Wie leicht kann man ID-Adressen zurückverfolgen?

Hallo an alle Internet-Experten,

mich würde mal interessieren, wie leicht andere Menschen oder Firmen anhand meiner ID-Adresse den Standort von meinem PC, bzw. meine Adresse zurückverfolgen können, wenn ich gerade auf deren Seiten rumsurfe.
Besteht zwischen meiner Hausadresse und meiner ID-Adresse irgendein Zusammenhang oder werden die ID-Adressen rein zufällig vergeben?

Kleines Beispiel: Wenn ich in irgendeinem Chat bin und dort rechtswidrige Sachen tue (was ich natürlich nicht vorhabe), z.B. Anschriften und Tel.-Nummern von anderen Leuten verteilen, rechtsextremistische Parolen verbreiten, Werbung machen, usw… Ich hab schon Chats gesehen, die damit drohen, in solchen Fällen den Bösewicht anhand seiner ID-Adresse ausfindig zu machen.

Oder: Würde ich mich z.B. auf einer Single-Seite für eine „Premium-Mitgliedschaft“ anmelden, jedoch falsche Kontodaten angeben und den Premium-Service trotzdem schon nutzen, noch bevor sie den Monatsbeitrag einziehen können und der Anbieter dann erst merkt, dass die Kontodaten nicht stimmen - könnte er mich dann Tage oder Wochen danach noch ausfindig machen und evtl. sogar strafrechtlich belangen?

Vielen Dank für Eure Antworten im Voraus!

Gruß, Stefan

Hi,

mich würde mal interessieren, wie leicht andere Menschen oder
Firmen anhand meiner ID-Adresse den Standort von meinem PC,
bzw. meine Adresse zurückverfolgen können, wenn ich gerade auf
deren Seiten rumsurfe.

Es gibt keine „ID-Adressen“.
Es gibt „IP-Adressen“ - „IP“ bedeutet „Internet Protocol“, das bewirkt, daß Du im Internet surfen kannst (und mehr).

Wenn Du keine weiteren Maßnahmen triffst, kann jeder Dich anzeigen, und der Staatsanwalt kann dann (so er will) Deinen Provider auffordern, Deine gespeicherten Einwahldaten (v.a. Deinen Namen) rauszurücken.

In Deutschland speichern die Provider diese Daten unterschiedlich lange: manche ein paar Monate, manche nur wenige Stunden.

Kommt der Staatsanwalt zu spät, hat er Pech gehabt.

Gruß,

Malte.

Aber…
Hi!

Was ist mit Stealth?
würde ich nie benutzen…

Lediglich rein informativ?

LG
Siân

Hi!

Ho!

Was ist mit Stealth?

Was bitte ist das?

würde ich nie benutzen…

Nicht?

Lediglich rein informativ?

Es gibt Möglichkeiten, daß Internet recht brauchbaren Werten von „anonym“ zu nutzen.

Sebastian

Hallo Stefan,

Schau mal hier:
http://www.anonym-surfen-test.de/
Es gibt noch bessere Seiten die etwas mehr Anzeigen.

Gruß
Frank

Hallo Siân

Was ist mit Stealth?

Du sprichst wahrscheinlich das an, was sogenannte ‚Personal Firewalls‘ machen. Denn neben der IP-Adresse, die für die Kommunikation benötigt wird, gibt es noch die sogenannten ‚Ports‘. Und PF haben die Eigenheit, die Ports auf ‚Stealth‘ zu setzen.

Die Hersteller von PF preisen das als ‚unsichtbar machen‘ an. Doch das ist reines Marketing-Gesülze. Das Gegenteil ist der Fall. Gemäss allgemein gültiger Standards, die in den sogenannten ‚RFC‘ (Request for Comment) festgehalten sind, gibt es für einen Port genau zwei Zustänge: Offen und Geschlossen.

Wenn ein Dienst an einem Port lauscht (z.B. der Mailserver eines Providers auf Port 110), dann ist der Port offen. Beendet man den Dienst, ist der Port geschlossen.

Wenn jemand nun einen Portscan durchführt, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Er bekommt die Antwort, dass an der IP XY auf Port 110 ein Dienst horcht.

  • Er bekommt die Antwort, dass an der IP XY zwar ein Rechner ist, dass auf Port 110 aber kein Dienst läuft (Port geschlossen).

  • Er bekommt vom letzten Router die Antwort, dass an IP XY niemand sitzt (Destination Host unreachable).

Eine PF, die den Rechner auf ‚Stealth‘ setzt, verhindert eine Antwort. Die Anfrage wird einfach unbeantwortet ignoriert (Drop). Der Anfragende wird also im Unklaren gelassen, ob da jemand ist oder nicht. Das tönt im ersten Moment wie wenn man unsichtbar wäre. Bei genauerer Überlegung merkt man aber, dass das nicht so ist.

