warum diese ähnlichkeiten ??

Von: , Frage gestellt am Di, 18. Jan 2000

hallo ,

wie ist es zu erklären , dass in vollkommen unterschiedlichen geographischen regionen gleiche oder ähnliche worte verwendet werden?
z.b. merci wird in bulgarien und frankreich verwendet .
zahlen klingen weltweit ähnlich ( drei , three , tres .....) .

vielen dank...........michael

15 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 58 Minuten hilfreich
    Re: warum diese ähnlichkeiten ??

    Hallo Michael, wie ist es zu erklären , dass in
    vollkommen unterschiedlichen
    geographischen regionen gleiche oder
    ähnliche worte verwendet werden?
    Da gibt's mehrere Mglichkeiten:

    1) Die Sprachen sind mehr oder weniger eng miteinander verwandt, und haben daher gleich oder ähnlich klingende Wörter, die alle auf die gleiche Wurzel zurückgehen. Das erklärt zum Beispiel die Ähnlichkeiten in den Germanischen oder romanischen oder slawischen Sprachen.

    2) Die eine Sprache hat Begriffe aus der anderen übernommen, bedingt durch Kolonialisierung, Eroberung, Handelskontakte oder sonstigen engen Umgang miteinander.
    Siehe die ganzen englischen Begriffe im Deutschen.

    3) Hin und wieder gibt es auch rein zufällige Ähnlichkeiten.
    Z. B. heißt "Name" im Japanischen "Namae". Ist aber reiner Zufall.

    Gruß, Kubi

    • Antwort von nach 4 Stunden hilfreich
      Re^2: warum diese ähnlichkeiten ??

      Hi Kubi und Michael, wie ist es zu erklären , dass in
      vollkommen unterschiedlichen
      geographischen regionen gleiche oder
      ähnliche worte verwendet werden?
      Da gibt's mehrere Mglichkeiten:
      ...

      Deine Erklärungen klingen für mich sehr logisch und richtig. Außerdem gab es ja z.B. im vorletzten Jahrhundert, dem 19., ja auch z.B. die französische Sprache als Sprache des gehobenen Bürgertums und Adels und heute noch als Diplomatensprache. Dafür ist Englisch heute die Standardgeschäftssprache.

      Na, auf der ganzen Welt gibt es aber nicht Zahlen, die drei, three , tres ... klingen. ;-)

      Aber gerade an Ägypten sieht man die vielen Spracheinflüsse oder kulturellen Einflüsse der Herren und Eroberer und Besatzer, ob das der persische und osmanische (türkische) kulinarische Einfluß oder der französische Pompgeschmack in Sachen Möbel und Alleenbau etc. oder der deutsche Einfluß in die Militärstrukturen und Uniformen oder die übernommenen Begriffe wie Sandawitsch statt auf arabisch ein Brötchen mit Salat und Käse und Tomate o.ä. Diese Liste ist beliebig weiterführbar.

      In Deutschland finden sich bestimmt auch viele Begriffe z.B. das arabische zifr für die 0 findet man bei uns in Ziffer wieder und natürlich die arabischen Zahlen wobei sich heute eigentlich nur noch die 1 und die 9 ähneln.

      Auf alle Fälle ein interessantes Thema. Mich würde eine wwww-Sammlung zum Thema kulturelle und sprachliche Einflüsse in der deutschen Kultur interessieren. Ist doch immer faszinierend, wo alles herkommt und sich wandelt.

      • Antwort von nach 7 Stunden hilfreich
        Re^3: warum diese ähnlichkeiten ??

        Als erst Anregung für ein solches Brett: Wie entstand das Wort "Hängematte"? Klingt sehr deutsch.....oder????

        • Antwort von nach 14 Stunden hilfreich
          Re^4: warum diese ähnlichkeiten ??

          Aus Deiner Frage schlussfolgere ich,dass Du es schon weisst. ;-)
          Schweigend
          Barbara

        • Antwort von nach einem Tag hilfreich
          Re^4: warum diese ähnlichkeiten ??

