Mathematik, Schulaufgaben zu schwer?

Von: , Frage gestellt am Mi, 4. Mai 2005

Hallo,

meine Tochter geht in die 8. Klasse eines Gymnasiums, welches im Thema Mathematik sehr viel auf sich hält und aus diesem Grund sehr anspruchsvoll ist (zumindest wird dies gemunkelt).

Nun hat sie in der letzten Schulaufgabe wieder einen Sechser bekommen. Das liegt aber ganz sicher nicht daran, dass sie faul ist oder zu blöd, im Gegenteil, sie ist sehr ergeizig, lernt in der Freizeit und will es wirklich schaffen. Vielmehr wird einfach Stoff drangenommen, der z.T. noch nicht behandelt (und das finde ich eine echte Sauerei)! wurde, oder aber die Zeit ist viel zu knapp bemessen. Sie schafft es nicht einmal mit sehr viel Fleiß auf einen Vierer zu kommen und das müßte doch möglich sein. Wir haben echt schon alles probiert, mit ihr Lernen, Nachhilfe, mit dem Lehrer reden, nichts hat gefruchtet. So langsam verläßt sie die Motivation, denn warum soll ich lernen, wenn es nicht besser wird!
Von der Schule gehen möchte sie aber nicht, weil sie dort sehr gut integriert ist.

Nun sind wir ratlos und ich hoffe, dass ihr vielleicht noch Ideen habt, was wir noch probieren könnten.

Ich bin für hilfreiche Tipps sehr dankbar!

Gruß
Keana

19 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 13 Minuten 0 hilfreich
    kurze Frage...

    Hallo Keana,
    wie ist denn der Notenspiegel der Arbeiten allgemein?

    Gruß Alex [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re: kurze Frage...

      Lass dir den Notenspiegel geben und frag mal die Eltern der anderen Kinder, was sie den für Noten mit nach Hause bringen im Mathe. Vielleicht ist sie einfach mit den neuen Themen überfordert. Ich war bis zum 8 Schuljahr sehr gut in Mathe und dann kamen die richtig schweren Themen und ich habe nichts mehr verstanden. Wenn die Mathearbeiten sehr schlecht in der Klasse ausfallen, muss der Lehrer die Klasse neu schreiben lassen.

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Nein

        Hallo Giullia, mehr verstanden. Wenn die Mathearbeiten sehr schlecht in der
        Klasse ausfallen, muss der Lehrer die Klasse neu schreiben
        lassen.
        das ist eine weit verbreitete falsche Annahme. In der Tat ist es so, wie Orchidee weiter oben geschrieben hat (nach Anhörung der Klasse entscheidet der Schulleiter, ob neu geschrieben wird oder nicht).

        Gruß Alex

  2. Antwort von nach einer Stunde 2 hilfreich
    Re: Mathematik, Schulaufgaben zu schwer?

    Hallo Keana,
    je nach Bundesland gibt es in der Schulordnung einen Paragraphen wo festgelegt ist, wie schlecht eine Klassenarbeit ausfallen darf. Hier in Rheinland-Pfalz muss grundsätzlich eine Arbeit, bei der 1/3 der Schüler oder mehr eine Note schlechter als ausreichend hat, dem Schulleiter vorgelegt werden, der dann nach Anhören der Klasse entscheiden muss ob die Arbeit gewertet oder wiederholt wird. Vielmehr wird einfach Stoff drangenommen, der z.T. noch nicht behandelt
    (und das finde ich eine echte Sauerei)! wurde, oder aber die
    Zeit ist viel zu knapp bemessen.
    Dann müssen ja sicher noch viel mehr Schüler aus ihrer Klasse dieses Problem haben. Stoff, der nicht durchgenommen wurde, darf natürlich nicht in einer Arbeit abgeprüft werden, in diesem Fall wäre ein Gespräch mit der Schulleitung, ggf. mit der Schulaufsicht angebracht. Sie schafft es nicht einmal
    mit sehr viel Fleiß auf einen Vierer zu kommen und das müßte
    doch möglich sein.
    Fleiß allein reicht oft dann nicht aus, wenn das Kind nicht auf der Schulart ist, für die es am besten geeignet ist. Wenn nur sie in Mathe das Problem hat und der Rest der Klasse die Arbeiten zufriedenstellend bewältigen kann, solltest du überlegen, ob sie nicht an einer Realschule glücklicher wäre. Von der Schule gehen möchte sie aber nicht, weil sie dort sehr
    gut integriert ist.

