Englisch für mein Kind

Von: , Frage gestellt am Do, 26. Mai 2005

Hallo,

unsere Tochter ist jetzt 7 Monate alt und mich würde gerne interessieren, ab wann es sinnvoll ist mit dem Kind nicht nur deutsch sondern auch z.B. englisch zu sprechen.

Mir wäre es schon sehr wichtig das Kind mit 2 Sprachen aufzuziehen. Ich und meine Mutter sprechen sehr gut englisch. Kinderbücher in englisch sind auch schon vorhanden.

Gibt es da Erfahrungswerte? Wie sollten wir an die Sache rangehen? Wer kennt positive Beispiele?

MfG

Jens

13 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 33 Minuten 0 hilfreich
    Re: English for your child

    Hi, Jens!
    Es ist heutzutage üblich, zwei Sprachen gleichzeitig zu sprechen. Dein Kind wird automatisch Interesse an Englisch zeigen. Es will schließlich wissen, was die Engländer und Amerikaner singen. Allerdings wird es sich auch später über deutsche Dolmetscher ärgern, wenn sie amerikanische Schauspieler nicht ausreden lassen können.
    So, have a nice holiday, and take care!
    FJ

  2. Antwort von nach einer Stunde 3 hilfreich
    Re: Englisch für mein Kind

    Hi Kossi,

    ja und nein ;-) Einerseits ist's wohl inzwischen ziemlich bekannt, dass man nie mehr so leicht eine Sprache lernt wie in den ersten paar Lebensjahren. Andererseits kommt's natürlich drauf an wie gut Dein "sehr gut" ist, da das Kind natürlich auch alle Deine Fehler in Wortwahl, Grammatik und Aussprache gnadenlos übernehmen wird. Abwägen wie hoch der potentielle Nutzen gegenüber den potentiellen Schaden ist kannst nur Du selber. Denn derart eingeschliffene Fehler sind sehr, sehr schwer rauszukriegen...

    Generell hab ich mal gelernt, dass es wichtig ist, dass für das Kind eine klare Trennung zwischen den Sprachen herrscht. Sei es "Mama englisch, Papa deutsch" oder "bei den Mahlzeiten altgriechisch" oder "eine Stunde vor dem Schlafengehen nur französisch". Trotzem passiert's natürlich schon, dass kind mal die Wörter durcheinanderwirft und das Sprechen (und später lesen und schreiben!) verzögert sind... Gibt es da Erfahrungswerte? Wie sollten wir an die Sache
    rangehen? Wer kennt positive Beispiele?
    Also wenn Ihr keine Muttersprachler seid würde ich sagen: Pfoten weg! Nehmt Euch von mir aus ein Au-Pair-Mädel, das in seiner Muttersprache mit dem Kind redet oder einen Studenten der dreimal in der Woche kommt oder sonstwas. Aber solange Euer englisch nicht nahezu 100% ist würd ich das bleiben lassen ;-) Zudem gibt's ja zunehmend Kurse für Kinder-Englisch etc. - aber auch das sollte von nem Muttersprachler gegeben werden. Oder Euer Kind kommt dann in nen englischsprachigen Kindergarten/Schule.

    *wink*

    Petzi

    • Antwort von nach 2 Stunden 1 hilfreich
      Re^2: Englisch für mein Kind

      Hi Kossi, hi Petzi,
      ja und nein ;-) Einerseits ist's wohl inzwischen ziemlich
      bekannt, dass man nie mehr so leicht eine Sprache lernt wie in
      den ersten paar Lebensjahren. Andererseits kommt's natürlich
      drauf an wie gut Dein "sehr gut" ist, da das Kind natürlich
      auch alle Deine Fehler in Wortwahl, Grammatik und Aussprache
      gnadenlos übernehmen wird. Abwägen wie hoch der potentielle
      Nutzen gegenüber den potentiellen Schaden ist kannst nur Du
      selber. Denn derart eingeschliffene Fehler sind sehr, sehr
      schwer rauszukriegen...
      Die meisten Kinder (zumindest die unter drei), die
      ich kenne, verweigern auch schlicht eine Sprache zu akzeptieren,
      wenn der Sprecher nicht Muttersprachler ist. D.h. in der
      Praxis, man kann sich den Mund auf Englisch franzlig
      reden, das Kind wird die Sprache allenfalls
      passiv akzeptieren, aber nicht aktiv
      lernen, wenn es weiss, dass die Mama (oder wer auch immer)
      sonst mit anderen Leuten deutsch spricht. Spaeter moegen
      sie es als "Sprachunterricht" angehn lassen, aber das ist
      etwas anderes, als zweisprachig aufzuwachsen. Generell hab ich mal gelernt, dass es wichtig ist, dass für
      das Kind eine klare Trennung zwischen den Sprachen herrscht.
      Sei es "Mama englisch, Papa deutsch" oder "bei den Mahlzeiten
      altgriechisch" oder "eine Stunde vor dem Schlafengehen nur
      französisch". Trotzem passiert's natürlich schon, dass kind
      mal die Wörter durcheinanderwirft und das Sprechen (und später
      lesen und schreiben!) verzögert sind...

