Re^3: *Lanze für das CPE brech*
Hallo,
anspruchsvoll ist etwas untertrieben. Mein Englischlehrer hat
mir gesagt, dass nur 40% der englischen Muttersprachler diesen
Test (Certificate of Proficiency in English)bestehen.
Das heißt nichts. Ich würde bei einem entsprechenden deutschen Test evtl. auch nicht so toll abschneiden - in der eigenen Muttersprache lernt man eben nicht soviel Grammatik usw.
Da muss
jeder selbst entscheiden, ob er einen so hohen Anspruch hat
oder dieses Zertifikat wirklich braucht.
Wenn man "einfach nur ein Zertifikat braucht", kann man ja ein einfacheres machen. Aber das kann doch nicht der Sinn der Sache sein, oder? Wenn man für eine Teilnahme am CPE-Vorbereitungskurs nicht ausreichend qualifiziert ist, wird man nicht angenommen. Wenn man qualifiziert ist, ist der Kurs eine tolle Sache.
So abartig schwer ist es nun aber auch nicht. Ich war 17, als ich das CPE gemacht habe (1987). Ich war nie lange im Ausland (3 x 3 Wochen Südafrika, 1 x 4 Wochen USA, aber alles kein Sprachurlaub), hatte Englisch-LK und ein gewisses Sprachtalent, habe schon immer Filme und Bücher auf Englisch bevorzugt.
Ich habe das CPE im Englischen Institut in Köln gemacht. Nach Einstufungstest konnte ich in einen bereits laufenden Kurs einsteigen. Nach ca. 6-8 Monaten (weiß nicht mehr so genau) habe ich dann die Prüfung mit Grade A bestanden.
In meinem Kurs waren noch 5 andere Leute, die teilweise wesentlich schlechter waren als ich. Die Ergebnisse waren 2 x B, 2 x C und eine ist durchgefallen (die war aber wirklich schlecht, hatte Probleme mit Verbformen usw.).
Wem also nicht nur der Wisch mit Note wichtig ist, dem ist das CPE auf jeden Fall zu empfehlen. Fast alle Grammatikschwächen, die ich zu meiner Schulzeit hatte, wurden durch diesen Kurs beseitigt oder zumindest verbessert. Das Vokabular vergrößerte sich sehr. Noch heute lese ich selten gebrauchte Worte und erinnere mich: "Das hast Du im CPE Kurs gelernt".
Gruß,
Myriam