eltern und schule
Von: , Frage gestellt am Fr, 10. Mär 2000
...wahrscheinlich ein schon oft diskutiertes Thema! Ich bin Lehrerin in einer österreichischen (Land-)Hauptschule, und nachdem es einige unangenehme Vorfälle mit einem Kollegen(auch Klassenvorstand)gegeben hat, haben die Eltern verständlicherweise protestiert (aus gegebenem Anlass).
Meine Frage an Lehrer und Eltern: Wie ist es an eurer Schule? Inwiefern ist die Einmischung von Eltern erwünscht, erlaubt, geduldet... Wie weit soll/darf sie gehen?
Meine Meinung ist, dass sich Eltern einmischen dürfen sollen, weil es ja ihre Kinder sind, um die es geht, aber den Lehrern zugestehen sollten, dass sie puncto Unterrichtsgestaltung und so vielleicht doch etwas mehr Erfahrung haben. Ich würde einem Bäcker auch nicht sagen, welche Art von Mehl er fürs Brot verwenden und wie lange er es backen soll... Aber viele Eltern könnten sicherlich auch sehr gute Anregungen in die Schule bringen (kommt natürlich auch auf die Art der Schule an).
Immerhin ist Schule ja ein öffentlicher Bereich, in dem es auch zu einem Austausch (so wie in einer Zellmembran) kommen sollte.
Oder haben viele Lehrer Angst vor (berechtigter!) Kritik, weil sie zu sehr auf ihrem fetten Beamtenarsch sitzen und Angst haben, dass sie "wegkritisiert" werden könnten? Wenn "mein" Bäcker kein gutes Brot bäckt, werde ich wahrscheinlich bei ihm keins mehr kaufen...
Eine weitere Kritik von mir ist, dass egal, ob man 20 Jahre lang Unterricht nach dem selben Schema hält oder sich um interessanten, motivierenden Unterricht bemüht, man weder belohnt noch "bestraft" wird noch irgendeine Anerkennung kriegt.
Naja, das ist halt der "Vorteil" vom Beamtentum (wohlgemerkt: ich gehöre auch zu dieser Spezies!)
Aber schön langsam geht mir dieses ganze System schon auf den Zeiger.
Ich bin neugierig auf Rückmeldungen!
Martina
