Einschulung...hoher Ausländeranteil...

Von: , Frage gestellt am Mo, 16. Jul 2001

Mich interessiert Eure Meinung:


Würdet Ihr Euer Kind in eine Schule einschulen, in der der Ausländeranteil in der Klasse ca. 50% betragen wird?

Wo es aus vergangenen Jahren bekannt ist, daß der Lehrplan nicht eingehalten werden kann, weil viele ausländische Kinder nicht mal die deutsche Sprache beherrschen!

Das würde mich mal interessieren!

J.

17 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Einschulung...hoher Ausländeranteil...

    Hallo und guten Tag,
    die Antwort gibst Du Dir ja selbst. Wenn der Lehrplan nicht eingehalten werden kann, dann sollte man es nicht tun.

    Aber: ist dem so? Daß der Lehrplan nicht eingehalten werden konnte, und daß dies an dem hohen Ausländeranteil liegt, sollte als Behauptung erst mal überprüft werden.

    Ansonsten finde ich die Auseinandersetzung mit uns Monstern nichtdeutscher Herkunft nicht unbedingt schädlich - evtl. regt sie ja auch zum Nachdenken an.

    Gruß

    auch J.

    • Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Einschulung...hoher Ausländeranteil...

      Hallo!
      Meine Tochter hat auch eine Schule besucht, die einen hohen
      Ausländeranteil hat. Ob das allerdings mit der Nichteinhaltung
      des Lehrplanes so viel zu tun hatte, glaub ich nicht. Sie ging
      z. B. auch ein Jahr in Schweden "als Ausländerin" zu Schule.
      Dort wurde sprachlicher Zusatzunterricht angeboten und sie
      hat es innerhalb kürzester Zeit geschafft, sich am normalen
      Unterricht beteiligen zu können. Außerdem hat es ihr viel Freude
      gemacht, ihren Mitschülern zu berichten, wie das Leben, Schule
      etc. hier in Deutschland verläuft. Die Lehrer dort fanden ihre
      Anwesenheit willkommen und bereichernd.
      Ich denke, man kann über das Schulsystem an sich diskutieren,
      aber nicht darüber, welcher Herkunft die Kinder sind.
      Liebe Grüße!

  2. Antwort von nach 13 Stunden 3 hilfreich
    Re: Einschulung...hoher Ausländeranteil...

    Hallo J. Wo es aus vergangenen Jahren bekannt ist, daß der Lehrplan
    nicht eingehalten werden kann, weil viele ausländische Kinder
    nicht mal die deutsche Sprache beherrschen!

    So brutal es klingt, ich würde es nicht. Zunächst einmal ist dies den Kinder mit ausländichen Eltern gegenüber unfair, denn wie sollen sie die deutsche Sprache in akkzeptablen Maß lernen, wenn sie nicht in einer Umgebung aufwachsen, in der diese Sprache die Norm darstellt.
    Das sogenannte Kanaak-Deutsch ist zwar momentan sehr populär, besonders im Comedy-Bereich, aber für den späteren Lebenslauf nicht unbedingt vorteilhaft.

    Deinem Kind tust du damit nichts gutes. Entweder es integriert sich in die entsprechenden Jugendgruppen (Gangs), die sich dort bilden und übernimmt die entsprechenden Werte, oder es wird Opfer.
    Als "deutscher" kann es für dein Kind sehr unangenehm werden.
    Beleidungen, Drangsalierungen, Schutzgeldzahlungen und Mißhandlungen kommen zu häufig vor.

    Gruß
    Carlos
    J.

    • Antwort von nach 14 Stunden 1 hilfreich
      Re^2: Vergiß nicht die Drogen!

      Hey, Deinem Kind tust du damit nichts gutes. Entweder es integriert
      sich in die entsprechenden Jugendgruppen (Gangs), die sich
      dort bilden und übernimmt die entsprechenden Werte, oder es
      wird Opfer.
      Als "deutscher" kann es für dein Kind sehr unangenehm werden.
      Beleidungen, Drangsalierungen, Schutzgeldzahlungen und
      Mißhandlungen kommen zu häufig vor.
      Jawoll. Und Drogen, sexuelle Übergriffe und shlußendlich Totschlag oder gar Überfremdung.

