Eine Frage des Betriebssystems

Hallo

Bei mir wird sich in den nächsten ein bis zwei Monaten ein neuer Laptop einfinden und es steht für mich dir Frage des Betriebssystems an. Nun schwanke ich allgemein zwischen Windows und Linux, sehe auf beiden Seiten meine Vor- und Nachteile aber auch ungelöste Fragen welche mich noch zögern lassen.
Hoffentlich finde ich hier Antworten auf meine offenen Fragen.

Zuerst einmal die Hardware - die ist mittlerweile stark eingegrenzt, entweder wird es:
* Lenovo T400
oder
* Sony Vaio VGN-SR29XN/S

Die übliche Software kenne ich bei beiden Betriebssystemen zur Genüge, für die Standardanwendungen habe ich überall Lösungen gefunden.
Allgemeines Muss:
* 64-Bit Betriebssystem
* Stabil
* Update auf neue Softwareversionen problemlos
* Komplette Hardwareunterstützung der Notebooks

* Beide Betriebssysteme, egal welche Distribution bei Linux oder Windows Version (XP oder Vista), gibt es in der 64Bit Ausführung.
* Beide Systeme laufen für mich ausreichend stabil

Was spricht für Linux:
* Größere Eingriffsmöglichkeit bei der Wahl der installierten Programme.
* Bei Bedarf auch sehr kleine Programme ohne grafische Oberfläche möglich, aber trotzdem alles machen was ich will
* Updatefunktion wie sie z.B. bei Debian und dessen Derivaten auftritt ist genial
* In vielen Fällen ein schlankeres System (Speicherplatz auf Festplatte und RAM) gegenüber Windows

Was spricht für Windows:
* Rundum-Sorglos-Installation
* Mehr Treiber, einige Hersteller bieten auch nur für Windows die Treiber an
* Aktuelle Hardware wird zumeist ohne großen Aufwand seitens des Anwenders - also mir - unterstützt

Wo sich bei mir aber Fragen hinsichtlich Linux bzw. der passenden Distribution aufwerfen sind:
* Verbinden und Abgleich von Kontakten und Terminkalender zwischen Thunderbird/Sunbird und Mobiltelefon (SE W810i, kann sich aber auch ändern). Dazu habe ich noch keine vernünftige Software gefunden.

* Mobiles Internet über den USB-Stick von Telering

* Panorama Foto aus einzelnen Digitalfotos zusammenstückeln

* Energiemanagement! Sehr wichtig

* Trackpoint von Lenovo nutzen

* USB-Fernstestick für eventuelle Pausenüberbrückung, Reisen im Inland, …

Fragen die sich bei mir mit Windows stellen:
* Wie verschaffe ich mir mehr Freiheit was von der Installation auf die Festplatte kommt und was nicht. Schließlich möchte ich ein Betriebssystem haben und kein ungefragtes Softwarepaket.

Wenn es für Linux, zuerst einmal egal welche Distribution, Antworten in Form von funktionierender Software auf meine offenen Punkte gibt dann würde ich mich wieder mit Linux beschäftigen. Wäre mein persönlicher Favorit, eben mit der Einschränkung der reibungslosen Funktionalität.
Gibt es dazu aber nur aufwändige Workarounds mit stark eingeschränkter Funktionalität dann wirds ein Windows XP System.
Etwas Bastelarbeit werde ich in beide Systeme stecken müssen.

Christian

Hallo Christian

* Beide Betriebssysteme, egal welche Distribution bei Linux
oder Windows Version (XP oder Vista), gibt es in der 64Bit
Ausführung.

Es gibt zwar XP in 64bit. Aber das ist nicht wirklich zu empfehlen. Wenn es Windows sein soll und es wirklich zwingend eine 64bit-Version sein muss, dann bleibt nur Vista.

Fragen die sich bei mir mit Windows stellen:
* Wie verschaffe ich mir mehr Freiheit was von der
Installation auf die Festplatte kommt und was nicht.

Bezüglich Windows-Komponenten gibt es Möglichkeiten mit Unattended Setup und Hilfsmitteln wie NLite.

Was Du Dir evt. auch überlegen könntest: Windows und Linux zusammen installieren. Entweder parallel und dann beim Booten auswählen oder indem Du z.B. Linux installierst und dann Windows in einer virtuellen Maschine (VMWare…) einrichtest.

