Hi,
wenn ich an die vielen schlecht übersetzten Fantasy-Romane und
Spielregeln (von Brett- und Computerspielen) denke, waren die
auch nicht besser.
Vergiss nicht, dass diese Aufträge zu den schlechtbezahltesten Jobs gehören, die man sich zumuten kann. Außerdem erlegen viele Verlage einen enormen Zeitdruck auf, denn Übersetzer sind ja "nur das letzte Glied" in der Fertigungskette. "Das bisschen Text ist doch schnell übersetzt" ist eine weit verbreitete Irrmeinung.
Ein halbwegs guter Übersetzer muss auf eine langjährige Ausbildung verweisen können, um auf dem Markt bestehen zu können.
Da Übersetzer keine Lobby haben und die existierende DIN-Norm schlicht vom Markt ignoriert wird (Notare oder Vermessungsingenieure haben alle ihre Gebührenordnung, Übersetzer nicht), wird auch weiter noch viel Mist produziert werden, da sich viele für das bisschen Honorar nicht anstrengen (können). Und gute Übersetzer, die ihren Marktwert kennen und fordern, sind für die meisten Verlage zu teuer.
"English can every" - alle selbsternannten Übersetzer tummeln sich neben den voll ausgebildeten Übersetzern auf dem Markt. Übersetzer darf sich jeder nennen, Notar oder Arzt nicht. Das ist leider so. Und dann kommt sowas dabei raus. (Kann man sich stundenlang drüber streiten...)