Wahrheit und Lüge

Von: , Frage gestellt am Mo, 13. Mär 2000

Hallo Leute,

mir ist aufgefallen das einige Leute in diesem Brett sich mit der Realität nicht auseinendersetzen können.

Wenn ein Mensch ungewöhnliche (außergewönliche) Erfahrungen mit etwas macht, die er sich selbst nicht erklären kann und deshalb Hilfe sucht, ist dann nicht die Wissenschaft aufgefordert diesen Dingen auf den Grund zu gehen um diesen Menschen zu helfen?

Ich möchte deshalb einige Fragen an diejenigen stellen die immer so Wissenschaftlich arogant und engstirnig alles in den Dreck treten.

Auf welcher Basis ist das Wissenschaftliche system aufgebaut?

Aus welchem Grund wird aus solchen Erfahrungen kein Wissen mehr geschaffen?

Ist das bestehende Wissen tatsächlich die Wahrheit, wenn ja, wer hat es überprüft?

Kann es sein das die Grundlagen unseres Wissens lügen sind, auf die nur weiter aufgebaut werden?

Warum wird neues Wissen immer nur auf dem alten aufgebaut? (Obwohl vieles des alten nachgewiesener weise nicht stimmt)

Wie können einige Erkenntnisse von vielen nahmhaften Wissenschaftlern als Grundlage genutzt werden und andere Forschungsergebnisse derselben als unglaubwürdig dargestellt und verlacht werden?

Wie kann ein Wissenschaftler solche Erlebnisse ins lächerliche ziehen und jeden Sonntag in die Kirche gehen?(Macht er sich damit nicht selbst unglaubwürdig)

Viele fragen bleiben ungestellt,hoffe aber das die noch gestellt und zu meiner zufridenheit auch beantwortet werden.

Ich freue mich auf diese auseinandersetzungen.

Gruß

Horst

P.S.:Glaubt Ihr nicht auch das wir uns da in einer Sackgasse befinden?















19 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Wahrheit und Lüge

    Hallo,

    ich kann Dir zwar keine Antworten geben, habe aber noch ein Beispiel fuer die Arroganz der Pseudo-Wissenschaftler.
    Im letzten 'Bild der Wissenschaft' war ein Leserbrief abgedruckt zum Thema Gott, der sinngemaess folgende Aussage enthielt:
    Da die Kirche seit Jahrtausenden versucht, Gott zu beweisen und es ihr noch nicht gelungen ist, kann es Gott nicht geben.

    Immer nach dem Motto 'was wir nicht beweisen koennen, gibt es nicht'.

    Grundsaetzlich ist der Bereich Parawissenschaften aber sehr verlockend fuer Scharlatane, da eben die wissenschaftliche Beweisfuehrung sehr schwer ist!

    Gruss, Niels

    • Antwort von nach 5 Stunden hilfreich
      Re^2: Wahrheit und Lüge

      Da die Kirche seit Jahrtausenden
      versucht, Gott zu beweisen und es ihr
      noch nicht gelungen ist, kann es Gott
      nicht geben.

      Immer nach dem Motto 'was wir nicht
      beweisen koennen, gibt es nicht'.

      Zum Thema Gottesbeweis siehe Immanuel Kant "Kritik der reinen Vernunft". Dort ist ziemlich ausführlich dargelegt, daß Gott nicht beweisbar (allerdings auch nicht widerlegbar) ist. Aber das gilt nur für logische Beweise. Wer glaubt wird selig.

      Gandalf

      • Antwort von nach 16 Stunden hilfreich
        Re^3: Wahrheit und Lüge

        Hi, zum Thema Gotteswiderlegung (gegenteil von Gottesbeweis, ungewöhnlich!) gibt es bei Douglas Adams' "Hitchhikers guide..." ein köstliches Beispiel, das in jener Szene selbst Gott von seiner Nichtexistenz überzeugt. Nicht allzu ernst, aber ein gutes Beispiel, wo wissenschaftliches Denken am Platz ist und wo man parallel dazu seine spirituellen Bedürfnisse verfolgt.

        Gruss
        Rudi Zum Thema Gottesbeweis siehe Immanuel
        Kant "Kritik der reinen Vernunft". Dort
        ist ziemlich ausführlich dargelegt, daß
        Gott nicht beweisbar (allerdings auch
        nicht widerlegbar) ist. Aber das gilt nur
        für logische Beweise. Wer glaubt wird
        selig.

        Gandalf

      • Antwort von nach 19 Tagen hilfreich
        Re^3: Wahrheit und Lüge

        Wer glaubt wird selig.

        Gandalf
        Ciao Gandal,
        da war dann noch der gute alte Wittgenstein,
        der zu solche Fragen gemeint hatte: „Worüber
        man nicht reden kann, darüber soll man
        schweigen.“ Diese Ansicht deckt sich im
        übrigen mit vielen Mystikern.

        Liebe Grüße Klaus

        ;-

    • Antwort von nach 16 Tagen hilfreich
      Re^2: Bild der Wissenschaft...

