DER GERUCH DES ANDERSSEINS
Von: , Frage gestellt am Mo, 4. Sep 2000
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Ein Jaguar kam in den Ort und suchte neue Freunde. Doch da waren andere Wesen, die ihm mit gefletschten Zähnen entgegentraten, ihn verbellten und zu beissen versuchten. Da machte sich der Jaguar davon und suchte sich seinesgleichen...
Es war ein friedlicher Jaguar, der keinem etwas tat. Und darum verstand er auch nicht, dass man ihm so begegnete. Aber als er später darüber nachdachte, begann er es zu begreifen. Weil es dafür keinen Ausdruck gibt, wollen ich es mal den GERUCH DES ANDERSSEINS nennen. Das Problem ist so alt wie die Menschheit
selbst. Hans Christian Andersen hat das Thema in seinem Märchen DAS HÄSSLICHE JUNGE ENTLEIN bearbeitet, die Psychoanalytikerin Alice Miller handelte es in Ihrem Buch DAS DRAMA DES BEGABTEN KINDES ab. Und wer von meinen Leserinnen und Lesern das alles nicht kennen sollte, für die oder den habe ich ein aktuelles Beispiel zur Hand. Man muss gar nicht weit gehen, sondern nur nachsehen, was unter den folgenden Artikeln so abgelaufen ist:
ARBEIT MIT TRÄUMEN - SPIEL MIT DEM FEUER (Para) + BRIEF EINES ACHTZEHNJÄHRIGEN TRAUMEXPERTEN (Eso) + Re:FEUER WÄRMT (Para) + Re:FEUER WÄRMT - ENDE (Para) + Re: SCHLECHTER CHARAKTERZUG (Eso) + last, but not least DER GERUCH DES ANDERSSEINS (Para)
Es war ein kalkuliertes Risiko, das ich eingegangen bin, denn spätestens zu dem Zeitpunkt, da ich las, wer sich im Forum als Experte eintragen hat lassen, klingelte es bei mir und stellte ich mir die Frage, ob ich da auf dem falschen Dampfer bin. Ich gab diese Frage an eine Auswahl von Experten weiter und wählte dabei mit Bedacht solche, die unter TRAUM und TRAUMARBEIT zu finden sind. Es waren insgesamt zwölf, die ich anmailte. Davon haben sich lediglich drei gerührt. Nun bin ich in der Branche keineswegs unbekannt, sondern habe mir in den Achtzigerjahren einen Namen gemacht und ein Dutzend Bücher veröffentlicht. Auch legt >wer-weiss-was< Wert darauf, dass Fragen an die Experten beantwortet werden. Also erhebt sich die Frage, warum mir neun von zwölf angeschriebenen >Kolleg/innen< die Antwort schuldig blieben. Also immerhin fünfundsiebzig Prozent! Das ist nicht nur unhöflich, sondern eine klare Absage. Einige davon kenne ich von früher und weiss, wie wenig sie wissen. Und die wieder wissen sehr gut, dass ich das weiss.
Ausgestattet mit diesem Wissen wird der Vorgang schon ein wenig verständlicher. DER JAGUAR KAM IN DEN ORT...
Der Geruch des Andersseins muss ein abstossender Geruch sein, weil sogleich das Zähneblecken und Knurren begann, als ich den Artikel >ARBEIT MIT TRÄUMEN - SPIEL MIT DEM FEUER< vom Stapel ließ. Ein achtzehnjähriger Traumexperte (!) schrieb mir, dass ich ihm >auf den Sack< gehe und von der Materie >keine Ahnung< hätte. Eine zweite Traumfreundin, die sich als FORTGESCHRITTEN bezeichnet hatte, änderte dies ruckizucki auf >Interessierte< und ein junger Mann, der sich hinter einem Pseudonym versteckt,
fühlte sich auf den Schlips getreten und flog mich an, wie ein aggressiver Zwerghahn. Ich war auf ein NEST gestossen. Und in der Tat: ich habe sonst nirgendwo so viele Expert/innen dieses Genres auf einem Haufen gesehen.
Los ging der Tanz. Die >Meute< scharte sich zusammen, um diesen ganz und gar unerwünschten >Jaguar< zu vertreiben.
Sie wissen schon, wie ich das meine.
Es gibt natürlich Leute, die mit hämischen Grinsen behaupten werden: Oho, er hält sich für was Besseres...
Nun, in der Tat, ich kann das nicht bestreiten. Denn ich kann mich mit einer mehr als zwanzigjährigen Praxis auf Basis einer tiefenpsychologischen Lehrausbildung und nach Veröffentlichung von einem Dutzend Sachbücher mit Fug und Recht Experte nennen. Und DER Geruch stinkt den Erwähnten mächtig in die Nase.
Mit keinem und keiner der Traumexpert/innen kam es auch nur im Ansatz zu einem fachlichen Austausch. Was durchaus verständlich ist, weil eine stattliche Anzahl davon nichts zu bieten hat. Es ging von Anfang an darum, den >JAGUAR< wieder loszuwerden.
Eine Expertin, die sich auf ihrer Visitenkarte >Katzengöttin< nennt, freute sich über die Vorarbeit des 18jährigen Kollegen und fragte mich, was mich daran stört, dass ich ihm auf den Sack gehe und er mir jede Kompetenz abspricht. Und als ihr nichts mehr eingefallen ist, holte sie sich eine Freundin zu Hilfe, die sich >Tomcat< nennt und mir erklärte: Katzen halten zusammen. Genau wie Hunde, die als Meute den stärksten Gegner meistern!
Ich habe es nicht nötig, mich mit Katzen oder Hunden zu balgen, wenn Sie wissen, was ich meine. Und das erscheint mir auch ein sinnloser Aufwand, weil das Ziel im vorhinein feststeht: Dieser lästige HARALD muss wieder raus...
Ich sagte schon, es war ein kalkuliertes Risiko. Und ich habe eigentlich nie an dem Ausgang gezweifelt. Also gehe ich wieder. Denn ich kämpfe nicht mit einem Florett gegen Mistgabeln. Und vor allem: die >Expert/innen< hier haben völlig recht. Denn ich gehöre nicht in diese Crew und in diese Kategorie.
Daher möchte ich mich hiermit von Ihnen verabschieden. Aber die, welche den Durchblick haben oder doch ahnen, was da gespielt wird, die sollen wissen, dass sie mir willkommen sind. Hier ist meine Kontaktanschrift, für den Fall, dass sich jemand mit mir in Verbindung setzen will:
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Auf Wiedersehen! >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> HARALD
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