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Re^3: Langes und rundes 's'
Hallo Niko-laus!
Das runde 's' ist am Wortende Vorschrift (nicht am Beginn).
Richtig! Das runde "s" steht am Wortende oder am Ende von Stammsilben.
Manchmal ist es auch nach eigenständigen Silben zu finden,
z.B. in Hausboot.
Siehe oben.
Dresden wurde mal rund, mal lang
geschrieben.
Wahlmöglichkeit gibt's normalerweise keine. Ich weiß aber zu Dresden nicht, was die Stammsilbe ist.
Soweit ich weiß, gibt es im Griechischen auch zwei Formen des
kleinen 's' (vielleicht auch ein Schluß's'?).
Ja, gibt es, das kleine Sigma wird am Wortende (aber nur dort) so ähnlich wie unser "s" geschrieben, sonst sieht es wie eine kleine 6 aus.
Und die haben den Buchstaben von den Phöniziern?
Wer weiß ...
Die Fraktur und auch andere ältere Schriftarten auch die Schreibschrift "Sütterlin", zumeist als "Kurrent" bekannt) kennen allerdings wesentlich mehr Unterschiede zu unserer heutigen lateinischen Antiqua als nur die beiden "s". Hauptsächlich sind hier die "Ligaturen" zu nennen, Verschmelzungen von zwei oder drei Buchstaben, wodurch Buchstabenkombinationen schneller optisch erkennbar wurden. Der Unterschied zwischen "Wachs-tuben" und "Wach-stuben" war auf einen Blick erkennbar und nicht erst aus dem Kontext.
Außerdem hatte die Fraktur mehr Ober- und Unterlängen, was die Lesbarkeit wesentlich verbesserte. Unsereins muß sich natürlich erst einmal einüben, bevor es wirklich so schnell dahingeht beim Lesen.
Es gibt auch Computer-Schriftsätze in Fraktur, Sütterlin, udergl., allerdings ist hier Vorsicht geboten, da nicht alle dieser Schriftsätze alle Ligaturen beinhalten.
Grüße
Bernhard