Spruch!
Von: , Frage gestellt am Sa, 23. Okt 1999
Hi Leutz,
wer kann mir sagen, was folgender Spruch bedeuten könnte:
"Wer Schmetterlinge lachen hört, weiß wie Wolken schmecken".
Was stellt Ihr Euch darunter vor?
Gruß
<Der Fragende>
Hi Leutz,
wer kann mir sagen, was folgender Spruch bedeuten könnte:
"Wer Schmetterlinge lachen hört, weiß wie Wolken schmecken".
Was stellt Ihr Euch darunter vor?
Gruß
<Der Fragende>
Hi Leutz,
wer kann mir sagen, was folgender Spruch
bedeuten könnte:
"Wer Schmetterlinge lachen hört, weiß wie
Wolken schmecken".
Was stellt Ihr Euch darunter vor?
Soviel Unsinn in nur einem Satz ist mir noch selten untergekommen! :-((
Wer sagt sowas??
Gruß
Bernhard
hmmm, also ich >B>glaube, daß es bedeuten könnte, daß alles möglich ist, wenn man nur genug phantasie hat... ich finde den spruch sehr schön... :-)
nike
*die sich duckt und den steinen ausweicht, die bernhard jetzt wirft*
hmmm, also ich >B>glaube,
daß es bedeuten könnte, daß alles
möglich ist, wenn man nur genug phantasie
hat...
Ich zähle mich eher zu den Realisten ...
nike
*die sich duckt und den steinen
ausweicht, die bernhard jetzt wirft*
Bernhard
*der grad keine Steine bei der Hand hat*
hmmm, also ich glaube,
daß es bedeuten könnte, daß alles
möglich ist, wenn man nur genug phantasie
hat...
Ich zähle mich eher zu den Realisten ...
...die muß es ja auch geben ;-)))
nike
*die sich duckt und den steinen
ausweicht, die bernhard jetzt wirft*
Bernhard
*der grad keine Steine bei der Hand hat*
Gruß, Nike
*die sich über den Steinmangel freut*
Soviel Unsinn in nur einem Satz ist mir
noch selten untergekommen! :-((
Statt Steinen werfe ich Dir nur einen Begriff an den Kopf: Philister!
(das ist der Gegenpart des Romantikers)
Andreas,
der eben nicht immer Realist ist.
Hi Leutz,
wer kann mir sagen, was folgender Spruch
bedeuten könnte:
"Wer Schmetterlinge lachen hört, weiß wie
Wolken schmecken".
Was stellt Ihr Euch darunter vor?
Gruß
<Der Fragende>
Find ich sehr schön
Wer Schmetterlinge lachen hört ...
Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein ungestört von Furcht die Nacht entdecken.
Der wird zur Pflanze, wenn er will zum Tier, zum Narr, zum Weisen
und kann in einer Stunde durchs ganze Weltall reisen.
Der weiß, daß er nichts weiß, wie alle anderen auch nichts wissen.
Nur weiß er, was die Anderen und auch er noch lernen müssen.
Wer in sich fremde Ufer spürt und Mut hat sich zu recken,
der wird allmählich ungestört von Furcht sich selbst entdecken ...
Wer mit sich selbst in Frieden lebt der wird genauso sterben
und ist selbst dann lebendiger als alle seine Erben.
;-))
Rainer
Hallo Rainer,
das von Dir gepostete Gedicht finde ich total gut. Leider hast Du nicht dazugeschrieben, von wem es ist. Ich würde ich mich sehr darüber freuen, wenn Du mir den Autor verrätst.
Danke und Gruß
Martin
Hi!
Wenn mich meine vage Erinnerung an Folkmusiktage nicht trügt, hat diesen Text mal eine Gruppe namens Novalis vertont. Ob er von ihnen stammt oder so (oder in Abwandlung) tatsächlich von Novalis selbst verfaßt wurde, ist mir allerdings nicht erinnerlich. Stilistisch könnte es zu selbigem wohl passen - der Gute hatte noch viel seltsamere Metaphern auf Halde, wenn er erst mit den richtigen Stöffchen versorgt war. "Boote irren trunken durch Stunden..." und so.
Geschmacks- und Stimmungssache ist es allemal (merkt man dem kleinen Disput hier ja schon an); ich mag diese Bildsprache ganz gern, bin mir aber nie sicher, ob dahinter wirklich eine Bedeutung steckt. Manches aus der Romantik klingt mir recht sprachnarzistisch.
Gruß,
hendrik
Hallo Hendrik,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Bisher war ich eigentlich ebensowenig ein Fan von Folkmusik wie von Blues und Jazz. Aber ich muß zugeben, daß der Liedtext seine Wirkung auf mich nicht verfehlt hat. Na, Horizonterweiterung hat ja bekanntlich noch nie geschadet... Bemerkenswerterweise war diese ja auch gerade zur damaligen Zeit besonders "in", wobei es freilich nicht um die Begeisterung für die Musik längst vergangener Tage ging. - Was die Frage nach der Bedeutung hinter den Gebilden einer solchen Metaphersprache angeht: Ich denke, man muß wohl einfach akzeptieren, viel Raum für Interpretationen zu haben. Vielleicht sollte man die Frage nach dem sachlichen Aussagegehalt sogar überhaupt nicht stellen, sondern bloß die Lyrik auf sich wirken lassen. Den Empfang sozusagen von der Gedankenebene ganz auf die Gefühlsebene schalten.
Viele Grüße und nochmals Dankeschön
Martin