DENIC teuer, Reseller nicht?

Von: , Frage gestellt am So, 12. Dez 2004

Hallo!

Ich spiel grad mit dem revolutionären Gedanken, mir eine .de-Adresse zu registrieren. (oha!)
Dafür ist ja die DENIC verantwortlich. Lustigerweise verlangen die 160 Euro im Jahr, was ich mir (nur für ne Adresse) nicht leisten kann.

Aber wie machen Reseller bzw. Provider das denn, wenn sie eine .de-Adress PLUS Speicherplatz etc. (und ohne Werbung o.ä.) für schlappe 10 Euro im Jahr anbieten?

Ich mein, müssen die dann nicht trotzdem die 160 Ocken an die DENIC zahlen? Und wenn doch, wie finanzieren die das denn? Und wenn nein, wieso kriegen dies billiger?

Ein verwirrter
kvida

10 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 8 Minuten 0 hilfreich
    Re: DENIC teuer, Reseller nicht?

    Moin Aber wie machen Reseller bzw. Provider das denn, wenn sie eine
    .de-Adress PLUS Speicherplatz etc. (und ohne Werbung o.ä.) für
    schlappe 10 Euro im Jahr anbieten?
    Ein Wort: Massenrabat.

    cu

    • Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: DENIC teuer, Reseller nicht?

      Hallo, Aber wie machen Reseller bzw. Provider das denn, wenn sie eine
      .de-Adress PLUS Speicherplatz etc. (und ohne Werbung o.ä.) für
      schlappe 10 Euro im Jahr anbieten?
      Ein Wort: Massenrabat.
      Nicht nur! Zudem Genossenschaftsmitglied.

      Ciao
      Kaj

  2. Antwort von nach 9 Stunden 0 hilfreich
    Re: DENIC teuer, Reseller nicht?

    Hallo,

    die Preise der DENIC dienen zur Abschreckung von Leuten wie dir, die man einfach nicht als Kunden haben will. Der Vertrieb an Otto-Normalverbraucher soll eben über die Genossenschaftsmitglieder und deren Reseller abgewickelt werden. Und das ist auch gut so, denn Du wirst ja ohnehin kein eigenes Rechenzentrum mit festen IP-Adressen, direkter Backbone-Anbindung, ... haben, bist also ohnehin auf einen Hoster angewiesen (um jetzt mal die Spielerei mit DYNDNS außen vor zu lassen). Also geh brav zu 1&1, ... da werden Sie für wenige Cent geholfen.

    Gruß vom Wiz [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 19 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: DENIC teuer, Reseller nicht?

      Hallo, [...] bist also ohnehin auf einen
      Hoster angewiesen (um jetzt mal die Spielerei mit DYNDNS außen
      vor zu lassen).
      IIRC kann man eine DENIC-Registrierung für eine Second Level-Domain auf Dyndns ohnehin knicken: die DNS-Server habe ein kürzeres Expiry als voon der Denic akzeptiert (alles IIRC ...) Also geh brav zu 1&1, ... da werden Sie für
      wenige Cent geholfen.
      ACK. Und man kann teilweise die DNS-Einträge editieren.


      Gruß,


      Sebastian

  3. Antwort von nach 11 Stunden 3 hilfreich
    Wie das bei Denic funktioniert

    Dafür ist ja die DENIC verantwortlich. Lustigerweise verlangen
    die 160 Euro im Jahr, was ich mir (nur für ne Adresse) nicht
    leisten kann.
    Die Denic ist eine eG (Genossenschaft) ein Verbund von vielen Firmen, die sich als Aufgabe machen Domainnamen nur einmalig Weltweit zu vergeben. In diesem Fall für .de-Domains.
    Innerhalb einer Genossenschaft kann sich nahezu JEDER einkaufen, der die Bedingungen der Denic erfüllen. Die Bedingungen sind glaube ich auf der HP von Denen sogar erklärt oder aufgelistet.

    Die Mitglieder der Genossenschaft bekommen dann quasi "kostenlos" die Domains. Sie bekommen sie natürlich nicht kostenlos, aber es ist ja eine Gemeinschaft und zwar eine die nicht kommerziell ausgelegt ist und keine Gewinne erwirtschaften darf.