      Das Kind trennt so gut wie die, die es ihm vorsprechen.
      Auch bei unterschiedlich sprechenden Eltern ist vor allen
      Dingen wichtig, dass die Erwachsenen die Sprachen nicht
      in den Saetzen mischen (Beispielsatz aus einem deutschen
      Aufsatz: "Der Lion ist durch den Ring gejumpt." Lehrer war
      ein Freund meinerseits, der grosse Muehe hatte, den Eltern
      (ex-deutsch) zu erklaeren, warum der Satz falsch war.) Gibt es da Erfahrungswerte? Wie sollten wir an die Sache
      rangehen? Wer kennt positive Beispiele?
      Positive Beispiele nur, wenn entweder die Eltern unterschiedliche
      Muttersprachler sind, oder ein z.B. deutschsprachiges Ehepaar
      in einer englischsprachigen Umgebung lebt, die Fremdsprache
      also sozusagen ausser Haus gelernt wird [auf dem Spielplatz,
      nicht im Unterricht], aber nicht unbedingt nur ausser Haus
      gesprochen wird.

      Gruesse
      Elke

  3. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Englisch für mein Kind

    Hallo die Damen und Herren.
    (engl. Hello Ladies and Gentlemen)

    (oT: gentle heisst im Deutschen doch 'soft'. Also Gentleman = Softmann (eher Softie)? )
    Okay, zum Thema Mehrsprachigkeit einige hoffentlich interessante Berichte:
    http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=241855
    http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=150391
    http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=238451
    ...und nicht zu vergessen: http://www.nature.com/news/index.html & http://www.spoton.de/ (both in english ;-) )

    HTH
    mfg M.L.

    • Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: gentle

      (engl. Hello Ladies and Gentlemen)
      kind, mild, and calm - nothing else
      Have a nice holiday
      FJ

  4. Antwort von nach 7 Stunden 1 hilfreich
    Re: Englisch für mein Kind

    Hallo,

    unsere Tochter ist jetzt 7 Monate alt
    Warum laßt Ihr Euer Kind nicht einfach in Ruhe? 7 Monate - mein Gott!! Angst vor schulischen Anforderungen? Das stinkt zum Himmel. Kümmert Euch lieber um Überforderung, wenn es dann soweit ist. An der Schule nämlich.

    Ansonsten haben Petzi und eclastic recht. Nur Muttersprachler werden von Kindern akzeptiert, und zwar separat in der ihnen eigenen Sprache. Wenn Deutsch-Mammi englisch spricht, schaltet Kind ab. Auf deutsch: die Sprache ist an das Elternteil gekoppelt. Unwiederbringlich.
    Alles andere ist Mumpitz und Amateurzeugs.

    jo perrey (Ex-Gym-Sprachlehrer Englisch)

  5. Antwort von nach 17 Stunden 4 hilfreich
    Bilingual

    Hallo Jens,

    ich bezweifle nicht, dass du gut Englisch sprichst... jedoch macht eine sogenannte bilinguale Erziehung nur dann richtig Sinn, wenn einer von euch native speaker ist! Dann bekommt das Kind die Sprache praktisch in den Schoss gelegt.

    Ich möchte euch nicht in eure Erziehung reinsprechen - dafür seid ihr verantwortlich. Ihr solltet euch aber überlegen, was ihr wirklich wollt: ein Kind, dass sich natürlich entwickelt oder einen, überspitzt gesagt, "dressierten Affen"! So einen habe ich nämlich jetzt in der Klasse :-) Das Kind ist nur auf der kognitiven Ebene gefördert worden, die motorische und soziale Ebene wurde schön vernachlässigt... mit dem Ergebnis, dass es zwar lesen, rechnen, schreiben kann, aber in den anderen Bereichen völlig unterentwickelt ist. Das Kind hatte nie die Chance gehabt, Kind zu sein.

    Jens, lass deine Tochter erst einmal Kind werden :-)))

    Mit lieben Grüssen

    Matthias

  6. Antwort von nach 17 Stunden 0 hilfreich
    Re: Englisch für mein Kind

    Es gibt mittlerweile so viele Kinder, die noch nicht einmal mehr vernünftiges deutsch sprechen können. Ihr solltet euer Kind erst im Deutschen gut fördern ( was helfen einem später zwei Sprachen, von denen keine wirklich gut gesprochen wird ). wie schon erwähnt wird das Interesse am Englisch von ganz alleine kommen.

  7. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Englisch für mein Kind

    Hallo,

    stellvertretend für alle Artikel möchte ich mich bei euch bedanken. Ich habe da einige Sachen vergessen zu erwähnen. Meine Mutter ist native speaker in english. Ich hatte ihr auch in erster Linie die Rolle angedacht, da sie ein mal in der Woche auf die Kleine aufpaßt. Ich werde da nur ergänzen.

    Meine Mutter ist übrigens dreisprachig aufgewachsen und den Unterschied hört keiner heraus.

    MfG

    Jens



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