CU
Peter

Hallo,

* Verbinden und Abgleich von Kontakten und Terminkalender
zwischen Thunderbird/Sunbird und Mobiltelefon (SE W810i, kann
sich aber auch ändern). Dazu habe ich noch keine vernünftige
Software gefunden.

wenn du einen horde-server laufen hast, kann sich Thunderbird/Sunbird damit abgleichen (das benutzt das ical-Format). Vielleicht kann dein Mobiltelefon das auch?

* Panorama Foto aus einzelnen Digitalfotos zusammenstückeln

Ich benutze dafuer hugin + enblend. Das ist nicht voll-automatisch, liefert aber mit ein bisschen Aufwand IMHO gute Ergebnisse.

* Energiemanagement! Sehr wichtig

Es gibt von Intel ein (open-source) Tool namens powertop, das einem ganz gut hilft, sobald ACPI laeuft. Meine Erfahrungen damit sind gut, ich habs aber nur auf zwei Laptops probiert bisher.

Gruesse,
Moritz

Moien

* Lenovo T400
oder
* Sony Vaio VGN-SR29XN/S

Du machst da eine komische Auswahl: die eine Firma ruft regelmässig Horden von Laptops zurück, die andere hat sehr wenig Ausfälle. Wie kommst du auf die Kombo?

* Trackpoint von Lenovo nutzen

Für das OS ist der Trackpoint nur eine weitere Maus. Da braucht es gar keine extra Treiber.

* Wie verschaffe ich mir mehr Freiheit was von der
Installation auf die Festplatte kommt und was nicht.
Schließlich möchte ich ein Betriebssystem haben und kein
ungefragtes Softwarepaket.

vlite/nlite hilft gewaltig.

cu

Moien

* Lenovo T400
oder
* Sony Vaio VGN-SR29XN/S

Du machst da eine komische Auswahl: die eine Firma ruft
regelmässig Horden von Laptops zurück, die andere hat sehr
wenig Ausfälle. Wie kommst du auf die Kombo?

Blöde Frage, welche der beiden Firmen ist jene mit den vielen Ausfällen?
Ich kenne beide Notebookhersteller aus eigener Erfahrung und Berichten von Kollegen, weder die Sonys noch IBM/Lenovo haben mir noch in meinem Umfeld Probleme bereitet. Bin aber froh wenn ich auf mögliche Probleme hingewiesen werde.

* Trackpoint von Lenovo nutzen

Für das OS ist der Trackpoint nur eine weitere Maus. Da
braucht es gar keine extra Treiber.

Passt

* Wie verschaffe ich mir mehr Freiheit was von der
Installation auf die Festplatte kommt und was nicht.
Schließlich möchte ich ein Betriebssystem haben und kein
ungefragtes Softwarepaket.

vlite/nlite hilft gewaltig.

Ah Danke!
Beide Programme waren mir bis jetzt unbekannt.

Christian

wenn du einen horde-server laufen hast, kann sich
Thunderbird/Sunbird damit abgleichen (das benutzt das
ical-Format). Vielleicht kann dein Mobiltelefon das auch?

Horde-Server läuft keiner und ich habe es auch nicht vor. Möchte das Telefon per USB Kabel oder Bluetooth mit dem Notebook verbinden und meine Daten abgleichen.

* Panorama Foto aus einzelnen Digitalfotos zusammenstückeln

Ich benutze dafuer hugin + enblend. Das ist nicht
voll-automatisch, liefert aber mit ein bisschen Aufwand IMHO
gute Ergebnisse.

Danke!
Hugin ist soeben bei meinen Bookmarks gelandet.

* Energiemanagement! Sehr wichtig

Es gibt von Intel ein (open-source) Tool namens powertop, das
einem ganz gut hilft, sobald ACPI laeuft. Meine Erfahrungen
damit sind gut, ich habs aber nur auf zwei Laptops probiert
bisher.

Das werde ich mir mal genauer anschauen.

Christian

Moien

Blöde Frage, welche der beiden Firmen ist jene mit den vielen
Ausfällen?

Sony. Die 2 grösseren Aktion der letzten 3 Jahre:

Dazwischen gabs noch ein paar kleinere.

cu

Es gibt zwar XP in 64bit. Aber das ist nicht wirklich zu
empfehlen. Wenn es Windows sein soll und es wirklich zwingend
eine 64bit-Version sein muss, dann bleibt nur Vista.

