4. Klasse Versetzung gefährdet

Von: , Frage gestellt am Fr, 3. Jun 2005

Hallo,

meine Tochter hat nun auch die letzten beiden Deutscharbeiten gründlich versemmelt. Besonders die 6 im Diktat hat mich geschockt, hatte ich doch alles mit ihr gelernt. Sie kommt beim Diktat in der Schule nicht mit dem Tempo zurecht.
Mal die Frage, da ich Montag zur Schule muß wegen der Gesamtdeutschnote.
Kann ein Kind der 4. Klasse sitzenbleiben, wenn ich es nicht möchte ?
Ich meine, gehört zu haben, das in der Grundschule, die Eltern mit einer
Zurückstellung einverstanden sein müssen. Es war weder eine Versetzungsgefährdung im Halbjahreszeugnis vermerkt, noch gab es einen
" Blauen Brief". Meine Tochter möchte an dieser Schule keinen Tag länger als nötig bleiben und würde es eher vorziehen, die 5 Klasse der Hauptschule bei Bedarf dann zu wiederholen. Hat da jemand Erfahrungen gemacht, ob auch bei Nichterreichen des Klassenzieles der Übergang in die weiterführende Schule
möglich ist ?

14 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: 4. Klasse Versetzung gefährdet

    Hallo!
    Hier in meinem "Dorf" ist es so,daß die 4.Klasse(außer unter ganz extremen Umständen)nicht wiederholt werden kann.
    Welche weiterführende Schule infrage kommt,wird anhand des Notendurchschnitts der Hauptfächer errechnet und dann wird eine Grundschulempfehlung ausgesprochen.
    Mein Bundesland ist Baden-Württemberg.
    Gruß
    Andrea [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: 4. Klasse Versetzung gefährdet

      Ich komme aus NRW. Will ja hoffen das sie es noch packt.
      Deutschnote wird wohl eine 5, Mathe steht noch nicht fest, weil heute noch eine Arbeit geschrieben wurde, schätze mal 4, Sachkunde 3- 4, weil sie die Radfahrprüfung verweigert. Sie fährt nämlich überhaupt kein Rad. Sonst hätte sie in dem Fach eine 2. Musik hatte sie immer eine 1 nur letztes Jahr eine 3,
      also eher die 3, weil sie uns sicher einen wegen dem Radfahren reinwürgen.
      Sport 4, Religon wird wohl eine 3, Kunst 2, ach ja und Hauptschulempfehlung.
      Unsere Hauptschule ist aber auch echt Klasse.
      Die Kleine will auch auf keinen Fall da bleiben. Heute großes Geheule,
      das sie schon vor jeder Arbeit immer dran denken muß, das sie die wieder verhaut. Das Kind macht sich ja schon selber fertig. Ich versuche sie ja schon immer aufzubauen, aber sie gibt sich Mühe und es klappt einfach nicht.
      Ich habe ja vermutet das sie eine Lernschwäche oder Legasteniker ist, aber die Lehrerin verneint das. Ja was ist es denn dann. Nach den Ferien laß ich sie mal beim Schulpsychologen daraufhin testen.

      • Antwort von nach 17 Stunden 3 hilfreich
        Re^3: 4. Klasse Versetzung gefährdet

        Hallo weelah,

        grundsätzlich rein rechtlich ist es ja so, dass ein Kind dann die Klasse wiederholen muss, wenn der Notenschnitt dies so fordert... mach dich doch mal schlau, welche Regelungen es da in NRW gibt.

        Zu "eurem" Problem:

        Ich würde mir mal zu folgenden Sachen Gedanken machen:

        - Wenn du deine Tochter wiederholen lassen würdest, bekäme sie noch einmal die Chance, sich richtig hinter ihre Mangelfächer zu klemmen und daran zu arbeiten. Es gibt ja auch so etwas wie Nachhilfe... Lehramtsstudenten machen das manchmal sehr gerne :-)))

        - Eine Repetition zieht meist auch einen Lehrerwechsel mit... vielleicht "läuft" es unter dem anderen Lehrer besser...

        - Die Idee, einen Schulpsychologen heranzuziehen, finde ich gut... ich weiss aber nicht, wie ausgebucht der ist (unser SP ist
        ziemlich "voll").

        - Wenn sie auf die Hauptschule kommt, werden die Probleme eventuell nicht "automatisch" verschwinden, egal wie "toll die Hauptschule" ist. Im Gegenteil: Die Fülle des Stoffes wird grösser; auf vielem, was sie in der Grundschule gelernt hat, bzw. was Grundschulstoff war, wird aufgebaut. Und wenn deine Tochter in gewissen Bereichen die Lernziele nicht erreicht hat, dann wird sie in genau diesen Bereichen auch in der Hauptschule Schwierigkeiten haben.

