Hallo,
habe soeben eine mail bekommen, in der ich aufgefordert werde einen FAKE-CHECK zu machen.
Dazu gehört:
**Wer den test machen will, senden mir bitte das bild per mail.
text muss handschriftlich geschrieben sein.
es muss erkennbar sein, dass du den zettel selbst in deiner hand hälst.
folgendes muss auf dem foto erkennbar sein: gesicht, zettel, hand, Arm.
www.xxxxxxxxx.com
„Username“
dann das bild per mail an mich senden!
email: ???@gmail.com**
Was ist hier zu tun?
Einfach Papierkorb und vergessen? Oder kann man sowas irgendwo anzeigen?
Wäre für Tips dankbar.
cu
Zeulino
Oder kann man sowas irgendwo anzeigen?
Ein derartiger Check wird gerne von ‚Nigerianern‘ (-> Nigeria-Connection, Vorschussbetrug http://de.wikipedia.org/wiki/Nigeria-Connection ) verlangt. Dabei soll der Betrüger, also der ‚Nigerianer‘ geködert werden, selbst eine Vorleistung zu erbringen (-> Scam Baiting http://de.wikipedia.org/wiki/Nigeria-Connection#Betr…).
Es steht also zu vermuten, dass ein Scammer deine Mailadresse missbraucht hat und ein Empfänger seiner Scams nun versucht, zurückzuschiessen. Einen derartigen Identitätsmissbrauch kannst du natürlich zur Anzeige bringen - du solltest nur ein paar Dinge bedenken. Zunächst einmal hast du keinen Beleg, dass ein solcher Missbrauch vorliegt. Die Mail läßt diesen Schluß zwar zu, mehr aber auch nicht. Zweitens hast du die Mail nicht vom Betrüger erhalten, sondern von einem Opfer des Betrügers. Um überhaupt irgend einen Beleg in die Hand zu bekommen, bist du auf die dessen bereitwillige Mithilfe angewiesen. Du bist lediglich ein ‚Opfer aus zweiter Hand‘.
Schließlich kannst du ziemlich sicher davon ausgehen, dass selbst dann, wenn du brauchbare Belege in die Hand bekommen solltest, diese mit hoher Wahrscheinlichkeit keine brauchbaren Spuren auf den Scammer beinhalten.
Es mag sinnvoll sein, den Absender in einer ansonsten freundlichen Antwort darauf hinzuweisen, dass er auf eine Adressfälschung hereingefallen ist und ihn aufzufordern, zukünftig in seinen Reaktionen weniger leichtfertig zu handeln. Für eine konkrete Empfehlung müsste man aber die vollständige Mail einschließlich sämtlicher Headerdaten kennen.
HTH
Es mag sinnvoll sein, den Absender in einer ansonsten
freundlichen Antwort darauf hinzuweisen, dass er auf eine
Adressfälschung hereingefallen ist und ihn aufzufordern,
zukünftig in seinen Reaktionen weniger leichtfertig zu
handeln.
Ich würde gar nichts tun, die Mail in den Müll schmeißen und mein Tagwerk fortsetzen.
Stefan
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