Schwedisches....

Von: , Frage gestellt am Di, 1. Okt 2002

Ich weiss nicht, ob's genau hierher in diese Brett gehört, aber was besseres habe ich nicht gefunden. Also:
Behauptung:

"In Schweden ergibt sich der Nachname des Sohnes dem Vornamen des Vaters. Also: Der Sohn von Karl Larsson ist Hans Karlsson, dessen Sohn heisst Fred Hansson, usw."

Stimmt das ??

Wie kommts dann, dass es Namen wie Mankell, Wallander, uws. gibt.
Wer weiss Bescheid ?
Für sachdienliche Hinweise schon im voraus vielen Dank,
Hans

5 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Schwedisches....

    Hallo Hans,

    sicher bin ich nicht, aber soweit ich weiß, ist dieses Prinzip heute in Schweden nicht mehr gültig. Das einzige Land, das es noch konsequent durzieht, ist meines Wissens Island.

    Gruß Kubi

    • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Schwedisches....

      Hallo Kubi,
      Hallo Hans,

      nach meinen Informationen ist dies tatsächlich noch so in Island, aber nicht in Schweden.

      Beste Grüsse


      Andrés [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 3 Stunden 1 hilfreich
        Re^3: Wobei.....

        Hallo,

        ...die Namensgebung in Island noch ein wenig komplizierter ist:
        man wählt einen der Vornamen des Vaters und/oder der Mutter und hängt an die Genitivform des Namens "son" oder "dóttir" dran, will heissen, der Sohn von Hans Olaf und Inga kann:

        Hansson
        Olafsson
        Ingasson
        oder eine Kombination aus beiden

        Weiterhin ist es möglich, einem Kind einen Namen entweder nach obiger Regel zu geben oder aber den Nachnamen des Vaters oder der Mutter. Möglich sind auch zwei Nachnamen.

        Bei der Eheschliessung behält man seinen Namen, der Name des Ehepartners darf nicht angenommen werden.
        Wenn man als Ausländer einen Isländer heiratet, kann man entweder den Nachnamen des Ehegatten oder aber den Vornamen eines der Schwiegereltern verwenden.

        Nachdem es also in einer Familie keine einheitlichen Nachnamen gibt, sind z. B. Telefonbücher alphabetisch nach den Vornamen sortiert.

        Gruss
        Feanor

        • Antwort von nach 10 Stunden 0 hilfreich
          Wir wühlen uns durch Island?!

          Guten Abend Feanor,

          die Geschichte mit der Eheschließung kannte ich schon (aus Schweden), aber das hier Nachdem es also in einer Familie keine einheitlichen Nachnamen
          gibt, sind z. B. Telefonbücher alphabetisch nach den Vornamen
          sortiert.
          hat mich echt umgehauen... OK, Island ist nicht besonders groß, aber Telefonbuch nach Vornamen.... Phhhhhh...

          Wieder was gelernt.

          Beste Grüße

  2. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Schwedisches....

    Hallo Hans, "In Schweden ergibt sich der Nachname des Sohnes dem Vornamen
    des Vaters. Also: Der Sohn von Karl Larsson ist Hans Karlsson,
    dessen Sohn heisst Fred Hansson, usw."
    Ja, das stimmte früher mal. Schwedische Otto Normalverbraucher verwendeten bis zum 19. Jh. überhaupt nicht bzw. nur selten Familiennamen; statt dessen gab es sog. Patronymics. Soweit - so gut; irgendwann wimmelte es nur noch so von 'sons' und 'dotters' und kein Schwein blickte mehr durch. Aber die Schweden sind ja clever: das Nationale Familiennamen-Komitee (sic!) mußte ran und erkannte 56.000 neue Nachnamen an. Wie kommts dann, dass es Namen wie Mankell, Wallander, uws.
    gibt.
    Zu Mankell kann ich nicht viel sagen (außer, daß ich seine Krimis verschlinge *g*), Wallander geht allerdings auf einen Brauch zurück, der vor allem unter Studenten weit verbreitet war: die gebildeten Jungs haben einfach das griechische 'ander' = 'Mann' als letzte Silbe drangepappt und schwupps war aus einem Herrn Wall ein Herr Wallander geworden.

    Beste Grüße

    Tessa

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