Warum träumt man nur Schrott?

Von: , Frage gestellt am Fr, 15. Okt 1999

Ich kann mich (zum Glück) nur selten an meine Träume am Morgen noch erinnern, aber wenn - dann ist es immer irgendein abstruser Schwachsinn. Auch Bekannte bestätigen, dass sie nur Unsinn träumen und hier im Forum scheint es auch so zu sein. Keiner hat schöne Träume!
Hat jemand eine Erklärung, warum das so ist?
Bye
Rainer

11 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Warum träumt man nur Schrott?

    wenn ich mich noch recht an mein studium erinnere, sind träume eigentlich sowas wie die "müllabfuhr" des gehirns. da werden nachts dinge durchgespielt, die einen tagsüber beschäftigen, oft nicht grade auf sehr logische weise, aber immerhin. dadurch entstehen meist abstruse welten, ideen, gedankengänge und "erlebnisse", die natürlich fern jeder realität sind. gedacht ist die funktion "traum" wohl so, dass sie konflikte löst, die "liegen geblieben" sind. das geht natürlich angesichts der heute eher komplexen lebensumstände lange nicht mehr so gut wie z.b. im höhlenzeitalter, daher wohl der unfug, der dabei rauskommt.
    aber man sagt nicht umsonst "mal ne nacht drüber schlafen" - man sieht viele dinge später wesentlich entspannter, vermutlich weil sie zumindest im traum schon gelöst wurden.
    gruss
    spot

    • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
      Re^2: Warum träumt man nur Schrott?

      Im Grunde kann man hier nur zustimmen, auch wenn ich das eine oder andere anders formulieren würde: wenn ich mich noch recht an mein studium
      erinnere, sind träume eigentlich sowas
      wie die "müllabfuhr" des gehirns. da
      Nun, es wird halt alles verarbeitet, was man so an neuen Eindrücken gewonnen, welche Situationen (besonders auch die emotionalen) man durchlebt hat. werden nachts dinge durchgespielt, die
      einen tagsüber beschäftigen, oft nicht
      grade auf sehr logische weise, aber
      immerhin. dadurch entstehen meist
      abstruse welten, ideen, gedankengänge und
      "erlebnisse", die natürlich fern jeder
      realität sind. gedacht ist die funktion
      Würde nicht sagen fern jeder Realität, nur eben immer irgendwie in "Gleichnisform" "traum" wohl so, dass sie konflikte löst,
      die "liegen geblieben" sind. das geht
      natürlich angesichts der heute eher
      komplexen lebensumstände lange nicht mehr
      so gut wie z.b. im höhlenzeitalter, daher
      wohl der unfug, der dabei rauskommt.
      Würde im übrigen nicht sagen wollen, dass da nur unfug und Schrott bei rauskommt, nur werden meist die zunächst schönen Träume - sofern man sich überhaupt noch erinnernt - auch nicht mehr als so positiv wahrgenommen, wenn man dann aufwacht und merkt, dass es gar nicht so schön ist wie's grad noch ausgesehen hat!
      Viel Spass beim Träumen!
      Andreas

      • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
        Standby des Gehirns

        Was haltet ihr von dem Gedanken, daß Träume so ne Art "auf betriebstemperatur halten" Funktion fürs hirn haben. Eine Standby-Schaltung, weil die Abermillionen nervenzellen eben durch irgendwas am Leben gehalten werden müssen. Vielleicht würde das "hochfahren sonst auch zu lange Dauern, wenn z.B. eine Gefahr in der nacht auftaucht. Ähnliche Funktion soll Mikro-Flow haben (z.B. wenn man kleine Melodien singt oder schwachsinn für sich selbst verzapft. Eines ist beidem gemeinsam: Wenn man Menschen längere Zeit davon abhält, werden sie gereizt und erleiden Konzentrationsstörungen, eventuell später sogar Nervenzusammenbrüche.

        • Antwort von nach 5 Tagen hilfreich
          Standby des Gehirns - glaub ich nicht

          das mit dem mikroflow weiss ich nicht, das mit dem standby des gehirns halte ich aber für unwahrscheinlich... die einschlägigen eeg´s (elektroenzephalogramm = aktivitätsmessung des gehirns) weisen nämlich in den nichttraumphasen des schlafs nur geringe aktivität auf, in den traumphasen jedoch sehr hohe wellen. es gibt also durchaus schwankungen der hirnaktivität im schlaf, womit klar sein dürfte, dass es eine "standby-schaltung" nicht gibt. vor allem vor dem hintergrund, dass beim ungestörten schlaf die traumphase lange vor dem aufwachen endet und die aktivität also eher niedrig ist, wenn man aufwacht.
          gruss
          spot

  2. Antwort von nach 7 Tagen hilfreich
    Re: Warum träumt man nur Schrott?

    Also Müll ist es nicht, was man träumt. es ergibt irgendwie immer einen Sinn. Allerdings ist der nicht mit der faßbaren Welt zu vergleichen.

    Was für Dich evtl. mal sehr interessant wäre, könnte Literatur und Informationsmaterial über das Klarträumen (Luzide Träumen) sein.