    Das wäre sie vermutlich früher oder später in einer anderen Schule auch und sollte nicht das entscheidende Kriterium für die Wahl der richtigen Laufbahn sein.
    Sicher gibt es an der Schule einen Schullaufbahnberater (hier gibt es den jedenfalls an jedem Gymnasium). Vielleicht sollte sich der mal mit dir und deiner Tochter unterhalten.

    Gruß Orchidee

  3. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Mathematik, Schulaufgaben zu schwer?

    Hallo,

    meine Tochter geht in die 8. Klasse eines Gymnasiums, welches
    im Thema Mathematik sehr viel auf sich hält und aus diesem
    Grund sehr anspruchsvoll ist (zumindest wird dies gemunkelt).
    Sowas wird in der Regel nicht gemunkelt. Gymnasien werben durchaus mit entsprechenden Schwerpunkten. 'Im Geheimen' Wert auf solche anspruchsvolleren Ausbildungen zu legen würde ja wenig Sinn machen.
    Nun sind wir ratlos und ich hoffe, dass ihr vielleicht noch
    Ideen habt, was wir noch probieren könnten.
    Zu allererst mit dem Fachlehrer reden und genau das ansprechen, was Du uns hier geschildert hast ud ihn fragen, wo er dr Gründe sihet, für das schlechte Abschneiden Deiner Tochter. Erst danach lohnen sich weitere Schritte.

    Gruß Maid :-)

  4. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Mathematik, Schulaufgaben zu schwer?

    Hallo Keana,

    einen Rat kann ich Dir hierzu leider nicht geben, aber beim Durchlesen fiel mir ein Leserbrief von der heutigen "Süddeutschen Zeitung" wieder ein. Ein Elternteil schrieb dort, daß ihre Tochter ebenfalls in die 8. Klasse eines Gymnasiums geht und dort ein großer Teil der Klasse in Mathematik einen starken Leistungsabfall hat. Mehrere Eltern suchten darauf hin ein Gespräch mit dem Rektor, der nur lapidar meinte : " Wir müssen halt aussieben !"

    Kein weiterer Kommentar :-(

    Sabine

  5. Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
    Re: Mathematik, Schulaufgaben zu schwer?

    Hallo,

    meine Tochter geht in die 8. Klasse eines Gymnasiums, welches
    im Thema Mathematik sehr viel auf sich hält und aus diesem
    Grund sehr anspruchsvoll ist
    Die Schule mag sich gerne etwas auf ihren Ruf einbilden. An den Lehrplänen und Richtlinien kommt sie jedoch nicht vorbei. Denn die sind allgemeinverbindlich. Selbsternannte Eliteschulen mit höherem Anforderungsniveau gibt es bei uns nicht.
    Besorgen Sie sich also Lehrpläne und Richtlinien, z. B. in der Schule selbst!

    ; Vielmehr wird einfach Stoff drangenommen, der z.T. noch nicht behandelt wurde
    Das geht nicht. Sind Sie sicher? Sagen andere Eltern ähnliches? Machen Sie sich kundig, ob das, was Ihre Tochter erzählt, den Tatsachen entspricht. Erster (und leider zuweilen einziger) Beleg ist der Klassenbucheintrag des Lehrers über durchgenommenen Stoff. Das Klassenbuch muß Ihnen zur Wahrnehmung Ihrer Rechte zugänglich gemacht werden. Zeit ist viel zu knapp bemessen.
    Lassen Sie einen anderen Mathematik-Lehrer die Zeitbemessung beurteilen. Nachhilfe, mit dem Lehrer reden, nichts hat
    gefruchtet.
    Natürlich nicht, wenn die Anforderungen nicht angemessen sind. Halten Sie sich an "orchidees" Vorschlag, die Schulaufsicht anzurufen. Telefonnummer hat das Sekretariat der Schule. Mit der Information von dort können Sie dann den Schulleiter aufsuchen, der eigentlich die erste Anlaufadresse ist. Von der Schule gehen möchte sie aber nicht, weil sie dort sehr
    gut integriert ist.
    Warum auch? An der nächsten Schule kann wieder so ein selbsternannter Einstein sein Unwesen treiben. Dann war alles für die Katz.

    Suchen Sie unbedingt den Kontakt mit anderen Eltern! Ihr allererster Kontakt sollte der Klassenpflegschaftsvorsitzende sein, also der gewählte Elternvertreter. Alleine weiterzukämpfen macht hier überhaupt keinen Sinn.