OK, ähnliche Ergebnisse habe ich auch schon woanders gehört. hmm, dann muss das noch überlegt werden.

Bezüglich Windows-Komponenten gibt es Möglichkeiten mit
Unattended Setup und Hilfsmitteln wie NLite.

Nlite werde ich mir auf jeden Fall genauer ansehen, möglicherweise ist es das was ich suche.

Was Du Dir evt. auch überlegen könntest: Windows und Linux
zusammen installieren. Entweder parallel und dann beim Booten
auswählen oder indem Du z.B. Linux installierst und dann
Windows in einer virtuellen Maschine (VMWare…) einrichtest.

Diese Variante habe ich mir schon überlegt aber dann wieder verworfen.
Mir ist es einfach lieber ein Betriebssystem zu haben auf dem ich meine gesamte Software laufen lassen kann. So außergewöhnliche Ansprüche stelle ich ja nicht. Dualbootsysteme kenne ich aus eigener Erfahrung nur zu gut, immer wieder hat man Daten dort gespeichert wo man gerade nicht zugreifen kann. Eine eigene Partition auf der meine Daten stehen und die von beiden Betriebssystemen gelesen werden kann geht natürlich aber stellt für mich nur einen Kompromiss dar den ich nicht gerne eingehen möchte.
VMWare habe ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr benutzt, damals wars nicht gerade flott und in einigen Fällen instabil. Wäre etwas besser aber naja, nicht gerade das was ich mir wünsche.

Moien

Dazwischen gabs noch ein paar kleinere.

cu

OK Danke!
Ich kannte Sony bisher nur aus eigener Erfahrung und da machens einen sehr guten Eindruck.
Rein von den Daten her tendiere ich derzeit sowieso zum Lenovo, möchts mir aber, wie das Sony, auch noch anschauen. Schreibgefühl ist mir nun mal wichtig und da konnte ich aktuell nur die Sonys im Geschäft ausprobieren. Bevor ich nicht beide ausprobiert habe wird sowieso nichts gekauft.

Christian

Moien

VMWare habe ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr benutzt,
damals wars nicht gerade flott und in einigen Fällen instabil.

VMWare ist inzwischen stabil und schnell, aber nur solange man kein 3D benutzt und ausreichend RAM für die VM einteilt. Ich komm auf etwa 4% Verluste was die reine Rechnenpower angeht und das Ruckeln der Displayausgabe hält sich in Grenzen (Video ist ein Grenzfall). Auch stehen die nötigen Programme inzwischen gratis auf der VMWare-Seite zum runterladen bereit (du willst WMVare Server).

cu

Hi Christian

Die übliche Software kenne ich bei beiden Betriebssystemen zur
Genüge, für die Standardanwendungen habe ich überall Lösungen
gefunden.
Allgemeines Muss:
* 64-Bit Betriebssystem
* Stabil
* Update auf neue Softwareversionen problemlos
* Komplette Hardwareunterstützung der Notebooks

* Beide Betriebssysteme, egal welche Distribution bei Linux
oder Windows Version (XP oder Vista), gibt es in der 64Bit
Ausführung.
* Beide Systeme laufen für mich ausreichend stabil

hmm jjjaaaaa. Linux läuft jahrelang durch, wenn es sein muss. Bei Windows würde ich nicht darauf wetten, bei Vista schon gar nicht. ABer für den normalen Hausgebrauch mag es stimmen

Was spricht für Linux:
* Größere Eingriffsmöglichkeit bei der Wahl der installierten
Programme.

jo

* Bei Bedarf auch sehr kleine Programme ohne grafische
Oberfläche möglich, aber trotzdem alles machen was ich will

ja, schon. Theoretisch auch bei Win, mit Pseudo-DOS

* Updatefunktion wie sie z.B. bei Debian und dessen Derivaten
auftritt ist genial

bei SuSe auch :wink:

* In vielen Fällen ein schlankeres System (Speicherplatz auf
Festplatte und RAM) gegenüber Windows

ja, aber du kannst Linux genau so zumüllen wie Win

Was spricht für Windows:
* Rundum-Sorglos-Installation

???
Glücksache, genau wie bei Linux. Ich habe vor kutzem SUSe 11 neu installieren müssen: DVD rein, Setup gestartet, passt. Kein einziger Treiber manuell nachladen müssen, Internetverbindung stand gleich, besser konnte es nicht laufen.

