Schwierig? Jein. Die Sprache ist vermutlich auch nicht schwerer als das Deutsche. Es gibt bloß etwas mehr Grammatik. Aber es ist die schönste Sprache, die man überhaupt lernen kann. Wenn man ein bisschen Freude an griechischer Literatur und Geschichte hat und sich nicht mal eben schnell das Nötigste reinpauken muss, um irgendwelche Studienanforderungen zu erfüllen und dann sofort wieder alles zu vergessen, dann kann eine richtig große Liebe daraus werden ;)
Ich selbst habe drei verschiedene Arten Griechischunterricht gehabt:
a) Ganz normal in der Schule. Leider bei einem uralten Lehrer, der kurz vor der Pensionierung stand, eigentlich nichts mehr erklärte, sondern mir beim Übersetzen nach jedem zweiten Wort die Sache abnahm und selbst weiter übersetzte. Da ist nicht viel hängen geblieben. (Gut, lag auch an meiner Faulheit)
b) Zwei vierwöchige Intensivkurse am Heidelberger Pädagogium, jeweils während der Semestererien. Würde ich jederzeit weiterempfehlen. Du bist da in einer Gruppe, die den ganzen Tag auch nichts anderes macht als Griechischlernen, hast ausgezeichnete Lehrer und bist fernab von zu Hause, da kann dich keiner ablenken.
c) Universitätskurse, jeweils 90 Minuten pro Woche. Ist ein bisschen Glückssache, weil da auch viele hinkommen, die einfach nur einen Schein brauchen und ihre Zeit absitzen. Du kannst aber auch eine wirklich gute Gruppe finden.
Falls du allein lernst, hm, da brauchst du viel Selbstdisziplin. Würde ich mich vermutlich nicht trauen.
an das Buch " Die
griechische Sprache" von Gerhard Fink.
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3760818943/ref...
Das Buch kenne ich nicht. Aber wenn ich mich nicht irre, ist Fink einer der Autoren des Lehrbuchs "Kantharos", das ich für das beste Griechisch-Lehrbuch halte. Die Finger weglassen solltest du von dem Buch "Lexis", da wird jeder Anfänger bereits in der ersten Lektion von soviel Text erschlagen, dass er eigentlich nur noch auf Durchzug schalten kann (Hier spricht eine "Lexis-Geschädigte" ;))
Dazu solltest du dir dann wohl noch eine Grammatik anschaffen.
Das Standardwerk ist wohl die griechische Kurzgrammatik von Adolf Kaegi. Ist stellenweise etwas altertümlich, aber ziemlich gediegen. Etwas moderner und auf Kaegi aufbauend ist das Werk von Bornemann und Rysch. Geht etwas pädagogischer an die Sache ran. Nachvollziehbar aber ätzend ist da allerdings die Anordnung der Fälle in den Deklinationstabellen: Erst Nominativ, dann Akkusativ, dann erst Gen. und Dat., weil die sprachgeschichtlich jünger und einander ähnlich sind, war glaube ich die Begründung. Kann einen Menschen, der das lateinische Kasusgefüge verinnerlicht hat, aber völlig aus der Bahn werfen...
Viel Erfolg und alles Gute
Petra