wie leicht kann man ID-Adressen zurückverfolgen?

Von: , Frage gestellt am Mo, 13. Okt 2003

Hallo an alle Internet-Experten,

mich würde mal interessieren, wie leicht andere Menschen oder Firmen anhand meiner ID-Adresse den Standort von meinem PC, bzw. meine Adresse zurückverfolgen können, wenn ich gerade auf deren Seiten rumsurfe.
Besteht zwischen meiner Hausadresse und meiner ID-Adresse irgendein Zusammenhang oder werden die ID-Adressen rein zufällig vergeben?

Kleines Beispiel: Wenn ich in irgendeinem Chat bin und dort rechtswidrige Sachen tue (was ich natürlich nicht vorhabe), z.B. Anschriften und Tel.-Nummern von anderen Leuten verteilen, rechtsextremistische Parolen verbreiten, Werbung machen, usw... Ich hab schon Chats gesehen, die damit drohen, in solchen Fällen den Bösewicht anhand seiner ID-Adresse ausfindig zu machen.

Oder: Würde ich mich z.B. auf einer Single-Seite für eine "Premium-Mitgliedschaft" anmelden, jedoch falsche Kontodaten angeben und den Premium-Service trotzdem schon nutzen, noch bevor sie den Monatsbeitrag einziehen können und der Anbieter dann erst merkt, dass die Kontodaten nicht stimmen - könnte er mich dann Tage oder Wochen danach noch ausfindig machen und evtl. sogar strafrechtlich belangen?

Vielen Dank für Eure Antworten im Voraus!

Gruß, Stefan

12 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 47 Minuten 0 hilfreich
    Re: wie leicht kann man ID-Adressen zurückverfolge

    Hi, mich würde mal interessieren, wie leicht andere Menschen oder
    Firmen anhand meiner ID-Adresse den Standort von meinem PC,
    bzw. meine Adresse zurückverfolgen können, wenn ich gerade auf
    deren Seiten rumsurfe.
    Es gibt keine "ID-Adressen".
    Es gibt "IP-Adressen" - "IP" bedeutet "Internet Protocol", das bewirkt, daß Du im Internet surfen kannst (und mehr).

    Wenn Du keine weiteren Maßnahmen triffst, kann jeder Dich anzeigen, und der Staatsanwalt kann dann (so er will) Deinen Provider auffordern, Deine gespeicherten Einwahldaten (v.a. Deinen Namen) rauszurücken.

    In Deutschland speichern die Provider diese Daten unterschiedlich lange: manche ein paar Monate, manche nur wenige Stunden.

    Kommt der Staatsanwalt zu spät, hat er Pech gehabt.

    Gruß,

    Malte.

    • Antwort von nach 7 Stunden 0 hilfreich
      Aber...

      Hi!

      Was ist mit Stealth?
      würde ich nie benutzen...

      Lediglich rein informativ?

      LG
      Siân

      • Antwort von nach 7 Stunden 0 hilfreich
        Re: Aber...

        Hi!
        Ho! Was ist mit Stealth?
        Was bitte ist das? würde ich nie benutzen...
        Nicht? Lediglich rein informativ?
        Es gibt Möglichkeiten, daß Internet recht brauchbaren Werten von "anonym" zu nutzen.


        Sebastian

      • Antwort von nach 10 Stunden 2 hilfreich
        Re: Aber...

        Hallo Siân Was ist mit Stealth?
        Du sprichst wahrscheinlich das an, was sogenannte 'Personal Firewalls' machen. Denn neben der IP-Adresse, die für die Kommunikation benötigt wird, gibt es noch die sogenannten 'Ports'. Und PF haben die Eigenheit, die Ports auf 'Stealth' zu setzen.

        Die Hersteller von PF preisen das als 'unsichtbar machen' an. Doch das ist reines Marketing-Gesülze. Das Gegenteil ist der Fall. Gemäss allgemein gültiger Standards, die in den sogenannten 'RFC' (Request for Comment) festgehalten sind, gibt es für einen Port genau zwei Zustänge: Offen und Geschlossen.