* Mehr Treiber, einige Hersteller bieten auch nur für Windows
die Treiber an

u.U. ja

* Aktuelle Hardware wird zumeist ohne großen Aufwand seitens
des Anwenders - also mir - unterstützt

wie bei Linux auch.
ein gravierender Nachteil hat Windows: um ein sicheres System zu bekommen, musst du Hand anlegen: überflüssige Dienste ausschalten, eingeschränkter Benutzer einrichten, Antivirprogis installieren usw.
Linuxist von Haus aus viel mehr abgeschottet.

Wo sich bei mir aber Fragen hinsichtlich Linux bzw. der
passenden Distribution aufwerfen sind:
* Verbinden und Abgleich von Kontakten und Terminkalender
zwischen Thunderbird/Sunbird und Mobiltelefon (SE W810i, kann
sich aber auch ändern). Dazu habe ich noch keine vernünftige
Software gefunden.

da kann ich nicht mitreden

* Mobiles Internet über den USB-Stick von Telering

ka

* Panorama Foto aus einzelnen Digitalfotos zusammenstückeln

gibts bestimmt ein passendes Programm

* Energiemanagement! Sehr wichtig

gibt es auch

* Trackpoint von Lenovo nutzen

läuft

* USB-Fernstestick für eventuelle Pausenüberbrückung, Reisen
im Inland, …

ka

Fragen die sich bei mir mit Windows stellen:
* Wie verschaffe ich mir mehr Freiheit was von der
Installation auf die Festplatte kommt und was nicht.
Schließlich möchte ich ein Betriebssystem haben und kein
ungefragtes Softwarepaket.

NLite wurde hier schon erwähnt, Iso-Builder ist ähnlich
http://winfuture.de/xpisobuilder

Wenn es für Linux, zuerst einmal egal welche Distribution,
Antworten in Form von funktionierender Software auf meine
offenen Punkte gibt dann würde ich mich wieder mit Linux
beschäftigen. Wäre mein persönlicher Favorit, eben mit der
Einschränkung der reibungslosen Funktionalität.
Gibt es dazu aber nur aufwändige Workarounds mit stark
eingeschränkter Funktionalität dann wirds ein Windows XP
System.
Etwas Bastelarbeit werde ich in beide Systeme stecken müssen.

wie schon gesagt wurde: Finger weg von XP64: lausige Treiberversorgung
Die Frage ist überhaupt: warum ein 64bit-System? lohnt sich nur, wenn du auch die entsprechenden 64bit-Programme hast und benutzt

ich pflege unter Linux zu surfen und zu arbeiten, unter XP zu spielen:
die ideale Lösung :wink:

Gruss
ExNicki

* Bei Bedarf auch sehr kleine Programme ohne grafische
Oberfläche möglich, aber trotzdem alles machen was ich will

ja, schon. Theoretisch auch bei Win, mit Pseudo-DOS

Naja, schon, nur finde ich die kleinen Programme bei Linux erheblich ausgereifter. Habs zum Beispiel gerne zum rippen meiner Audio CD´s auf mp3 verwendet, inklusive Benennung und Kopieren der Daten in ein Verzeichnis was ich möchte. Wenn man das alles als kleines Script verwendet finde ich es ziemlich komfortabel. Hab unter Windows vergleichbare Programme auf der Konsole nicht gefunden, grafisch sehr wohl.

* In vielen Fällen ein schlankeres System (Speicherplatz auf
Festplatte und RAM) gegenüber Windows

ja, aber du kannst Linux genau so zumüllen wie Win

Ja freilich, nur werde ich dort gefragt ob ich es zumüllen möchte oder nicht.

Was spricht für Windows:
* Rundum-Sorglos-Installation

???
Glücksache, genau wie bei Linux. Ich habe vor kutzem SUSe 11
neu installieren müssen: DVD rein, Setup gestartet, passt.
Kein einziger Treiber manuell nachladen müssen,
Internetverbindung stand gleich, besser konnte es nicht
laufen.

Hatte ich manchmal auch.
SuSe 6.0 war noch relativ viel Arbeit, Debian 3.0 schon erheblich besser - dazwischen lagen allerdings auch ein paar Jahre Entwicklung. Dann bin ich aufgrund mancher benötigter Programme auf Windows umgestiegen.