        - Möglich, dass bei deiner Tochter die eigentlichen Probleme tiefer sitzen. Hast du solche Lernprobleme bei ihr schon früher festgestellt? Die Kleine will auch auf keinen Fall da bleiben. Heute großes
        Geheule,das sie schon vor jeder Arbeit immer dran denken muß, das sie
        die wieder verhaut. Das Kind macht sich ja schon selber
        fertig.
        Das hört sich verdächtig nach mangelndem Selbstvertrauen und Versagensängsten an.
        Ich würde auf alle Fälle den Schulpsychologen einschalten... Ich versuche sie ja schon immer aufzubauen, aber sie
        gibt sich Mühe und es klappt einfach nicht.
        Wie versuchst du das "Aufbauen"?

        Wie fühlt sich sie sich eigentlich in der Klasse? Hat sie Freunde, mit denen sie lernen kann?

        Ich kann recht gut nachvollziehen, wie schwierig die Situation für deine Tochter und dich ist. Du willst das beste für sie. Du musst nur abwägen, welche "Aktion" welche Folgen hat...

        Lässt du sie wiederholen, hätte sie die Chance, in einer anderen Lernumgebung (Klasse, Lehrer) ihr Mängel in den Griff zu bekommen - natürlich auch mit Hilfe von aussen.

        Lässt du sie weitermachen, können sich die Probleme angesichts der Stofffülle vergrössern; es könnte aber auch sein, dass deine Tochter dann plötzlich leistungsmässig einen Schub macht.

        In jedem Fall ist es wichtig, dass ihr euch Hilfe von aussen holt.

        Alles Gute für euch.

        Grüsse

        Matthias

        • Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: 4. Klasse Versetzung gefährdet

          Die Probleme sind auch hausgemacht. Sie hattte gleich mit einem
          Lehrer einen schlechten Start, der die Meinung vertrat , das es
          schade ist, das die Prügelstrafe abgeschafft wurde. Dementsprechen
          hat er die Schüler auch gedemütigt.
          Also Klassenwechsel mitten im zweiten Schuljahr.
          Lief auch erstmal gut. Nann kam PISA und auf einmal
          wurde dermaßen das Leistungsniveau angezogen. Viele verschlechterten sich rapid.
          Wobei zum Erstaunen der Lehrerin meine Tochter bei der
          Lehrstandserhebung ( PISA) in fast allen Bereichen, zu
          dem Besten gehörte. Sie war auch die einzige " Ausreißerin " der Klasse.
          Die Förderungen, wie LRS ( Lese- Rechtschreib- Schwach) - Kurse wurden zu Begin
          des 4. Schuljahres eingestellt. Da trat auch die Verschlechterung ein.

          Förderung durch z.B Reichtschreibkarten, die erarbeitet werden müssen,
          finden nicht statt. Die haben z.B meinem Sohn doch sehr geholfen.
          In der Hauptschule hingegen finden nachmittags Förderkurse statt und
          einige Lehrer kümmern sich aktiv in ihrer Freizeit unentgeldlich
          um leistungsschwache Kinder, wenn sie lernwillig sind.
          Es geht mir ja nicht drum, das meine Tochter nur ein Jahr wiederholen muß.
          Nur passiert in der schule von der Förderung rein gar nichts.
          Bisher ist ja auch nur das Fach Deutsch betroffen.
          Nächste Woche weiß ich auch mehr. ich wollte es nur vorab mal wissen.
          Die Fahrkarte für die weiterführende hab ich ja zum Glück noch nicht bestellt.

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^5: 4. Klasse Versetzung gefährdet

            Hallo weelah,

            ich habe eine Frage, die mir während des Lesens deiner Beiträge aufgefallen ist. Sie scheint nichts mit dem eigentlichen Problem zu tun zu haben, könnte aber eventuell auch damit zusammen hängen.

            Meine Frage ist, warum deine Tochter kein Fahrrad fährt?

            Gruß

            Phoebe

            • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
              Re^6: 4. Klasse Versetzung gefährdet

              @ Abu,
              die Lehrstandserhebung wurde auch in den 4 ten Klassen durchgeführt.