        Wenn ein Dienst an einem Port lauscht (z.B. der Mailserver eines Providers auf Port 110), dann ist der Port offen. Beendet man den Dienst, ist der Port geschlossen.

        Wenn jemand nun einen Portscan durchführt, gibt es folgende Möglichkeiten:

        - Er bekommt die Antwort, dass an der IP XY auf Port 110 ein Dienst horcht.

        - Er bekommt die Antwort, dass an der IP XY zwar ein Rechner ist, dass auf Port 110 aber kein Dienst läuft (Port geschlossen).

        - Er bekommt vom letzten Router die Antwort, dass an IP XY niemand sitzt (Destination Host unreachable).

        Eine PF, die den Rechner auf 'Stealth' setzt, verhindert eine Antwort. Die Anfrage wird einfach unbeantwortet ignoriert (Drop). Der Anfragende wird also im Unklaren gelassen, ob da jemand ist oder nicht. Das tönt im ersten Moment wie wenn man unsichtbar wäre. Bei genauerer Überlegung merkt man aber, dass das nicht so ist.

        Da der letzte Router die Anfrage weiterleitet und kein 'Destination unreachable' meldet, muss an der IP XY jemand sein. Da er aber auch keine Antwort bekommt ob an dem Port 110 ein Dienst läuft oder nicht, kann sich der Anfragende an seinen Fingern abzählen, dass der PC mit der IP XY einen Paketfilter (aka Personal Firewall) laufen hat.

        Das Ergebnis von diesem 'Stealth': Erstens verursacht das zusätzlichen Traffic. Denn der Portscanner wird, wenn er keinerlei Antwort bekommt, seine Anfrage wiederholt senden. Mitunter bis zum Timeout. Portscanner können jeweils alle Ports parallel scannen, das kann also Deine Internet-Verbindung erheblich auslasten.

        Zweitens wird der Urheber wie gesagt schnell merken, dass Du eine PF laufen hast. Er kann dann seine Schublade aufmachen, in der er diverse Exploits für diverse PF-Produkte hat und die der Reihe nach auf Deine IP loslassen, bis er ggf. eine Schwachstelle in Deiner PF findet.

        CU
        Peter

        • Antwort von nach 19 Stunden 0 hilfreich
          Vielen Dank!

          Hi Peter!

          Vielen dank für die Infos!

          LG

          Siân

      • Antwort von nach 13 Stunden 0 hilfreich
        Re: Aber...

        Hallo, Was ist mit Stealth?
        Was ist das? "Stealth" kenne ich als sinnvollen Begriff nur im Zusammenhang mit Militärflugzeugen.

        Gruß,

        Malte.

        • Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
          Re^2: Aber...

          Was ist mit Stealth?
          Was ist das?
          He, Malte,
          das wort kennen wir im Deutschen aber auch stealth als Adjektiv zu "steal" = stehlen.
          bei uns heißt das Adjektiv dazu "verstohlen" - eben heimlich.
          Gruß Eckard.

          • Antwort von nach 21 Stunden 0 hilfreich
            Re^3: Aber...

            Hallo Eckard, Was ist mit Stealth?
            Was ist das?
            das wort kennen wir im Deutschen aber auch stealth als
            Adjektiv zu "steal" = stehlen.
            bei uns heißt das Adjektiv dazu "verstohlen" - eben heimlich.
            Lustig, an den Zusammenhang mit "steal" hab ich noch nie gedacht. Hab das Wort immer "as is" hingenommen. Die Bedeutung kenne ich natürlich, nur was das in Bezug auf IP-Adresse oder Surfen im WWW bedeuten soll, ist mir nicht ganz klar. Also ob das ein verfahren, eine Software oder was auch immer sein soll.

            Gruß,

            Malte.

        • Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
          Re^2: Aber...

          Ich denke er (der spwas alles nicht vorhat , und deshalb ist es ein sinnloses Tool) mein den Stealther
          http://www.stealther.com

          viele HPs die nür über Passworteingabe erreichbar sind lassen allerdings keine Eingaben von Benutzern die über nen Proxyserver gehen zu.
          Mein Tip, den Er ja nicht befolgen wird: Proxy und dann gut suchen

          P.S.: Get a life!



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