* Mehr Treiber, einige Hersteller bieten auch nur für Windows
die Treiber an

u.U. ja

* Aktuelle Hardware wird zumeist ohne großen Aufwand seitens
des Anwenders - also mir - unterstützt

wie bei Linux auch.

Da liegen meine Erfahrungen teilweise leider anders. Hatte bei einem alten Notebook große Probleme mit der Grafikunterstützung, ebenso beim PC mit der Netzwerkkarte. Die TV-Karte war auch nicht so ohne Weiteres zum Starten zu bewegen. Geklappt hat es zwar immer, war aber manchmal mit viel Aufwand verbunden.

ein gravierender Nachteil hat Windows: um ein sicheres System
zu bekommen, musst du Hand anlegen: überflüssige Dienste
ausschalten, eingeschränkter Benutzer einrichten,
Antivirprogis installieren usw.
Linuxist von Haus aus viel mehr abgeschottet.

Stimmt!

wie schon gesagt wurde: Finger weg von XP64: lausige
Treiberversorgung
Die Frage ist überhaupt: warum ein 64bit-System? lohnt sich
nur, wenn du auch die entsprechenden 64bit-Programme hast und
benutzt

So, bezüglich 64bit-System bin ich wohl teilweise einem Irrtum aufgelaufen. Eine 64bit Version werde ich wohl nur mit Windows benötigen damit ich meine 4GB RAM voll ansprechen kann. Der Aufpreis von 2 auf 4GB ist nämlich gering. Also warum nicht gleich holen.
Linux mit all seinen Distributionen spricht meines Wissens schon mit 32bit die 4GB RAM an.

ich pflege unter Linux zu surfen und zu arbeiten, unter XP zu
spielen:
die ideale Lösung :wink:

Spielen tu ich gar nix, und wenn dann gibts die paar Spielchen auch unter Linux.

Die Frage ist überhaupt: warum ein 64bit-System? lohnt sich
nur, wenn du auch die entsprechenden 64bit-Programme hast und
benutzt

So, bezüglich 64bit-System bin ich wohl teilweise einem Irrtum
aufgelaufen. Eine 64bit Version werde ich wohl nur mit Windows
benötigen damit ich meine 4GB RAM voll ansprechen kann. Der
Aufpreis von 2 auf 4GB ist nämlich gering. Also warum nicht
gleich holen.

jein. Ein 32Bit OS kann theoretisch 2 ^ 32 = 4 GiB Adressen direkt verwalten. Aber in der Praxis können einige Adressen nicht fürs RAM verwendet werden, so dass etwa 3,2 GB übrig bleiben.

Linux mit all seinen Distributionen spricht meines Wissens
schon mit 32bit die 4GB RAM an.

genau wie Win, hier dürften vermutlich ein paar MB mehr angesprochen werden.

Bei genau 4 GB Arbeitspeicher hast du vom Speicher her keine Vorteile eines 64bit Win. 64bit Win ist „fetter“, verbraucht also mehr RAM, ausserdem laufen die normalen 32bit-Programme in einer 32bit-Emulation, sind also sogar einen Tick langsamer als bei 32bit Windows.
Lohnen tut es sich nur, wenn du 64bit-Software einsetzt und/oder 8 GB oder mehr RAM dein eigen nennst.

Gruss
ExNicki

Moien

Linux mit all seinen Distributionen spricht meines Wissens
schon mit 32bit die 4GB RAM an.

genau wie Win, hier dürften vermutlich ein paar MB mehr
angesprochen werden.

Einspruch.

Linux kann (im Gegensatz zu den Consumerwindows Versionen) mit PAE arbeiten. D.h. die 32Bit Version kann 64 GB RAM sicher ansprechen. Verluste gibt es dementsprechend auch erst beim Vollausbau. Aber die einzelnen Prozesse sind auf das 32Bit Model beschränkt, da hast du recht. Es bringt also erstmal nicht so viel.