    Jo Perrey (Ex-Gymnasiallehrer und Gutachter für Englisch)
    Für Rückfragen: 0231 9128539

    • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: Mathematik, Schulaufgaben zu schwer?

      Hallo Jo,

      ich muss dir hier in einem Punkt widersprechen. Die Schule mag sich gerne etwas auf ihren Ruf einbilden. An
      den Lehrplänen und Richtlinien kommt sie jedoch nicht vorbei.
      Denn die sind allgemeinverbindlich. Selbsternannte
      Eliteschulen mit höherem Anforderungsniveau gibt es bei uns
      nicht.
      So ganz stimmt es nicht, wenn ich deine Aussage richtig verstanden habe. Es gibt durchaus Schulen, die ein bestimmtes Profil haben, welches sich in den Lehrplänen manifestiert. Ich selbst war nämlich auf einer solchen Schule. Dort wurden die Profilfächer auf Kosten einiger anderer Fächer bei einer höheren Stundenzahl als an "normalen" Gymnasien unterrichtet. Die Schule besitzt dafür einen sog. Ergänzungsplan.

      Hier ein Zitat von der Schulhomepage:

      "Bereits seit Mitte der 60er Jahre erhalten die Schüler an der Heinrich-Hertz-Schule eine sowohl erweiterte als auch vertiefende mathematische Ausbildung, gemessen an den allgemeingültigen Lehr- bzw. Rahmenplänen für den Mathematikunterricht.

      Diese verstärkte Ausbildung im Fach Mathematik erfolgte im Laufe der Jahre mit unterschiedlichen Inhalten und in verschiedenen Organisationsformen.

      Auch heute ist es unser Ziel, für interessierte Schüler einen Mathematikunterricht zu gestalten, welcher ihre Fähigkeiten herausfordert, vertieft und erweitert. Dazu gibt es seit dem Schuljahr 2001/2002 in der Kursphase ein spezielles Angebot.

      Die Grundlagen für die spezielle Förderung der Schüler der Sekundarstufe I (7.-10. Klasse)bilden der gültige Rahmenplan für das Fach Mathematik des Landes Berlin und ein vom Berliner Senat genehmigter Ergänzungsplan für den Mathematikunterricht an der Heinrich-Hertz-Oberschule."

      Quelle: http://www.heinrich-hertz-schule.de/homepageag/fachb...

      Damit möchte ich allerdings nicht sagen, dass die Tochter der Fragestellerin ebenfalls auf einer Schule mit einem Mathematik-Ergänzungsplan ist - das kann ich nicht beurteilen. Ich kann nur sagen, dass es nicht stimmt, dass sich alle Schulen ausnahmslos an die vorgegebenen Rahmenpläne des Bundeslandes halten müssen, sondern durchaus auch Zusatzleistungen verlangt werden können. Dies muss aber natürlich vom Land genehmigt werden.

      Grüße,
      Anja

    • Antwort von nach 5 Tagen 1 hilfreich
      Re^2: Mathematik, Schulaufgaben zu schwer?

      Hallo Jo, Die Schule mag sich gerne etwas auf ihren Ruf einbilden. An
      den Lehrplänen und Richtlinien kommt sie jedoch nicht vorbei.
      Denn die sind allgemeinverbindlich. Selbsternannte
      Eliteschulen mit höherem Anforderungsniveau gibt es bei uns
      nicht.
      Besorgen Sie sich also Lehrpläne und Richtlinien, z. B. in der
      Schule selbst!
      Sie wissen sicherlich selbst, dass RL und LP einer sehr großen Dehnfähigkeit unterliegen. Bei dem einen Lehrer ist Mathematik äußerst "einfach", beim anderen sehr schwierig, obwohl beide sich an die Vorgaben halten.
      Meiner Ansicht nach bringt es wenig, die Schüler mit zu einfachen Dingen zu konfrontieren, das merken die spätestens nachdem sie die Schule verlassen haben bzw. sie in der Oberstufe auf zu schwierigen Stoff treffen.
      Zu schwierig darf es natürlich auch nicht sein. Aber, meine Meinung, Leistung, Wille und Fleiß müssen sich lohnen! Die, die faul sind und absolut kein Interesse haben, müssen dafür auch die entsprechende (gerechte) Zensur bekommen.
      Freue mich schon auf Antworten,
      Aragorn



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