allerdings würde das die
‚virensicherheit‘ doch massiv relativieren.
Ist es eher so, dass Zeta einen Emulator im Stil von VirtualPC
mitbringt? Dann müsste man für diesen Emulator (oder diese
‚virtuelle Maschine‘) aber eine Windows-Lizenz erwerben, damit
man Windows drauf laufen lassen kann (zumindest legal…).
Angesichts von virtuellen Maschinen wie VMWare oder VirtualPC
mit der beschränkten Grafik-Leistung (3D-Shooter kann man da
vergessen…), stellt sich die Frage nach dem Sinn. Warum
sollte man da nicht gleich ein Windows installieren?
Oder ist mit ‚windowskompatibel‘ gemeint, dass man z.B. in dem
mitgelieferten Office-Paket Dateien im Format von M$-Office
lesen und speichern kann? Nun, das wäre ja nicht verkehrt.
Es gibt für BeOS (und somit auch für Zeta) ein Projekt namens BeWine.
Dieses Projekt versucht die WinAPI zu emulieren basierend auf Wine (für Linux). Und genauso wie Wine für Linux ist auch BeWine nicht wirklich zu nutzen. (zumindest nach meinem Kenntnisstand. Bitte korrigiert mich, falls es anders ist.)
Von einem Emulator im Stil von VirtualPC weiss ich nichts. Es gibt DosBox - aber wird wohl kaum jemandem weiterhelfen. 
Windowsdateien werden auch nur bis zu einem gewissen Grad unterstützt. Bei Zeta ist das Officeprogramm „Gobe Productive“ enthalten. Soweit ich weiss, unterstützt dieses zum Teil auch MS-Office Dateien. Gobe Productive ist aber auch schon ein älteres Produkt, welches nicht mehr für Zeta weiterentwickelt wird. (Ist schade, da es so eigentlich kein „modernes“ Office-Packet gibt. Aber das Problem der Software wurde ja schon erwähnt.)
Somit ist Zeta tatsächlich Windowsviren frei.
BeOS hatte seinerzeit zwar durchaus Vorteile gegenüber
Windows. Das grosse Manko waren aber immer die fehlenden
Programme. Zeta dürfte hier ein ähnliches Problem haben. Es
Dem ist wohl so. Es fehlt auch an Entwicklern - von nix kommt nix…
bringt zwar, ähnlich einer aktuellen Linux-Distribution wie
SUSE, vielleicht so ziemlich alles mit, was man so braucht.
Der ‚gemeine Normal-User‘ hat aber spätestens dann ein
Problem, wenn er sich eine Software im Laden kaufen will.
Für BeOS/Zeta ist die meiste Software, die es gibt, frei zu haben. Komerzielle Software kann leicht übers I-Net bestellt werden.
Aber das Problem liegt ja vielmehr darin, dass heutzutage der ‚gemeine Normal-User‘ sich keine Software mehr kaufen möchte. Heute muss alles kostenlos sein. Am Besten noch OpenSource. Und was man sich nicht kaufen will, will man testen:
Und bei Zeta scheint es so zu sein, dass man noch nicht mal
eine Demo-Version kostenlos bekommen kann. Um so ein System
mal eben auszuprobieren werden auch ‚Freaks‘ kaum 99 Teuro auf
den Tisch legen… noch dazu, wo sich dann die Frage stellt,
wo der wesentliche Unterschied zu einer Linux-Distri liegen
soll…
Testen ist ja ok. Aber gibt es von Windows eine Demo? Bekommt man Windows gratis zum testen? Nicht legal. Aber heute heisst es von vielen Seiten: Legal? Illegal? Scheißegal! (Ich möchte hier niemanden bezichtigen oder jemandem etwas vorwerfen! Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden.)
Und wer dann doch mal eben ausprobieren will: die BeOS Personal Edition kann man frei und legal runterladen und testen. Wird dann die Hardware unterstützt, so wird auch Zeta diese unterstützen. Wird diese aber nicht unterstützt, dann kann man nach Treibern suchen. Es gibt für die meiste moderne, gängige Hardware neue und funktionierende Treiber. Es gibt Problemstellen (z.B. WLan) die man nicht verschweigen sollte, aber es ist ein leichtes sich mit den Entwicklern der Treiber kurz zu schliessen und Feedback zu geben.
Der Unterschied zu einer Linux-Disti ist genau der Unterschied zwischen Linux und BeOS/Zeta.
Anfäger finden leicht rein. Es ist intuitiv, kommt zum Großteil ohne Konsole aus. Es ist schnell - verdammt schnell. Bootvorgang in 6-10 Sekunden und während dem Arbeiten damit ist es ebenso schnell und ‚reagier freudig‘. Man braucht keine Monate Einarbeitung um es konfigurieren zu können, geschweige denn produktiv zu sein (wie es nach eigener Erfahrung bei Linux der Fall ist - möchte aber hier kein OS-War anzetteln - jedem das Seine!).
(Soweit sollte es reichen, um mal von den „Design-“ und „Architektur-“ Unterschieden abzusehen.)
Mhh… Ich hoffe ich konnte weiterhelfen. *g*
mfg,
Stephan
Es ist nicht meine Absicht jemanden anzugreifen, oder zu verletzen. Es handelt sich einzig um meine Meinung - somit möchte ich auch niemanden in seinen Freiheiten einschränken.
Falls jemand verärgert ist: Entschuldigung. War nicht meine Absicht. 