Bei mir läuft alles noch 32Bit… und ehrlich gesagt hab ich noch keine echten Probleme. OK, kein Vista und wirklich komplexes immer nur auf der Arbeit.

cu

Moien pumpkin

Linux kann (im Gegensatz zu den Consumerwindows Versionen) mit
PAE arbeiten. D.h. die 32Bit Version kann 64 GB RAM sicher
ansprechen. Verluste gibt es dementsprechend auch erst beim
Vollausbau. Aber die einzelnen Prozesse sind auf das 32Bit
Model beschränkt, da hast du recht. Es bringt also erstmal
nicht so viel.

bei Linux war ich mir nicht sicher, deshalb das „vermutlich“.
afaik können allerdings alle XP und Vista-Versionen, zum Teil sogar W2K per Bootoption (bei XP Schalter /pae in der boot.ini) auch mit PAE arbeiten (vorausgesetzt der Prozessor kann es auch). Ob es in der Praxis was bringt, ist ein anderes Thema.
Es gibt ziemlich kontroverse Meinungen darüber.

Gruss
ExNicki

Moien

afaik können allerdings alle XP und Vista-Versionen, zum Teil
sogar W2K per Bootoption (bei XP Schalter /pae in der
boot.ini) auch mit PAE arbeiten (vorausgesetzt der Prozessor
kann es auch).

Ja, das geht. Aber …:

PAE funktioniert nur wenn alle Treiber (die direkt mit Hardware arbeiten) auch PAE kennen und beherrschen. Das ist bei ComsumerHardware eher nicht der Fall. Wenn nur ein Treiber Mist baut ist das ganze System sehr instabil und die Fehler sind kaum zu lokalisieren. Deshalb wurde das PAE-System (Microsoftsprache AWE) bei den ComsumerWindowsen auf 4GB Adressraum beschnitten: http://www.microsoft.com/whdc/system/platform/server… (Tabelle oben. Vista fehlt, ist aber auch als Comsumer-OS eingestuft und damit auf 4GB begrenzt). Die Serverversionen hoffen einfach auf bessere Treiber.

Bei XP gibt es aber einen Sonderfall: XP konnte bis SP2 echtes PAE und 4GB RAM (also 4GB RAM + Graka + PCI/BIOS/MMIO ohne Verluste). SP2 hat das abgeschaltet (also CPU/BIOS/MMIO + Graka + RAM müssen in 4GB passen). Das sorgt für jede Menge Gerüchte… aber ein normales XP mit Updates kann es heute definitiv nicht mehr => Tabelle ganz unten: http://www.microsoft.com/whdc/system/platform/server…

PAE hat noch ein paar Nebeneffekte. Dies sind aktiv wenn man /PAE anhängt. Aber ob man die als normaler User braucht…

Die Faustregel ist also nahe dran: 4GB - 512MB - Graka = nutzbarer RAM in 32Bit Windows.

cu

Hi Pumpkin
danke für die Infos

Bei XP gibt es aber einen Sonderfall: XP konnte bis SP2 echtes
PAE und 4GB RAM (also 4GB RAM + Graka + PCI/BIOS/MMIO ohne
Verluste). SP2 hat das abgeschaltet (also CPU/BIOS/MMIO +
Graka + RAM müssen in 4GB passen). Das sorgt für jede Menge
Gerüchte… aber ein normales XP mit Updates kann es heute
definitiv nicht mehr => Tabelle ganz unten:
http://www.microsoft.com/whdc/system/platform/server…

PAE hat noch ein paar Nebeneffekte. Dies sind aktiv wenn man
/PAE anhängt. Aber ob man die als normaler User braucht…

Die Faustregel ist also nahe dran: 4GB - 512MB - Graka =
nutzbarer RAM in 32Bit Windows.

ok, XP zB ist also so oder so auf 4 GB begrenzt. Was mir noch nicht klar ist:
bringt eingeschaltetes PAE etwas bei 4 GB oder nicht? Sprich, macht XP mehr Speicherplatz frei von den 4 GB bei aktiviertem PAE oder belässt es den Speicher bei ± 3,2GB?

Gruss
ExNicki

So, nachdem jetzt schon einige gute Antworten angekommen sind schreibe ich jetzt für mich einmal einen Zwischenstand.

Zuerst einmal die Hardware - die ist mittlerweile stark
eingegrenzt, entweder wird es:
* Lenovo T400
oder
* Sony Vaio VGN-SR29XN/S

Hier hat das Lenovo eindeutig gewonnen. Nicht nur aufgrund der hier aufgezeigten Mängel sondern auch weil es mir bei der genaueren Durchsicht der technischen Daten einfach stimmiger daherkommt.