      Mal langsam: soweit ich es verstanden habe, sprach Jediritter von einer Schule mit hohem Ausländeranteil. Die Kombination mit Kriminellem entstammt nur aus Deinem Kopf bzw. aus gängigen Klischees. Die Diskussion um die Kriminalitätstrate bei Ausländern hatten wir im Politikbrett vor ein paar Monaten!

      Und wenn es Dir nicht paßt, dann schicke ich Dir meine Gang, die schlagen Disch Krankehaus!

      Gruß

      J.

      • Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Vergiß nicht die Drogen!

        Hallo José, Mal langsam: soweit ich es verstanden habe, sprach Jediritter
        von einer Schule mit hohem Ausländeranteil. Die Kombination
        mit Kriminellem entstammt nur aus Deinem Kopf bzw. aus
        gängigen Klischees. Die Diskussion um die Kriminalitätstrate
        bei Ausländern hatten wir im Politikbrett vor ein paar
        Monaten!
        Wir wollen mal nicht übertreiben. Ich spreche nicht von Kriminalität, sondern von der manschmal handfesten Diskriminierung, wie sie von Schülern ausländischer Herkunft gegenüber Schülern deutscher Herkunft ausgeübt wird.

        Diese Diskriminierung findest du in Frankfurt, wo du wohnst, vor allem an den Hauptschulen.

        Ich rate einfach mal, dass du nicht im Gallusviertel wohnst.
        Würdest du dort deine Kinder zur Schule gehen lassen?
        Würdest du zulassen, dass deine Kinder dort alleine hingehen, um Freunde zu besuchen?

        Und wenn du hier sagen würdest "Na klar", will ich nicht wissen, was deine Frau sagen würde.

        Gruß
        Carlos

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Vergiß nicht die Drogen!

          Hi, Diese Diskriminierung findest du in Frankfurt, wo du wohnst,
          vor allem an den Hauptschulen.
          Das kann sein. Ich habe keine Zahlen, bei mir um die Ecke sind zwei Schulen, die Zusammensetzung scheint ziemlich gemischt zu sein. Ich rate einfach mal, dass du nicht im Gallusviertel wohnst.
          Das stimmt, ich wohne im Dornbusch. Würdest du dort deine Kinder zur Schule gehen lassen?
          Würdest du zulassen, dass deine Kinder dort alleine
          hingehen, um Freunde zu besuchen?
          Hmmm. Die Frage dann ist, ob ich meine Kinder dort wohnen lassen würde, bzw. ob ich dann nicht umziehen würde. Ich glaube, man kann nicht in einem Stadtviertel wohnen und sich dort heraushalten (keine Schule, keine Freunde besuchen). Und ich glaube durchaus, daß es dort möglich ist, ein friedliches Leben in so einem Viertel zu führen. Früher haben wir in der Offenbacher Stadtmitte gewohnt, also vergleichbar mit dem Gallusviertel. Wir sind weggezogen, aber eher wegen Platzmangel als wegen Problemen mit den Nachbarn.

          Man muß sich vergegenwärtigen, daß der Ärger in den Problemvierteln ja nicht unbedingt nach außen schlägt, d.h., wenn man sich mit den Leuten nicht anlegt, lassen sie einem in Ruhe. Berührungsängste habe ich nicht, schließlich war ich während meines Studiums 3 Jahre als Taxifahrer unterwegs - hauptsächlich nachts. Und wenn du hier sagen würdest "Na klar", will ich nicht
          wissen, was deine Frau sagen würde.
          Meine Frau teilt meine Meinung in diesem Punkt. Unsere Kinder gehen allein auf die Straße, sie selbst fährt mit dem Fahrrad z.B. in den Gallusviertel zum Tanzen...

