bevor jemand auf dumme Gedanken kommt: Ich habe Kazaa oder Konsorten weder benutzt noch habe ich das vor.
Mir - als völligem Laien - stellt sich interessehalber eine Frage: Dort werden doch die Dateien von Mitgliedern anderen Mitgliedern zum Download vom eigenen Rechner angeboten. Was passiert eigentlich, wenn derjenige, bei dem gerade geladen wird, seinen Rechner runterfährt bzw. die Internetverbindung trennt? Dann müßte doch die Verbindung und damit die Datenübertragung abgebrochen werden, denn m.W. werden die Dateien nicht bei Kazaa zwischengespeichert, oder irre ich da?
Angenommen, die Sache verhält sich so, wie ich mir das gerade vorstelle, stellt sich mir nämlich die Frage, wie das System so groß und erfolgreich (je nach Sichtweise) werden konnte. Daher auch meine oben gestellte Frage zur Funktionsweise.
Du hast recht, wenn der Quellrechner die Internetverbindung abstellt, dann geht die Quelle für den Downloader verloren. Da der Download aber immer in kleinen Stücken stattfindet, und jedes dieser Teilstücke eine eindeutige ID hat (Hashwert), kann eine andere Quelle dafür einspringen (vorausgesetzt es gibt mehrere Leute, die die gleiche Datei zum Download anbieten). Deshalb kann man auch von mehreren Leuten gleichzeitig eine Datei downloaden. Es werden dann verschiedene Teilstücke gleichzeitig heruntergeladen.
Mir - als völligem Laien - stellt sich interessehalber eine
Frage: Dort werden doch die Dateien von Mitgliedern anderen
Mitgliedern zum Download vom eigenen Rechner angeboten. Was
passiert eigentlich, wenn derjenige, bei dem gerade geladen
wird, seinen Rechner runterfährt bzw. die Internetverbindung
trennt? Dann müßte doch die Verbindung und damit die
Datenübertragung abgebrochen werden, denn m.W. werden die
Dateien nicht bei Kazaa zwischengespeichert, oder irre ich da?
Das ist korrekt. Die Datenübertragung findet direkt User-to-User statt, über irgendwelche „Server“ läuft nur die Koordination.
Angenommen, die Sache verhält sich so, wie ich mir das gerade
vorstelle, stellt sich mir nämlich die Frage, wie das System
so groß und erfolgreich (je nach Sichtweise) werden konnte.
Daher auch meine oben gestellte Frage zur Funktionsweise.
Ganz einfach - die bereits übertragenen Teile der gewünschten Datei werden beim Empfänger gespeichert, auch wenn die Übertragung unvollständig war.
Mittels Checksummen kann festgestellt werden, wenn jemand anders genau dieselbe Datei auch hat, und den noch fehlenden Rest holt sich das Programm dann von dort.
Im Normalfall werden sogar versch. Stückchen von versch. Usern gleichzeitig heruntergeladen.
Warum sollte jemand auf dumme Gedanken kommen?
Weißt du nicht, wieviel Dateien man auf legalem Wege über
Kazaa tauschen kann, ausser Musik und Filme?
ist das so? Ich habe keine Ahnung. Daß ich das nicht nutze liegt nicht unbedingt an der evtl. Illegalität, sondern daran, daß ich mir hier sowenig Software wie nur möglich auf den Rechner packe.
Die dummen Gedanken wollte ich dennoch vermeiden. Schließlich sind hier Fragen zu Kazaa, Emule etc. oft nicht unbedingt gut gelitten.
man kann im Prinzip alles tauschen, was die user an Dateien von ihrer Festplatte freigeben. Was es im Endeffekt ist, liegt an jedem selber.
Die dummen Gedanken wollte ich dennoch vermeiden. Schließlich
sind hier Fragen zu Kazaa, Emule etc. oft nicht unbedingt gut
gelitten.
Das ist wohl wahr. Das sieht man manchmal an den Kommentaren wie, „Filesharing ist verboten“. Das ist es definitiv nicht.
Das es so schlecht angesehen ist, liegt aber in der Tat an dem illegalen Austausch von geschützen Liedern und Filmen.
Mir - als völligem Laien - stellt sich interessehalber eine
Frage: Dort werden doch die Dateien von Mitgliedern anderen
Mitgliedern zum Download vom eigenen Rechner angeboten. Was
passiert eigentlich, wenn derjenige, bei dem gerade geladen
wird, seinen Rechner runterfährt bzw. die Internetverbindung
trennt? Dann müßte doch die Verbindung und damit die
Datenübertragung abgebrochen werden, denn m.W. werden die
Dateien nicht bei Kazaa zwischengespeichert, oder irre ich da?
… ergeanzend noch ein anderer Effekt, der im Moment des Abbruchs gerne auftritt:
Angenommen, der Abbruch tritt ein,weil sich jemand,der gerade im Hintergrund etwas herunterlaedt vom Netz getrennt wird (Absturz, Chef, Termin, …)
Dann schwirren im Kazaa / … - Netz immer noch Pakete mit der Ziel-IP dieses Users (User A) herum.
Kurz danach waehlt sich User B, der beim gleiche ISP ist wie User A ins Internet ein.
Er bekommt zufaellig die IP, die User A vorher hatte und bekommt demzufolge jetzt die Kazaa- Dateifragmente.
Da er kein Kazaa laufen hat kommen unbekannte Pakete auf einem unbekannten Port bei ihm an und seine Personal Firewall schlaegt Alarm „Gefaehrlicher Angriff“
da die Frage offensichtlich beantwortet wurde, moechte ich gerne noch eine thematisch passende hinzufuegen: wie finden sich eigentlich zwei filesharer?
Da es nicht auf einzelnen servern basiert kann sich das jeweilige Programm ja nicht an eine zentrale Stelle wenden und von dort eine Liste aller aktuellen filesharer beziehen. Durchprobieren von IP#s scheint mir eine haessliche, wenn auch moegliche Vorgehensweise: weiter unten beziffert jemand die derzeit aktiven Teilnehmer auf 3Millionen. Aber bei ueber 4-Milliarden moeglichen Internetnutzern (IPv4) waere bei zufaelliger Wahl einer Adresse statistisch gesehen ein filesharer unter den ersten ~1400 IP#s.
Haben sich erstmal zwei clients gefunden koennen die ja ihre Listen austauschen und so weiter; die Anzahl der bekannten IP#s wuerde exponentiell steigen. Aber ein Protokoll, was erstmal ueber Tausend ziellose request losschickt wuerde doch IMHO den Wuermern ganz schon Bandbreite klauen, oder? Darueberhinaus waere das System ziemlich leicht kaputt zu machen (von gewissen Leuten, die daran ein wie auch immer begruendetes Interesse haben), indem ein paar Rechner einfach massenhaft falsche IP#s in das Netzwerk einschleusen.
Da es nicht auf einzelnen servern basiert kann sich das
jeweilige Programm ja nicht an eine zentrale Stelle wenden und
von dort eine Liste aller aktuellen filesharer beziehen.
afaik gibts bei kazaa (Fasttrack-Netzwerk) einen Zentralen Server, von dem erhält der Client erstmal eine Liste von Supernodes (clients mit ausreichender Bandbreite/Rechenpower werden als supernode verwendet). Und
Haben sich erstmal zwei clients gefunden koennen die ja ihre
Listen austauschen und so weiter; …
Üblicherweise ist sowas in gewisser Weise immer serverbasiert, und wenn der „Server“ nur dazu dient, ein paar benachbarte Knoten für den Anfang zu liefern.