Allgemeines Muss:
* 64-Bit Betriebssystem
* Stabil
* Update auf neue Softwareversionen problemlos
* Komplette Hardwareunterstützung der Notebooks

Das 64bit System wird revidiert.
Was Stabilität anbelangt, nun ja, für mich mittlerweile beides stabil genug. Kann über das Windows XP am Arbeitsplatz auch nicht klagen.

Hardwareunterstützung bleibt für mich beim Windows trotzdem noch besser.

Offene Punkte bezüglich Hardware bei Linux:
Mobiles Internet
Mobiltelefon

Mobiles Internet ist aber laut Berichten lösbar, muss mich damit noch genauer befassen.

Gelöste Punkte bei der Hardware bei Linux:
Trackpoint
Energiemanagement

Gelöste Softwarefragen bei Linux:
Panorama: Hugin (http://hugin.sourceforge.net/)

Es spricht jetzt einmal viel für ein Linuxsystem, über die Distribution werde ich mir noch Gedanken machen.
Angedacht wären auf jeden Fall wieder Debian (http://www.debian.org/) bzw. grml (http://grml.org/). Bei beiden Distributionen kann ich in meinem Umfeld die meiste Unterstützung bekommen.

Wird es doch ein Windows, dann Windows XP.

MfG
Christian

Hallo,

du bist ja schon weiter, aber trotzdem meine Erfahrungen:

Was spricht für Windows:
* Rundum-Sorglos-Installation
* Mehr Treiber, einige Hersteller bieten auch nur für Windows
die Treiber an
* Aktuelle Hardware wird zumeist ohne großen Aufwand seitens
des Anwenders - also mir - unterstützt

Ich habe in den letzen drei Jahren die jeweils aktuelle Ubuntu-Version auf vielen PCs - Notebook und Desktop - installiert, und das hat immer problemlos funktioniert. Vorteile:

  • Ich muss nicht - wie bei Windows - nach igendwelchen Treiber-CDs suchen, die meistens verloren sind.
  • Im Gegensatz zu Windows ist die Installation sehr viel „sorgloser“, weil mit einer CD erledigt. Die meisten Programme, die ich brauche, gibt es auf der Ubuntu-CD oder in den repositories.

Ich habe am Wochenende ein neues Notebook gekauft und in zwei Stunden Ubuntu mit allem, was ich brauche (inklusive vmware) installiert. Zum Vergleich - letzte Woche musste ich den Kinder-PC - Windows XP - neu aufsetzen, da war einschließlich Software und Windows-updates ein knapper Tag hin.

Das einzige Programm, wofür ich Windows brauche, läuft auf einer VM-Maschine. die konnte ich vom alten auf das neue Notebook umziehen, so dass ich keine Neuinstallation brauchte.

Wo sich bei mir aber Fragen hinsichtlich Linux bzw. der
passenden Distribution aufwerfen sind:
* Verbinden und Abgleich von Kontakten und Terminkalender
zwischen Thunderbird/Sunbird und Mobiltelefon (SE W810i, kann
sich aber auch ändern). Dazu habe ich noch keine vernünftige
Software gefunden.

Da gibt es einige Programme, die aber anscheinend Probleme machen. Für mein altes Motorola Razr habe ich noch nichts gefunden.

* Panorama Foto aus einzelnen Digitalfotos zusammenstückeln

Da gibt es vieles

* Energiemanagement! Sehr wichtig

funktioniert bei mir

* Trackpoint von Lenovo nutzen

Jedenfalls der Dell-Trackpoint hat ohne Probleme funktioniert.

Cheers, Felix

OT, Speicherverwaltung
Moien

ok, XP zB ist also so oder so auf 4 GB begrenzt. Was mir noch
nicht klar ist:
bringt eingeschaltetes PAE etwas bei 4 GB oder nicht?

Derzeit: nein. Man hat 4GB Adressraum. Da müssen Graka, PCI/BIOS/MMIO und der RAM reinpassen. Wenn es nicht past geht RAM verloren. PAE ändert gar nichts (mehr) da dran.

Vor XP SP2: ja. Mit PAE hatte man 4GB Adressen für RAM und zusätzlich Adressen für Graka und PCI/BIOS/MMIO. D.h. man ist durch PAE von ~3.0-3.5 GB nutzbaren RAM auf 4GB nutzbaren RAM gekommen.

cu