hooday (engl)

Von: , Frage gestellt am Do, 18. Sep 2008

Hallo,

vielleicht kennt Ihr den Shanty, der so beginnt:

Ick heff mol een Hamborger Veermaster sehn,
|:To my hooday!:|
De Mast wier so scheep as den Schipper sien Been,
To my hoo day, hoo day, ho - ho - ho - ho!

Was im Himmel ist ein "hooday"?

Grüße
Carsten

10 Antworten zu dieser Frage

    • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
      Re: hoo day

      Hallo Jenny,

      vielen Dank für die Links. Hoo day wird dort, anders als in dem niederdeutschen Shanty, in zwei Wörtern geschrieben.

      Ich habe daraufhin inder englischen Wikipedia gesucht: Hooday gibt keine Antwort, hoo day führt zum dem Shanty! Es wird dann ins Englische übersetzt - dabei hooday aber stehen gelassen, abwechselnd zusammen oder getrennt geschrieben.

      Wenn damit der in Deinen Links genannte Spruch zur Vertreibung des Winters gemeint sein sollte, wundert es allerdings, wie das in das Lied kommt. Englische Wörter oder Texte in Shantys sind ja nicht unüblich. Aber Vertreibung des Winters hat ja nichts mit dem übrigen Text des Shantys zu tun.

      Ich bin gespannt. ob noch andere Ideen oder Links kommen.

      Grüße
      Carsten

  1. Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
    Re: hooday (engl)

    Nochmal servus,

    weiteres Suchen ergab, dass der shanty wohl nicht deutschen Ursprungs ist, sondern sich vermutlich auf ein deutsches Schiff bezogen hat - der Text dürfte im Original halb Deutsch, halb Englisch sein. (ging wohl um die Goldsuche in Sacramento) - in den englischen Versionen findet sich auch "hoodah" statt hooday" - hoodah ist auch eine Bezeichnung für eine Zusammenkunft, ein happening....


    Höchst interessant:-)
    Gruß, jenny

  2. Antwort von nach 3 Stunden 1 hilfreich
    und noch ein link

    servus, zum Letzen:-)

    http://www.warrenfahey.com/ccarey-s10.htm

    und guglt man dann mit "hoo ah da(h)" kommt man zu afrikanischen Sprachen - vielleicht ist der Ausruf noch ein Relikt aus den ersten Seefahrten ins "Goldland"?

    Spannend!

    Gute Nacht, jenny

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re: und noch ein link

      Hallo Jenny,

      danke für Dein aufmerksames Rumsuchen. Aber es weiß wohl keiner und scheint auch kein anderer die Sache spannend zu finden.

      Schade, das müssen wir wohl doch dumm sterben. -)
      Carsten

      • Antwort von nach einem Tag 2 hilfreich
        Re^2: und noch ein link

        danke für Dein aufmerksames Rumsuchen. Aber es weiß wohl
        keiner und scheint auch kein anderer die Sache spannend zu
        finden.
        Es ist gut möglich, dass man den Ursprung nicht mehr genau nachvollziehen kann. Solche Lieder gehören zu rhythmischen Tätigkeiten (Rudern, Segel hissen, Ankerwinde, Deck schrubben) und daher werden Wörter dem Rhythmus angepasst, Silben hinzugefügt oder weggelassen. Hinzu kommt, dass Matrosen oft aus verschiedensten Ländern kamen und so unterschiedliche Spracheinflüsse dazu kamen. "to my hoo day/dah" könnte z.B. "zieh hier rüber-dah" heißen, im Rhythmus der Arbeit gesungen.

        Gruß,

        Myriam

        • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
          Re^3: und noch ein link

          Es ist gut möglich, dass man den Ursprung nicht mehr genau
          nachvollziehen kann.
          Hallo, zusammen,
          aber sicher ist das spannend. Ich singe in einem Shanty-Chor mit und diese Lieder sind mir natürlich gut bekannt.

          Ich stimme Myriam bei, dass es sich da wohl eher um eine Wortbildung wie z.B. "Hau-ruck" handelt, d.h. es wird im Arbeitsrhythmus als Anfeuerungsruf und zur Koordinierung gebraucht.

          Vielleicht genügt diese Erklärung: http://www.kabelgatt.org/seemann_shanties.htm oder diese http://www.neustaedter-shanty-chor-bremen.de/Histori...

          Gruß
          Eckard

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^4: und noch ein link

            Servus, Eckard:-) Ich stimme Myriam bei, dass es sich da wohl eher um eine
            Wortbildung wie z.B. "Hau-ruck" handelt, d.h. es wird im
            Arbeitsrhythmus als Anfeuerungsruf und zur Koordinierung
            gebraucht.
            Dafür spricht auch die Tatsache, dass ich beim nächtlichen Rumsuchen (hab nimmer alles gepostet) in den ältesten Versionen, die ich von gerade diesem Shanty gefunden habe, immer wieder die Version "hoo-DA(H)" steht. Also nehme ich mittlerweile auch an, dass es nix mit dem Australischen "hooday" zu tun hat.

            Gruß, jenny



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