      Hi! ich kann Dir zwar keine Antworten geben,
      habe aber noch ein Beispiel fuer die
      Arroganz der Pseudo-Wissenschaftler.
      Im letzten 'Bild der Wissenschaft' war
      ein Leserbrief abgedruckt zum Thema Gott,
      der sinngemaess folgende Aussage
      enthielt:
      Da die Kirche seit Jahrtausenden
      versucht, Gott zu beweisen und es ihr
      noch nicht gelungen ist, kann es Gott
      nicht geben.

      Also zum einen heißt die Zeitung "Bild der Wissenschaft" - Also zuerst Bildzeitung, dann Wissenschaft...
      Zum anderen handelt es sich um einen Leserbrief, über dan Autor wissen wir also garnichts.

      Dann ist es so, daß man die Nichtexistenz von Sachen im Normalfall nicht beweisen kann. Da auch alle Beweise "für" Gott an mindestens einem Punkt der Beweisführung auf "ich glaube..." beruhen, ist Gott eine Hypothese, die Erklärungsvorschläge bietet, aber (noch) nicht belegt ist. M.E. ist Religion Glaubenssache - nicht Wissenschaft. (Theologie ist wiederum Wissenschaft).

      Sven
      (der an einen Gott glaubt, aber trotzdem nur zu Besichtigungen in die Kirche geht und wissenschaftlich arbeitet)

      • Antwort von nach 19 Tagen hilfreich
        Re^3: Bild der Wissenschaft...

        Also zum einen heißt die Zeitung "Bild
        der Wissenschaft" - Also zuerst
        Bildzeitung, dann Wissenschaft...
        Wenn Du "Bild der Wissenschaft" mit der Bildzeitung vergleichst bist Du entweder unglaublich ueberheblich, oder (und das halte ich fuer wahrscheinlicher) Du kennst diese Zeitschrift gar nicht. Mach Dich also erstmal schlau und dann kannste Dich wieder melden!

        Gruss, Niels

        • Antwort von nach 19 Tagen hilfreich
          *vorsichtig einmisch*

          Hallo ihr beiden, Also zum einen heißt die Zeitung "Bild
          der Wissenschaft" - Also zuerst
          Bildzeitung, dann Wissenschaft...
          Wenn Du "Bild der Wissenschaft" mit der
          Bildzeitung vergleichst bist Du entweder
          unglaublich ueberheblich, oder (und das
          halte ich fuer wahrscheinlicher) Du
          kennst diese Zeitschrift gar nicht. Mach
          Dich also erstmal schlau und dann kannste
          Dich wieder melden!
          Aus meiner eigenen erfahrung: In BdW kam einmal ein bericht zu einem gebiet, auf dem ich arbeite. Leider war vieles nahe an der grenze zum sachlich falschen (zum teil auch deutlich darüber hinaus).
          Insgesamt habe ich persönlich den eindruck, dass diese zeitschrift eher zum mittelfeld der populärwissenschaftlichen zeitschriften gehört, was die tiefe der recherche der artikel angeht.
          Der vorwurf "erst bildzeitung dann wissenschaft" geht eindeutig zu weit.
          Nichts desto trotz schadet aufmerksames und kritisches lesen nicht.

          *2 cents*
          Robert

          • Antwort von nach 21 Tagen hilfreich
            Re: *vorsichtig einmisch*

            Nichts desto trotz schadet aufmerksames
            und kritisches lesen nicht.

            Hallo,

            da stimme ich Dir voll und ganz zu. Allerdings sollte man natuerlich sehen, dass Zeitschriften wie "Spektrum der Wissenschaften" zwar einen wissenschaftlich hoeheren Anspruch habe, dadurch aber auch schwerer verdaulich sind. D.h. jemand, der nicht gerade Ahnung vom entsprechenden Fachgebiet hat, versteht recht wenig von den Artikeln bzw muss den Artikel "durcharbeiten", wozu mir persoenlich einfach die Zeit fehlt. Somit bietet BdW fuer mich eine Moeglichkeit, mich zu informieren, ohne gleich Formeln zu waelzen.

            Gruss, Niels

            • Antwort von nach 37 Tagen hilfreich
              Re^2: BdW

              Hallo!

              Nun, zum einen kenne ich die Zeitung durchaus. Zum einen aus einem Probeabo, zum anderen weil ich sie lange Zeit in meinem "Stammlokal" auslag.

              Tut mir leid, wenn ich dir mit dem Artikel auf die Füße getreten bin, das war nicht meine Absicht. Mit dem Verweis auf die "Bild" wollte ich auch nur darauf hinweisen, daß in der BdW eben viele Sachverhalte stark vereinfacht dargestellt werden und dabei zum Teil sachlich nicht mehr korrekt sind. Dies trifft natürlich nicht auf alle Artikel zu, aber mir ist doch häufig derartiges aufgefallen, wenn es um Themen ging, bei denen ich mich auskenne, das also beurteilen kann.

              MfG
              Sven



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