          Was ich aber sagen wollte ist, daß Du vom hohen Ausländeranteil gleich auf den Gallusviertel kamst. Das muß ja nicht sein, beide Themen haben häufig die gleichen Ursachen, sind aber nicht automatisch miteinander verzahnt.

          Gruß

          J.

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^5: Vergiß nicht die Drogen!

            Hallo José, Was ich aber sagen wollte ist, daß Du vom hohen
            Ausländeranteil gleich auf den Gallusviertel kamst. Das muß ja
            nicht sein, beide Themen haben häufig die gleichen Ursachen,
            sind aber nicht automatisch miteinander verzahnt.

            Stimmt. Ich sehe Probleme eher darin, wenn bestimmte Nationalitäten auf engen Raum konzentriert leben. Dann wird in der Familie, im Bekanntenkreis und in der Nachbarschaft die Muttersprache gesprochen und die Gewohnheiten aus der Heimat gepflegt. Integration ist nicht notwendig und nicht erwünscht.

            Gruß
            Carlos

  3. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Ohne in die rechte Ecke geschoben werden zu wollen

    Hi!

    Ich würde es nicht tun!

    Ich hätte Angst, dass mein Sohn zu kurz (was die Vermittlung des Lehrstoffes betrifft) kommt.

    Vielleicht ist die Schulbehörde gefragt, etwas besser aufzuteilen!

    Bevor hier ein falscher Eindruck entsteht: Ich halte die sogenannte Multikultur für eine Bereicherung! Aber wenn die Hälfte der Klasse aus ausländischen Mitbürgern besteht, halte ich die "Gefahr" (blödes Wort), dass ein Viertel der Klasse große Probleme mit der deutschen Sprache hat für zu groß!


    Liebe Grüße
    Guido

  4. Antwort von nach einem Tag 3 hilfreich
    Integration

    Hallo Jediritter,

    im Kindergarten hatten wir einen hohen Ausländeranteil. Die Erzieherinnen gaben sich sehr viel Mühe. Und trotzdem waren sie der Situation nicht gewachsen. Das vorrangiste Problem daran waren der Mangel an Deutschkenntnissen der ausländischen Kinder. Und türkische Jungens schienen zu Hause keine Grenzen zu kennen, so dass die Erzieherinnen zuerst einmal sich um die Bereitschaft zu gehorchen bemühen mußten. Zwei ausländische Kinder waren latent gewalttätig (eines hat immer gebissen). Alles in allem hätten sie noch eine Kollegin gebraucht, die sie bei ihren Einzelbemühungen entlasten hätten können, besser noch eine Kinderpsychologin. Und die übrigen Kinder (es sind nun einmal die deutschen), waren sich oft selbst überlassen.
    Erschwerend kam hinzu, dass vorallem die türkischen Eltern die Erzieherinnen nicht ein bißchen in ihrer Integrationarbeit unterstützt haben. Es wird mit den Kindern nur türkisch gesprochen, bei gemeinsamen Festen haben sie nie mitgemacht, und sich auch sonst an gelegentlichen Gesprächen nie beteiligt.

    Nun habe ich seit 2 Jahren einen Brieffreund in Berlin, der wie ich 2 Kinder hat. Er winkt bei dem Thema ab. Wenn eine Institution, wie ein Kindergarten oder eine Schule, keine Maßnahmen über den üblichen Betrieb hinaus ergreift, um die Kinder zu integrieren, und so wenig Personal zur Verfügung stellt, fallen unsere deutschen Kinder (im Gegensatz zu den ausländischen Kinder) hinten runter, mit allen Nachteilen, die daraus erwachsen.

    Es sind nun einmal Einwanderer in unserem Land. Ich finde dies in Ordnung, und hege keine Abneigung gegen z.B. türkische Mitbürger - ich arbeite mit einigen Türken zusammen, und habe zu ihnen ein sehr nettes Verhältnis.
    Aber an erster Stelle stehen meine Kinder. Und wenn die Schule mit dem hohen Ausländerteil nicht zurecht käme, wäre das für mich ein Grund meine Kinder in eine andere Schule anzumelden.

    viele Grüße
    Claudia



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