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kleinster gemeinsamer Nenner



Hallo, Community der Polyglotten!

Wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere, dann habe ich das Aufsuchen des kgN als eine Optimierung verstanden; ihn gefunden zu haben, war ein Erfolgserlebnis, weil die Voraussetzung fürs sinnvolle Weiterrechnen bis zur Lösung der Aufgabe.

Wenn ich aber die politische Diskussion verfolge, dann ist der kgN zum Schimpfwort geworden für etwas, das als Einigung auf etwas unsäglich Dürftiges denunziert werden soll.

Ist das auch in den anderen Sprachen so? Oder herrscht nur im deutschen Sprachraum dieses gestörte Verhältnis zum Bruchrechnen?
(Eine Ministerin, die auch ins neue Kabinett übernommen werden will/soll, schwärmte neulich sogar von der Suche nach dem größten gemeinsamen Nenner ...)

Gruß
H.
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Re: kleinster gemeinsamer Nenner


Hallo, Hannes,
ich fürchte es folgt von mir keine wirkliche Beantwortung deiner Frage (die ich sehr spannend finde).

Im Deutschen scheint es sich aber eher um ein mathematisches Missverständnis zu handeln, da ja, je kleiner der KGN, desto größer der Bruchteil (im politischen Sinne die Schnittmenge der gemeinsamen Ansichten/Ziele) ist.

Vielleicht zeigt dies auch nur das etwas gebrochene intellektuelle Verhältnis der Deutschen zur Mathematik?

Gruß
Eckard

Re^2: Auch das noch!


im politischen Sinne die Schnittmenge
Hallo Eckard,

jetzt bringst Du auch noch die Schnittmenge ins Spiel!
Du hast ja recht.
Aber der gute Cantor ist sicher eh längst am Rotieren, spätestens seit eine führende Grüne festgestellt hat, sie sehe viele (!) Schnittmengen zwischen ihrer und einer anderen Partei.

Umso dringlicher meine Frage nach dem gestörten Verhältnis zu Zahlen.

Bestens grüßend
H.

Re^2: kleinster gemeinsamer Nenner


Bei den hier angestellten Diskussionen über den Begriff des
"kleinsten gemeinsamen Nenners" bzw. die "Berechtigung" einer
Verwendung des Adjektives "kleinsten" war die Beschränkung auf die
Zahlen 7 und 8 (oder 111 und 113) nicht dazu angetan, Verständnis
zwischen den Streithähnen zu schaffen.

Da die beiden Zahlen im Ausgang schon nichts "Gemeinsames" haben,
ergibt die Multiplikation der beiden damit ohnehin schon einen
Denominator, der kleiner nicht sein kann - warum also das Gestreite?

Ich entsinne, daß den Schülern zwei Kolonnen von Zahlen gegeben
wurden, aus denen sie die "kleinsten gemeinsamen Nenner" berechnen
sollten zu den Zahlenpaaren, die sich aus den beiden Kolonnen
kombinieren ließen. Nun war man damals nicht so dumm, die Zahlen
dieser Kolonnen auf Primzahlen zu beschränken (und dann noch in
beiden Kolonnen verschiedene), denn sonst hätten die Schüler nichts
anderes tun müssen, als die Zahlen miteinander zu multiplizieren. Bei
den verwendeten Zahlen mußten also Kombinationen auftauchen wie z.B.
9 und 15, und da ist wohl einleuchtend, daß die Multiplikation dieser
Zahlen (denen ja schon die 3 als Faktor gemeinsam ist) NICHT
automatisch zum KLEINSTEN gemeinsamen Nenner führen kann, sondern
dieser nach der Multiplikation erst durch Kürzung erreicht wird.

Wenn ich als Lehrer den Schülern unter den genannten Bedingungen die
Aufgabe stellte, den "kleinsten" gemeinsamen Nenner zu ermitteln,
dann stand das Adjektiv schon zu Recht dort oder?

Etwas vorsichtiger also mit den Attacken .....

Re: kleinster gemeinsamer Nenner


Hallo Hannes,

als den SPD (--> smallest possible denominator) gibt's
auch im Englischen im uebertragenen Sinn, allerdings wird
er IMO nicht so oft zitiert wie im Deutschen.

Gruesse
Elke

Re^2: kleinster gemeinsamer Nenner


smallest possible?

I know it as the 'lowest common denominator', und er wird schon desöfteren erwähnt, wenn auch nicht so häufig wie in Deutschland.

Ich hab mir aber auch mal mein Hirn abgerackert, um zu verstehen, warum es ausgerechnet der LOWEST common denominator sein soll, und schliesslich aufgegeben mit der Meinung, in Mathe eh' immer schlecht gewesen zu sein...

gruss, isabel

Re^3: Einfach


Mahlzeit,
Ich hab mir aber auch mal mein Hirn abgerackert, um zu
verstehen, warum es ausgerechnet der LOWEST common denominator
sein soll, und schliesslich aufgegeben mit der Meinung, in
Mathe eh' immer schlecht gewesen zu sein...
das ist simpel - natürlich läßt sich jeder Bruch mit einer beliebeigen Zahl erweitern. Wenn man aber rechnen will, will man nicht unnötige Rechenoperationen mitschleppen, die am Ende ohnehin gekürzt werden müssen. Gesucht ist also immer der kleinste gemeinsame Nenner.

Gruß

Sancho

Re^3: kleinster gemeinsamer Nenner


Hi Isabel,
ograus,
und ich hab mich gewundert, dass ich mir SPD so
lustig vorkam.
Sorry.
Hab vorhin eine alte Freundin getroffen.
Wir sind zu mir nachhause.
Eh... sie hatte was zu trinken dabei.
Ich hatte auch was da.
Die Kinder sind derweil bei Freunden.
Fehlerfrei tippen kann ich wohl noch, aber ...
LCD - klar, so heisst das.
Und wird im uebertragenen Sinn benutzt.

Ich glaub, ich geh mal eiskalt duschen oder
so was.

Tschuess,
Elke

Re^4: kleinster gemeinsamer Nenner


Altanativ kann ich als Entschuldigung vorbringen,
dass mir das viele Mathelernen mit meinen Kindern
auf's Gehirn gehaut hat.

Re^5: kleinster gemeinsamer Nenner


Altanativ kann ich als Entschuldigung vorbringen,
dass mir das viele Mathelernen mit meinen Kindern
auf's Gehirn gehaut hat.
Ach, machen die gerade Bruchrechnung?
You know, lowest common denominator and such things?

*g* gruss, isabel

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