    Letztlich hat die Denic ja nichts zu verkaufen, denn sie ist ja nur eine "Datenbank" in denen alle registrierte Namen enthalten sind. Natürlich hat die Denic aber angestellte und Büroräume usw. deshalb kostet die Mitgliedschaft auch Geld für die Mitglieder. Und um der Sache gerecht zu werden, wird nach Anzahl der Domains abgerechnet. Ein Denic-Mitglied zahlt dann einen imaginären Betrag von 1-2 Euro pro Jahr für jede Domain.

    Das Denic-Mitglied muss nun aber teurer verkaufen als es einkauft. Denn die Mitglieder sind im allgemeinen keine Genossenschaften, sondern normale Firmen die Geld verdienen wollen/müssen. .de-Adress PLUS Speicherplatz etc. (und ohne Werbung o.ä.) für
    schlappe 10 Euro im Jahr anbieten?
    Die Denic-Mitglieder können nun z.B. für 5,- Euro (Beispiel) diese Domains an "dritte" abgeben, nämlich sogenannte "Reseller" die dann wiederrum kleine Firmen sind und noch nicht die Richtlinien der Denic erfüllen können/wollen.
    Diese kleinen Firmen haben aufgrund der fehlenden Rechenzentren usw. meist etwas weniger Kosten, deshalb können sie die Domains "günstig" weiter anbieten.

    Gesteuert wird es aber meist von größeren Firmen dessen reseller sie sind wie z.B. http://www.zanox-affiliate.de/ppc/?1757539C1342626153T . Bei denen es auch günstigen Speicherplatz usw. gibt.

    Damit die Denic sich nicht mit dem eigentlich unsinnigen Endkundengeschäft beschäftigen muss, nimmt die Denic nach "Aussen" hin, einen realistischen Preis für eine Domainregistrierung. Denn man sollte ja mal beachten was da alles hinter steckt, wenn Du auf die Idee kämst Dir eine Domain zu registrieren. Man müsste Dich als Kunde erfassen, deine Domaindaten und technischen Daten eintragen, Dir eine Rechnung stellen usw. Bei Stundenlöhnen in .de von ca. 40,- Euro kommt da schon bei einer intensiven Betreuung einiges zusammen?!
    Aber natürlich sind die 160,- ein "politischer" Preis, den die Genossenschaftsmitglieder festlegen, damit sie sich nicht selbst konkurenz machen. Wenn sie 40,- festlegen würden, hätte schon der eine oder andere seriös arbeitende Verkäufer ein echtes Problem gegen das Angebot anzuarbeiten. Ich mein, müssen die dann nicht trotzdem die 160 Ocken an die
    DENIC zahlen? Und wenn doch, wie finanzieren die das denn? Und
    wenn nein, wieso kriegen dies billiger?
    Also sie müssen nicht, die Domains sind "allgemeinwohl" quasi.


    Hoffe, es hat diverse Unklarheiten ausgeräumt?

    Gruß aus Hamburg
    Knud Schiffmann
    http://internet-partner.de

    • Antwort von nach 17 Stunden 1 hilfreich
      Re: Wie das bei Denic funktioniert

      Hallo Knud, danke für deine tolle Erklärung! (Sternchen! ;) )

      Also wenn ich das richtig verstehe, machen die Firmen, die DENIC-Mitglieder sind, quasi indirekt untereinander ab, dass jemand, der ne .de-Adresse haben will, diese bei einem von ihnen kaufen muss, weil sie direkt von der DENIC wesentlich teuerer wär... das ist aber fies!

