Virtual PC und alle Probleme gelöst?

Soeben las ich einen Artikel, worin begeistert berichtet wird, wie man völlig sorgenfrei im Virtual PC ins Internet kann. Viren, Trojaner, Hacker, usw. Alles interessiert einem überhaupt nicht.
Ist dem so? Sind damit wirklich all diese Probleme gelöst? Kann ich wirklich dann auf Virenscanner, Firewall, AntiSpy-Programme und und und verzichten?
Wenn das alles wahr ist, wäre das meiner Ansicht nach nicht nur der Untergang von Norton, McAffe, etc. sondern auch Sonderausgaben aller Fachzeitschriften wert. Aber all dies passiert nicht.
Wo also liegt der Denkfehler?
Vielen Dank für aufklärende Worte.
Beat

Hallo Beat,

Soeben las ich einen Artikel, worin begeistert berichtet wird,
wie man völlig sorgenfrei im Virtual PC ins Internet kann.
Viren, Trojaner, Hacker, usw. Alles interessiert einem
überhaupt nicht.
Ist dem so? Sind damit wirklich all diese Probleme gelöst?

Wo also liegt der Denkfehler?

Das ist wie mit Apple und Linux.
Solange soetwas nicht verbreitet ist, hat es keinen grossen Nutzen, dafür Malware zu schreiben. Wenn es dann mal alle haben, wird man auch Schwachstellen finden und diese für die entsprechenden „Anwendungen“ ausnutzen.

Eigentlich funktioniert ja schon Java nach diesem Prinzip. Die entsprechende Anwendung läuft in einem Sandbett und kann nur auf ihre eigenen Daten zugreiffen. Das fanden dann einige Programmierer, bzw. SW-Hersteller, hinderlich und bauten das Konzept so aus, dass man auch auf andere Daten zugreiffen kann.

Dann kam dann noch MS auf die Idee, HTML und die ganzen Script-Erweiterungen, gleich für alle Oberfächen zu verwenden (Stichwort „aktiv Desktop“) und HTML auch noch gleich ins Mail-Programmm einzubauen, natürlich mit der ganzen Funktionalität der Script-Erweiterungen, damit man ALLES fernsteuern kann. Dabei hat man einfach vergessen, dass es auch Programmierer gibt, welche andere Ziele verfolgen als dem Benutzer zu helfen …

MfG Peter(TOO)

Soeben las ich einen Artikel, worin begeistert berichtet wird,
wie man völlig sorgenfrei im Virtual PC ins Internet kann.
Viren, Trojaner, Hacker, usw. Alles interessiert einem
überhaupt nicht.

Hallo,

wäre schon sensationell, ist aber nicht so - du arbeitest ja nicht mit Virtual PC (oder VMWare usw.), sondern nach wie vor mit dem System deiner Wahl, etwa XP, und das ist auch noch genauso anfällig.

Du kannst natürlich bei einem Virenbefall einfach einen Schritt zurückgehen und einen vorherigen Zustand wieder herstellen, dann ist aber die aktuelle Installation verloren und ev. auch Daten, je nach Speicherort. Das gleiche kann man erreichen, indem man mit Image-Software regelmässige Backups ganzer Partitionen anlegt.

In beiden Fällen hat man sozusagen einen Ex- und Hopp-PC, der ist zwar keineswegs gegen Angriffe gehärtet, aber bei Verschmutzung wirft man ihn einfach weg und nimmt einen neuen.

Gruss Reinhard

Du kannst natürlich bei einem Virenbefall einfach einen
Schritt zurückgehen und einen vorherigen Zustand wieder
herstellen, dann ist aber die aktuelle Installation verloren
und ev. auch Daten, je nach Speicherort.

Das würde aber trotzdem heissen, dass -wenn ich nur im Virtual PC ins Internet gehe (E-Mails abrufen/senden, googlen, etc.)- auf sämtliche Sicherheitseinrichtungen verzichten könnte? Das nämlich würde bedeuten, dass ich mit allen Programmen im „realen“ PC mit weniger Ressourcenbelastung (z.B. Virenscanner) arbeiten könnte. Oder?
Beat

Hallo an dieser Stelle.

Das würde aber trotzdem heissen, dass -wenn ich nur im Virtual
PC ins Internet gehe (E-Mails abrufen/senden, googlen, etc.)-
auf sämtliche Sicherheitseinrichtungen verzichten könnte?