              @ Phoebe
              Warum meine Tochter kein Rad fährt ? Vielleicht weil im bergischen Land wohnen.
              Sie hat Probleme mit dem Gefälle. Die Lehrerin wollte sie letztes Jahr bei
              Fahrtrainig wohl dazu bringen einen steilen Berg hinabzufahren. Das muß wohl
              so unglücklich gewesen sein - ich meine damit für ihre Psyche - runtergefahren ist sie da nämlich nicht. Am Ende des Berges hätte sie eine scharfe Kuve fahren müssen, denn da stand ein Schuppen.
              Danach hat sie jegliche weiteren Fahrübungen daheim verweigert. Aus dem
              Rad von damals ist sie längst rausgewachsen und warum ein Neues kaufen ?
              Wenn sie eines Tages radeln will, bekommt sie ein Rad.

              Die Theorie beherrscht sie jedenfalls gut und daran wird sie auch teilnehmen.
              Übrigens lehnt der Polizist es eh ab, unerfahrene Kinder zur Prüfung zuzulassen.


              Nur wenn es in die Note mit einfießt fällt ein Ausgleichsfach weg. Das ist das
              Problem. Sie will auf keinen Fall an der Schule bleiben.

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Fragen aus A:

            Hallo! Wobei zum Erstaunen der Lehrerin meine Tochter bei der
            Lehrstandserhebung ( PISA)
            Lehrstandserhebung - PISA ???

            Die PISA - Erhebungen werden doch nicht in der Grundschule gemacht, sondern in den Schulen der 15- und 16jährigen.
            Oder schlägt die allgemeine PISA-Panik schon auf die Grundschulen durch?

            Und noch eine Frage zur Radfahrprüfung: Ist die in D verpflichtend? Total unverständlich ist mir auch, dass das Ergebnis die SU-Note beeinflussen soll...
            In Österreich ist die Fahrradprüfung freiwillig, die Kinder werden vom Klassenlehrer im Rahmen der Verkehrserziehung ( verbindliche Übung) in der Theorie darauf vorbereitet, tolle Unterlagen dazu bekommen wir vom ÖJRK (Österr. Jugendrotkreuz), für die praktische Übung sind die Eltern zuständig, die Prüfung wird dann von dafür geschulten Polizeibeamten abgenommen.
            Für die SU-Note ist das Ergebnis nicht relevant!

            abu

            • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
              Zu Frage 3:

              Hi Abu, Und noch eine Frage zur Radfahrprüfung: Ist die in D
              verpflichtend?
              ob wirklich verpflichtend weiss ich nicht, aber "moralisch verpflichtend" in jedem Fall. Total unverständlich ist mir auch, dass das
              Ergebnis die SU-Note beeinflussen soll...
              Ist's mir auch - aber war bei uns genauso. Und zwar nicht nur in Einzelfällen sondern wirklich generell und um eine ganze Note rauf oder runter. zuständig, die Prüfung wird dann von dafür geschulten
              Polizeibeamten abgenommen.
              DAS war bei mir auch so ;-) Wat hab ich mich gefürchtet vor dem Polizisten *kicher*

              *wink*

              Petzi

            • Antwort von nach 3 Tagen 1 hilfreich
              Re: Zu Frage 3:

              Hallo Petzi! ob wirklich verpflichtend weiss ich nicht, aber "moralisch
              verpflichtend" in jedem Fall.
              Es gab an unsrer Schule noch nie ein Kind, das sich nicht daran beteiligt hätte. (Und außerdem steht unser Dorf radfahrmäßig hoch im Kurs: Die http://www.bike-transalp.de/ macht auch heuer wieder hier Station) Total unverständlich ist mir auch, dass das
              Ergebnis die SU-Note beeinflussen soll...
              Ist's mir auch - aber war bei uns genauso. Und zwar nicht nur
              in Einzelfällen sondern wirklich generell und um eine ganze
              Note rauf oder runter.
              Das ist ja "echt krass!"
              Bei uns bekommen die Kinder einen mit Foto versehenem, von der Bezirkshauptmannschaft (die Behörde, die auch die Führerscheine ausstellt) bestätigten Fahrausweis, also echt und ganz amtlich! zuständig, die Prüfung wird dann von dafür geschulten
              Polizeibeamten abgenommen.
              DAS war bei mir auch so ;-) Wat hab ich mich gefürchtet vor
              dem Polizisten *kicher*
              Den/die Polizisten lernen die Kinder schon bei der praktischen "Probeprüfung" kennen, einer davon ist meistens der, der uns durch alle vier Grundschuljahre im Rahmen der Verkehrserziehung begleitet.
              So gesehen haben die Kinder keinen Stress; und auch sonst nicht.... kommt immer drauf an, wie man's aufzieht.

              Ich meld mich mal...
              Helene ;-)



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