          Als erst Anregung für ein solches Brett:
          Wie entstand das Wort "Hängematte"?
          Klingt sehr deutsch.....oder????
          Ist swiw nicht mal ein Übersetzungsfehler. Muß so was ähnliches sein wie das japanische "namae" sieh oben.

          eljot

        • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
          Re^4: Hängematte

          Als erst Anregung für ein solches Brett:
          Wie entstand das Wort "Hängematte"?
          Klingt sehr deutsch.....oder????
          Du willst doch wohl nicht versuchen, einem alten Trapper in die Flinte zu pissen! ;-)

          Also:
          Die von den Aruaks (Taino) auf Haiti gebrauchte Bezeichnung für die Schlaf- und Tragenetze der Eingeborenen wird mit span. "hamaca" wiedergegeben. Wegen der eigentümlichen Gestalt dieser Liegemöglichkeit vollzieht sich im Deutschen (zuerst Hengmatten, 1627) ebenso wie im Niederländischen (hangmak bzw. hangmat) sog. sekundäre Anpassung am das Verb "hängen" und das Substantiv "Matte".

          Na, zufieden!?! ;-)
          HOFee *bei einem seiner Lieblingshobbys (nämlich "Etymologie") ertappt*

          • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
            Für HOFee

            Na, zufieden!?! ;-)
            HOFee *bei einem seiner Lieblingshobbys
            (nämlich "Etymologie") ertappt*
            Schööööööön erklärt.
            Was hältst Du von dem folgenden Satz:
            "Das Murmeltier, es murmelt viel, man sieht es hier beim Murmelspiel"

            Nur so unter uns Etymologieliebhabern: der ist doch klasse. Das kullern die Etymologien, dass es eine Wonne ist.

            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              Re: Für barbara

              Was hältst Du von dem folgenden Satz:
              "Das Murmeltier, es murmelt viel, man
              sieht es hier beim Murmelspiel"

              Nur so unter uns Etymologieliebhabern:
              der ist doch klasse. Das kullern die
              Etymologien, dass es eine Wonne ist.
              Also:
              Murmeltier - althochdeutsch "murmunto" (9.Jh.) und davon möglicherweise die Verniedlichung "murmuntin" (11.Jh.); wahrscheinlich vom lateinischen "mus montanus" (Bergmaus) bzw. dem mittellateinischen Akkusativ "murem montis"; wird volksetymologisch an "murmeln" angelegt und durch Komposition
              verdeutlicht zu "murmelti(e)r" (14.Jh.).

              "murmeln" - althochdeutsch "murmuron" bzw. mit assimiliertem zweiten "r" zu "murmulon" (8.Jh.); wiederholende Lautnachahmung, denen ähnliche (aber wohl nicht notwendigerweise immer verwandte) Bildungen in anderen Sprachen zur Seite stehen (z.B. im Altindischen, Griechischen, Russischen u.a.).

              "Murmelspiel" bzw. "die Murmel" - dissimilierte Form von "Marmor" (von griech. "mármaros"/"mármaron" = "Stein, Felsblock").

              Nicht ganz vollständig ausgearbeitet, aber ich bin auf dem Sprung, wie man so sagt!

              Ist aber wirklich ein schönes Ding!
              HOFee

            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              Re^2: Für barbara + HOFee

              Also:
              Murmeltier - althochdeutsch "murmunto"
              (9.Jh.) und davon möglicherweise die
              Verniedlichung "murmuntin" (11.Jh.);
              mhd mürmendin, murmedin; wahrscheinlich vom lateinischen "mus
              montanus" (Bergmaus)
              genauer spätlateinisch (Polemius Silvius, 5. Jh.)

              bzw. dem mittellateinischen Akkusativ "murem
              montis"; wird volksetymologisch an
              "murmeln" angelegt und durch Komposition
              verdeutlicht zu "murmelti(e)r" (14.Jh.).

              "murmeln" - althochdeutsch "murmuron"
              bzw. mit assimiliertem zweiten "r" zu
              "murmulon" (8.Jh.); wiederholende
              Lautnachahmung, denen ähnliche (aber wohl
              nicht notwendigerweise immer verwandte)
              Bildungen in anderen Sprachen zur Seite
              stehen (z.B. im Altindischen,
              marmarah = rauschend, murmelnd, raschelnd Griechischen,
              mormyrein = rauscheln, aufsprudeln

              Russischen u.a.).
              mormotat' = brummen, murmeln
              "Murmelspiel" bzw. "die Murmel" -
              dissimilierte Form von "Marmor" (von
              griech. "mármaros"/"mármaron" = "Stein,
              Felsblock").
              Beeutungsverengung zu "Spielkugel" im 18. Jh. wird jedoch als Diminutiv empfunden.
              Nicht ganz vollständig ausgearbeitet,
              aber ich bin auf dem Sprung, wie man so
              sagt!
              Und jetzt noch einen Hauch weiter. Ist aber wirklich ein schönes Ding!
              Stimmt!

              Kubi



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