Da der letzte Router die Anfrage weiterleitet und kein ‚Destination unreachable‘ meldet, muss an der IP XY jemand sein. Da er aber auch keine Antwort bekommt ob an dem Port 110 ein Dienst läuft oder nicht, kann sich der Anfragende an seinen Fingern abzählen, dass der PC mit der IP XY einen Paketfilter (aka Personal Firewall) laufen hat.

Das Ergebnis von diesem ‚Stealth‘: Erstens verursacht das zusätzlichen Traffic. Denn der Portscanner wird, wenn er keinerlei Antwort bekommt, seine Anfrage wiederholt senden. Mitunter bis zum Timeout. Portscanner können jeweils alle Ports parallel scannen, das kann also Deine Internet-Verbindung erheblich auslasten.

Zweitens wird der Urheber wie gesagt schnell merken, dass Du eine PF laufen hast. Er kann dann seine Schublade aufmachen, in der er diverse Exploits für diverse PF-Produkte hat und die der Reihe nach auf Deine IP loslassen, bis er ggf. eine Schwachstelle in Deiner PF findet.

CU
Peter

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Hi,

Oder: Würde ich mich z.B. auf einer Single-Seite für eine
„Premium-Mitgliedschaft“ anmelden, jedoch falsche Kontodaten
angeben und den Premium-Service trotzdem schon nutzen, noch
bevor sie den Monatsbeitrag einziehen können und der Anbieter
dann erst merkt, dass die Kontodaten nicht stimmen - könnte er
mich dann Tage oder Wochen danach noch ausfindig machen und
evtl. sogar strafrechtlich belangen?

Ich will Dich ja nicht ermutigen, so etwas zu tun (was Du ja nicht vorhast…), aber ich denke, der Provider würde da nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen.
Ich kann mir (ohne Gewähr) nicht vorstellen, dass der Anbieter in diesem Fall die Staatsanwaltschaft einschaltet, die dann wiederum ein Auskunftsersuchen an Deinen Provider machen müsste.
Das ist alles ziemlich aufwändig, ich glaube daher, der Anbieter würde zunächst Dein Account sperren, wenn die Lastschrift zurückommt, und Dich anschreiben. Es kann ja auch sein, dass Du Dich bei den Kontodaten nur vertippt hast. Wenn er daraufhin keine Antwort bekommt (weil die Anschrift auch nur fiktiv ist), wird sicherlich Dein Account gelöscht und die IP-Adresse auf eine „schwarze Liste“ gesetzt. Wie gesagt, ich glaube nicht, dass da mehr passiert.
Um auf Nummer Sicher zu gehen, könntest Du zum einen „anonym“ surfen (siehe auch die anderen Antworten) oder, schlicht und einfach, in ein Internet-Cafe gehen. Dort kann man als Single nicht nur online jemanden finden…

Gruss Hans-Jürgen
***

Hallo,

Was ist mit Stealth?

Was ist das? „Stealth“ kenne ich als sinnvollen Begriff nur im Zusammenhang mit Militärflugzeugen.

Gruß,

Malte.

Was ist mit Stealth?

Was ist das?

He, Malte,
das wort kennen wir im Deutschen aber auch stealth als Adjektiv zu „steal“ = stehlen.
bei uns heißt das Adjektiv dazu „verstohlen“ - eben heimlich.
Gruß Eckard.

Ich denke er (der spwas alles nicht vorhat , und deshalb ist es ein sinnloses Tool) mein den Stealther
http://www.stealther.com

viele HPs die nür über Passworteingabe erreichbar sind lassen allerdings keine Eingaben von Benutzern die über nen Proxyserver gehen zu.
Mein Tip, den Er ja nicht befolgen wird: Proxy und dann gut suchen

P.S.: Get a life!

Vielen Dank!
Hi Peter!

Vielen dank für die Infos!

LG

Siân

Ich denke er (der spwas alles nicht vorhat , und deshalb ist
es ein sinnloses Tool) mein den Stealther
http://www.stealther.com

Ah, sowas ähnliches wie JAP. „Er“ (der sowas alles nicht vorhat) ist übrigens eine Frau :wink:

P.S.: Get a life!

?

Hallo Eckard,

Was ist mit Stealth?

Was ist das?

das wort kennen wir im Deutschen aber auch stealth als
Adjektiv zu „steal“ = stehlen.
bei uns heißt das Adjektiv dazu „verstohlen“ - eben heimlich.

Lustig, an den Zusammenhang mit „steal“ hab ich noch nie gedacht. Hab das Wort immer „as is“ hingenommen. Die Bedeutung kenne ich natürlich, nur was das in Bezug auf IP-Adresse oder Surfen im WWW bedeuten soll, ist mir nicht ganz klar. Also ob das ein verfahren, eine Software oder was auch immer sein soll.

Gruß,

Malte.