Hallo,
was koennen mir Profis zu den beiden folgenden Fragen mitgeben ?
Was ist grundsaetzlich bei der Gestaltung von Web-Seiten mit Texten und Grafiken zu beachten ?
Was ist bei der Gestaltung von Web-Seiten mit multimedialen Elementen Elementen zu beachten ?
Was ist grundsaetzlich bei der Gestaltung
von Web-Seiten mit Texten und Grafiken zu
beachten ?
Was ist bei der Gestaltung von Web-Seiten
mit multimedialen Elementen Elementen zu
beachten ?
Hallo Thomas,
grundsätzlich gilt: Je weniger, desto besser. Oder anders: Je kleiner, desto besser. Bei Grafiken darauf achten, sie möglichst zu optimieren, daß die Ladezeit verringert wird. Verwende nur JPG oder GIF-Grafiken, da diese jeder Browser lesen kann. Text kann man hervorragend mit CSS gestalten. Browser, die kein CSS verstehen, gehen darüber einfach hinweg. (Also auch diese Browser mit berücksichtigen.)
Verwende Multimedia-Elemente nach den gleichen Richtlinien, achte aber darauf, was Du einbindest. Nicht jeder Browser kann alles verstehen. Verwende für Movies z.B. entweder Quicktime-Format, Flash oder binde es z.B. mit JavaScript ein. Vor allem: Halte die Indexseite so klein wie möglich. Der durchschnittliche Surfer wartet ca. 8 Sekunden, bevor er weitersurft, wenn sich die Page noch nicht geöffnet hat.
mein Vorredner Holger hat ihn Dir schon gegeben, den einzig richtigen Ratschlag. Ich würde ihn so auf den Punkt bringen:
„Weniger ist mehr.“
Das heißt: Übe Dich in einer sehr schwierigen Kunst, die nur wenige Leute beherrschen (die wirklichen Profis in Sachen Gestaltung eben): Der Kunst des Weglassens.
Die Regel lautet: „Laß alles weg, was verzichtbar ist - aber nicht mehr!“ Das ist übrigens nicht nur der Weg zur gut gestalteten Webpage, sondern z. B. auch für Programmoberflächen.
Eine gut designte Webpage zeichnet sich aus durch:
Übersichtlichkeit: Klare, durchdachte Struktur, eingängiges und innerhalb der Site einheitliches „Look and Feel“, leicht nachzuvollziehende Navigationswege, Vorhandensein einer Sitemap, permanente Sichtbarkeit eines „Start“-/„Home“-Buttons
Sämtliche Links sind als solche erkennbar (d. h. nicht etwa in anzuklickenden Grafiken „versteckt“, denen man ihre Linkfunktion nicht ansieht, oder Gegenstand anderer „Scherze“ dieser Art)
Ein ansprechendes Design (jedes gute Design zeichnet sich übrigens durch die Eigenschaften „schlicht“ und „unaufdringlich“ aus - ein überladenes „Design“ spricht nie an)
Ein Text, der alle Qualitätsmerkmale aufweist, die ein Text haben sollte: Gute Lesbarkeit und leichte Erfaßbarkeit des Inhalts (klarer Satzbau, verständliche Formulierung, kein Slang, kein umständliches Rumgeschwafel etc.), angenehme Schrift, Gliederung vorhanden, Rechtschreibfehler nicht
Im Text ist nicht jedes zweite Wort durch kursive, fette, größere oder andersfarbige Schrift hervorgehoben. Der Anteil an Hervorgehobenem ist klein. Wichtiges gehört auch als solches gekennzeichnet, aber wenn man alles hervorhebt, dann hat man im Endeffekt nichts hervorgehoben.
Grafiken sind sparsam und gezielt eingesetzt
Die Menge aller auf der Site befindlichen Schnickschnack-Elemente ist leer. Zu den absoluten Todsünden gehören blinkender Text und Animated GIFs. Das sind lächerliche Anfänger-Wichtigtuereien, die zeigen, was un professionelles Webdesign ist.
Selbstverständlich wird keine MIDI-Musik geladen/abgespielt. Ich glaube, es gibt wirklich niemanden, der durch solche nicht genervt ist. Trotzdem beherrschen viele Sitebetreiber (auch) in diesem Punkt die Kunst des Weglassens nicht.
Die Site wurde auf kurze Ladezeiten hin optimiert. Alle photoähnlichen Grafiken liegen z. B. im platzsparenden JPG-Format vor (wobei die Kompression nicht so hoch gewählt wurde, daß schon Artefakte sichtbar werden), GIF-Grafiken haben nicht 16 Mio. Farben, wenn auch 256 ausreichen etc. Zu jeder „großen“ Grafik sollte es eine kleine Vorschaugrafik geben (wobei erstere immer durch Klick auf die letztere aufgerufen werden können sollte).
Abwesenheit einer „Diese Site ist noch under construction“-Verkündigung („Bald ist sie aber fertig und dann können Sie hier Hunderte von Bildern kostenlos downloaden…“, und ganz unten dann: „letzte Aktualisierung: XX.XX.1998“)
Wenn’s wirklich hammerhart professionell sein soll: Abwesenheit von Werbung!
Die Site ist nicht „namenlos“. Der Betrachter hat ein Recht darauf, zu erfahren, von wem das Betrachtete ist. Wenn die Site einer Firma gehört, sollte darauf die Firmenadresse mit allem, was dazugehört, zu finden sein. Zusätzlich hat der, der die „Kontakt“/„Feedback“-EMails bekommt, auch einen Namen. Der Eindruck, den ein namenloser „Webmaster“ hinterläßt, wenn er zeigt, daß er sich sein großes Anonymitätsbedürfnis erfüllt, ist einfach nur schlecht.
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