  3. Antwort von nach 7 Tagen hilfreich
    Re: Warum träumt man nur Schrott?

    Ich kann mich (zum Glück)
    Da würde ich eher sagen: Leider nur selten an
    meine Träume am Morgen noch erinnern,
    aber wenn - dann ist es immer irgendein
    abstruser Schwachsinn.
    Das kommt Dir aber nur so vor!! Auch Bekannte
    bestätigen, dass sie nur Unsinn träumen
    und hier im Forum scheint es auch so zu
    sein. Keiner hat schöne Träume!
    Hat jemand eine Erklärung, warum das so
    ist?
    Bye
    Rainer
    Diese Vorstellung ist weit verbreitet, aber falsch. Es liegt daran, daß viele nicht richtig träumen können! In vielen Kulturen ist der Traum ein wichtiges Instrument der Selbsterkenntniss und es geht z.B. bei den Aborigines (Ureinwohner Australiens) so weit, das die Träume eine Parallelwirklichkeit für sie darstellen. Dort wird von Kind an geübt zu träumen, sie zu erinnern und zu führen. Träume werden mit Freunden besprochen und es soll sogar so weit gehen, daß sich Träumer im Traum begegnen (Person A träumt, daß sie Person B im Traum begenet ist, Person B träumt es genau umgekehrt, also eine Art Telepathie). Wie auch immer Träume haben viel zu sagen und sind weit mehr als nur eine Müllabfuhr nur ist diese Funktion (fast) verloren gegangen.

    Gandalf

    P.S.
    Ich bin kein Freudianer!!

  4. Antwort von nach 7 Tagen hilfreich
    Sehe ich nicht so

    Es stimmt nicht, dass man immer nur "Schrott" träumt.
    Meiner Meinung nach können Träume ua. einen Einblick in die Zukunft/Vergangenheit geben.
    Zumindest war das bei mir schon so.
    Versuch Dich mal, abends ins Bett zu legen und Dir eine ganz bestimmte Situation vorzustellen. Gehe dabei aber nicht auf sämtliche Einzelheiten ein. Je länger und intensiver Du Dich mit Deinen Träumen befasst, desto klarer können Sie Dir erscheinen und Du kannst Dich am nächsten Morgen mehr daran erinnern.

    CU,
    Terry

  5. Antwort von nach 39 Tagen hilfreich
    Re: Warum träumt man nur Schrott?

    Ich kann mich (zum Glück) nur selten an
    meine Träume am Morgen noch erinnern,
    aber wenn - dann ist es immer irgendein
    abstruser Schwachsinn. Auch Bekannte
    bestätigen, dass sie nur Unsinn träumen
    und hier im Forum scheint es auch so zu
    sein. Keiner hat schöne Träume!
    Hat jemand eine Erklärung, warum das so
    ist?
    ...

    Lieber Rainer,

    Dies ist eine von Patienten sehr häufig gestellte Frage. Eine Antwort ist hier nur in aller Kürze möglich :

    Der Mensch träumt keinen "Schwachsinn" !

    Fakt ist jedoch, dass man sich leider an solche scheinbar 'unergründbaren' Träume besonders gut erinnern kann, da diese das menschliche Unterbewusstsein besonders stark aufwühlen. Diese Träume kollidieren mit den feststehenden Gefühls und Denkstrukturen des Menschen.
    Nur etwa ein fünftel der "menschlichen Traummasse" besteht aus solchen "abstrakt synkopischen" Träumen, (welche Sie als 'Schwachsinn' bezeichnen.).

    Doch diese Träume sind sehr wichtig für uns alle, gar für die ganze menschliche Art, da sie eine Defragmentierung des Unterbewussten bewirken.
    An die anderen Träume kann der Durchschnittsmensch sich nicht erinnern, da sie der menschliche Geist als 'normalen Vorgang' versteht und abschliessend verarbeitet.
    Die Tatsache, dass gewisse Menschen mehrere Traumarten wahrnehmen, zeugt von einer erweiterten Bewusstseinsregulation, auch 'e.s.s. (extended structure singification)' genannt...

    Dies in aller Kürze...
    Lesenswert hierzu ist der Aufsatz meines geschätzten Mentors / LL.M. R.D. Anderson veröffentlicht im Time magazine 37/96 "Dreams & structures of the human brain".

    Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.
    mit freundlichen Grüssen -C. Lennartz-

    -
    PS: Ich muss mich doch sehr wundern, daß solche Themen im Brett Parawissenschaften angesprochen werden. Dabei handelt es sich um eindeutig menschlich-psychologische Themenkreise, die ob ihrer latenten Brisanz durchaus ihre eigene Rubrik 'verdient' hätten.

    • Antwort von nach 39 Tagen hilfreich
      Re^2: Kleine Anmerkung

      Aus den Formulierungen
      Der Mensch träumt keinen "Schwachsinn",
      ...da diese das menschliche Unterbewusstsein besonders...,
      ...sehr wichtig für uns alle, gar für die ganze menschliche Art..., u.s.w. könnte man entnehmen, daß Träume eine spezifisch menschliche Angelegenheit sind.

      Wer je ein Haustier genau beobachtete, weiß, daß auch diese intensiv träumen. Plötzlich aus dem Traum geweckt, ist manchmal sogar für Augenblicke eine Desorientierung zu bemerken, bis die Unterscheidung zwischen realer Umwelt und durchlebtem Traum gelingt.

      Ganz gewiß hat dieses Gebiet inmitten der Parawissenschaft, die irgendwo im Humbug-Esoterik-Glauben-Dreieck angesiedelt ist, nichts zu suchen.

      Gruß

      Wolfgang



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