Vom Prinzip ja. Aber die Neuinstallationen werden mit der Zeit
wohl genauso lästig werden wie mit dem normalen Betriebssystem :wink:

Das
nämlich würde bedeuten, dass ich mit allen Programmen im
„realen“ PC mit weniger Ressourcenbelastung (z.B.
Virenscanner) arbeiten könnte. Oder?

Virtualisierung verlangt sogar mehr Rechenleistung als bei einem
normalen Einfach Betriebssystem. Die paar eingesparten Programme (z.B. Virenscanner)
machen den Verlust an Leistung einfach nicht wett…

HTH
mfg M.L.

PC ins Internet gehe (E-Mails abrufen/senden, googlen, etc.)-
auf sämtliche Sicherheitseinrichtungen verzichten könnte? …

Hallo,

es gibt Tests, danach beträgt die Überlebensdauer ohne jeden Schutz weniger als eine Minute. Wenn du so schnell surfst…

Gruss Reinhard

Hallo,

Das würde aber trotzdem heissen, dass -wenn ich nur im Virtual
PC ins Internet gehe (E-Mails abrufen/senden, googlen, etc.)-
auf sämtliche Sicherheitseinrichtungen verzichten könnte? Das
nämlich würde bedeuten, dass ich mit allen Programmen im
„realen“ PC mit weniger Ressourcenbelastung (z.B.
Virenscanner) arbeiten könnte. Oder?

So ist es. Ich mach das so :wink:

Dein „normales“ Windows hat keinen
Internet-Zugang, sondern nur Zugang
zur virtuellen Maschine.

Die virtuelle Maschine ist im Internet
und läuft idealerweise unter Linux.

Trotzdem kannst Du ein (kostenloses) Antivir
noch bereit halten - Word-Dokumente etc.

Grüße

CMБ

So ist es. Ich mach das so :wink:

Danke, endlich mal jemand, der das offenbar so nutzt.
Beat

es gibt Tests, danach beträgt die Überlebensdauer ohne jeden
Schutz weniger als eine Minute. Wenn du so schnell surfst…

Aber eben, das sollte ja keine Rolle spielen. Einfach wieder Ursprungszustand herstellen, und alles ist ok.
Mindestens ein CHIP-Artikel beschreibt das als völlig einfache Angelegenheit.
Beat

Virtualisierung verlangt sogar mehr Rechenleistung als bei
einem
normalen Einfach Betriebssystem. Die paar eingesparten
Programme (z.B. Virenscanner)
machen den Verlust an Leistung einfach nicht wett…

Die scheine ich aber nur dann zu gebrauchen, wenn ich Internetapplikationen benutze. Ansonsten arbeite ich ja im „realen“ PC. Richtig?
Beat

Hallo nochmal…

Die scheine ich aber nur dann zu gebrauchen, wenn ich
Internetapplikationen benutze. Ansonsten arbeite ich ja im
„realen“ PC. Richtig?

Zumindest einem Abbild (=Image) desselben. Und mit Resourcen ist
gemeint, das das Abbild immer weniger derselben zur Verfügung hat als das Hostsystem.

mfg M.L.

Hallo Semjon,

Dein „normales“ Windows hat keinen
Internet-Zugang, sondern nur Zugang
zur virtuellen Maschine.

Die virtuelle Maschine ist im Internet
und läuft idealerweise unter Linux.

Wie bekommt virtuelle Rechner einen Zugang zum Internet, wenn das Host-System keinen Zugang hat? Ich war der Meinung, dass das Guest-OS nur die Netzwerkfunktionalitaeten des Hosts nutzen kann?

Fragende Gruesse,
Puersti

Warum sollte die virtuelle Maschine unangreifbar sein?
Willst Du vor Viren & Co absolut sicher sein, nimm zum Surfen
Knoppix, da kann Dir wirklich gar nichts passieren, weil kein byte
auf der Festplatte gespeichert wird und Linux grundsätzlich nur die
Ports öffnet und die Dienste aktiviert, die auch gebraucht werden,
wohingegen ja bei Windows erst mal alles offen ist.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Semjon,

Wie bekommt virtuelle Rechner einen Zugang zum Internet, wenn
das Host-System keinen Zugang hat? Ich war der Meinung, dass
das Guest-OS nur die Netzwerkfunktionalitaeten des Hosts
nutzen kann?

„Network Connnection: Bridged“
und dann dem Windows-Host keinen
upstream Router mitteilen (auch
kein DHCP).

Grüße

CMБ