      Dabei wollte ich meinem selbergebauten LAMP-Server (*protz*) doch nur ne anständige Adresse verpassen...
      (Und der Server ist selbergebaut, weil ich es satt hab, Mails von Providern zu erhalten, die mir nicht erlauben, alle möglichen Technikkinkerlitzchen auszuprobieren...)

      kvida

      • Antwort von nach 17 Stunden 0 hilfreich
        Re^2: Wie das bei Denic funktioniert

        Also wenn ich das richtig verstehe, machen die Firmen, die
        DENIC-Mitglieder sind, quasi indirekt untereinander ab, dass
        jemand, der ne .de-Adresse haben will, diese bei einem von
        ihnen kaufen muss, weil sie direkt von der DENIC wesentlich
        teuerer wär... das ist aber fies!
        Naja, 1.) "gehört" die Denic ja auch seinen Mitgliedern, 2.) nennt man es seltener "fies" als Marktwirtschaft :-) 3.) machen die das noch nicht einmal "indirekt" sondern die sprechen da schon offen drüber und unterliegen diesbezüglich nicht etwaigen Behördlichen Wettbewerbsbedingungen. Dabei wollte ich meinem selbergebauten LAMP-Server (*protz*)
        doch nur ne anständige Adresse verpassen...
        Nun wie Gernot ja schon in seinem Poting mitteilte, geht es bei der Denic auch für 58,- Euro was nun nicht grade ein super Preis ist verglichen zu 1,- Euro/Monat, aber auch noch finanzierbar.

        Du bist dann natürlich genausowenig abhängig wie bei den Denic Mitgliedern, denen ja der Schuppen letztlich gehört.

        Frage mich nur, warum Du nicht einfach bei einem "günstig-Anbieter" Deine Domain anmeldest?

        Und was bitte schön ist ein LAMP Server? (kenn mich da nicht so aus). von Providern zu erhalten, die mir nicht erlauben, alle
        möglichen Technikkinkerlitzchen auszuprobieren...)
        das kann ich durchaus verstehen ... Aber irgendwo muss der Server ja auch im internet "parken"? Also kommst Du kaum um einen Provider mit seinen Regeln drum herum ...

        Gruß aus Hamburg
        Knud Schiffmann
        http://internet-partner.de

        • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
          Re^3: Wie das bei Denic funktioniert

          Hy, Frage mich nur, warum Du nicht einfach bei einem
          "günstig-Anbieter" Deine Domain anmeldest?
          Würde ich auch vorschlagen.
          Oder sich nach einem günstigen sog. root Server umschauen. Kostet dann zwar pro Monat, aber man hat die Gewissheit, das das Teil funktioniert, gewartet wird, Backups gemacht werden, etc. man hat also weniger Arbeit damit. Und was bitte schön ist ein LAMP Server? (kenn mich da nicht
          so aus).
          Lamp (meist auch Xamp) = linux, Apache, mySQL und eben PHP. Das bezeichnet eben ein Komplettpaket an eben denen z.Zt. am meisten verwendeten Komponennten eines Web-Servers im Ganzen.
          Gibts Kostenlos z.B. unter http://www.apachefriends.org und ist eben für leute gedacht, die einen alten Rechner haben, darauf eine Entwicklungsumgebung zum testen haben wollen oder eben für den kleinen Webserver zu Hause ;-)
          Für Windows Systeme heisst das dann halt WAMP (siehe dazu z.B. auch http://de.wikipedia.org/wiki/WAMP ).


          Gruß
          h.

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^3: Wie das bei Denic funktioniert

          Hallo Knud! 2.)nennt man es seltener "fies" als Marktwirtschaft :-)
          Och tjo, vielleicht hab ich mich auch einfach zu sehr an die GNU/GPL-Opensource-Prinizipien gewöhnt... :) machen die das noch nicht einmal "indirekt" sondern die
          sprechen da schon offen drüber und unterliegen diesbezüglich
          nicht etwaigen Behördlichen Wettbewerbsbedingungen.
          Das find ich ja jetzt schon etwas kartellmässig... Nun wie Gernot ja schon in seinem Poting mitteilte, geht es
          bei der Denic auch für 58,- Euro was nun nicht grade ein super
          Preis ist verglichen zu 1,- Euro/Monat, aber auch noch
          finanzierbar.
          Für mich als Student nicht... von 58 Euro kann ich 3 Wochen lang sehr gut zu Mittag essen... :-/

          Tja, da werd ich mich mal nach einem passenden Provider umsehen...

          kvida



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