Jod - wieviel μg/Tag?

Ich komme aus Österreich und lebe seit 6 Monaten im Süden Deutschlands. Auf Anraten Bekannter habe ich eine Schilddrüsendiagnostik machen lassen. Nun bekam ich die Diagnose, dass meine Schilddrüse absolut in Ordnung, ich aber zur Vorsorge 300 μg Jod pro Tag zu mir nehmen soll.
Nun ist in Österreich Jodmangel absolut kein Thema und somit kenne ich mich auch nicht aus. Aber ich hab jetzt schon ein paar mal gelesen, dass 150-200μg Jod eigentlich ausreichen.
Warum soll/muss ich 300μg nehmen? Kann zuviel Jod auch schaden?

mfg Ilse (eine absolut jodunerfahrene Österreicherin)

Hi Ilse,

laut WHO liegt das Optimum der Iodzufuhr bei 150 bis 200 Mikrogramm pro Tag. Der Körper hat ca. 10 - 30 mg gespeichert (das meiste davon in der Schilddrüse).

Abgesehen von einigen Iodmagelgebieten (z.B. Bayern, wo der Kropf schon fast ein Statussymbol ist) gibt es kaum Iodprobleme, zumal viele Speisen (Kantine, Restaurants, Mensa, Tiefkühlkrams…) mit Iodsalz gewürzt werden.

Eine prima Möglichkeit Deinen Ioidbedarf zu decken ist übrigens regelmäßiger Genuß von Seefisch.

Gandalf

Hallo Ilse,
Ich weiss nicht, ob es in Östereich auch die Zwangsjodierung durch Jodsalz im Brot und anderen Lebenmitteln gibt.
Zuviel Jod tut jedenfalls nicht gut.
Siehe auch hier: http://www.jod-kritik.de/
mfg
Crotalus

Hallo Ilse,
Ich weiss nicht, ob es in Östereich auch die Zwangsjodierung
durch Jodsalz im Brot und anderen Lebenmitteln gibt.
Zuviel Jod tut jedenfalls nicht gut.
Siehe auch hier: http://www.jod-kritik.de/

Hallo Crotalus
so was solltest Du hier aber nicht anpreisen, das ist unter Deinem Niveau.
Wie da argumentiert wird, ist ja ein Witz, jeder einigermaßen naturwissenschaftlich Erfahrene kriegt das kalte Grausen.
Gruß
Rainer

Hallo Crotalus
so was solltest Du hier aber nicht anpreisen, das ist unter
Deinem Niveau.
Wie da argumentiert wird, ist ja ein Witz, jeder einigermaßen
naturwissenschaftlich Erfahrene kriegt das kalte Grausen.

Hallo Rainer,
Du bist leider nicht auf dem aktuellen Stand.
Die Zwangsjodierung wird mittlerweile auch von Medizinern kritisch gesehen. Jod-Allergien und Jod-Akne sind leider Fakten.
Diese Menschen haben kaum eine Chance, dem Jod zu entgehen.
Jeder einigermaßen naturwissenschaftlich Erfahrene sollte nicht gleich (das kalte Grausen kriegen), nur weil Betroffene nicht so schön akademisch argumentieren könen.
Bist du etwa auch dafür, dass wir Alle Jod untergejubelt bekommen und uns kaum dagegen wehren können ???
Noch ein Info:http://www.balance-online.de/texte/075.htm
Gruß
Crotalus

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Hallo Rainer,
Du bist leider nicht auf dem aktuellen Stand.
Die Zwangsjodierung wird mittlerweile auch von Medizinern
kritisch gesehen. Jod-Allergien und Jod-Akne sind leider
Fakten.
Diese Menschen haben kaum eine Chance, dem Jod zu entgehen.
Jeder einigermaßen naturwissenschaftlich Erfahrene sollte
nicht gleich (das kalte Grausen kriegen), nur weil Betroffene
nicht so schön akademisch argumentieren könen.
Bist du etwa auch dafür, dass wir Alle Jod untergejubelt
bekommen und uns kaum dagegen wehren können ???
Noch ein Info:http://www.balance-online.de/texte/075.htm

Ja sicher, und das passende Buch kann man da auch gleich kaufen, wie praktisch.
Wer einigermaßen Ahnung von Chemie hat, würde so was nicht verfassen, mal wieder halbgebildete, aber sendungsbewußte „Aufklärer“.
Nee, danke, brauch ich nicht, ich eß zweimal die Woche Fisch, damit meine Jodbilanz stimmt :wink:
Gruß
Rainer

Hallo Rainer,
Du kannst soviel Jod futtern, wie du möchtest, es ist dann deine Entscheidung.
Du hast dich aber nicht dazu geäußert, wie du zu der Zwangsjodierung stehst.
Also: Zwangsjodierung, ja oder nein?
Was ist deine Meinung dazu.
mfg
Crotalus

hallo Crotalus!

In Österreich wird das Jod anscheinend bei der Trinkwasseraufbereitung beigesetzt (jedenfalls haben mir das zwei Ärzte hier in Deutschland gesagt). In den Lebensmitteln gibt es meines Wissens auch kein Jodsalz.
Aber meine Frage war eigentlich, ob ich jetzt - in Deutschland lebend - wirklich 300µg pro Tag schlucken soll.
mfg, Ilse

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Leider ist ganz Deutschland mit Ausnahme eines ca. 30 km breiten Küstenstreifens JODMANGELGEBIET. Dieser Mangel nimmt von Nord nach Süd zu.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Ilse
der Tagesbedarf des durchschnittlichen Erwachsenen beträgt ca 200 Mikrogramm Jod. Bei Schwangerschaft und Stillzeit ist der Bedarf höher.
das heisst, mit 300 microgramm ist man auf der Sicheren Seite…

Jodiertes Speisesalz enthält ca 20 microgr. Jod pro Gramm salz, d.h. mit 10 Gr Salz deckst Du deinen Tagesbedarf. Soviel Salz nimmt man bei einer durchschnittlichen Ernährungsweise auch zu sich. Allerdings ist bei den meisten Verarbeiteten Lebensmitteln nichtjodiertes Salz im Einsatz (z.B. Wurstwaren etc) (Metzger fragen) das heisst: Durch eine normale Ernährung kommt es sicher nicht zu einer Überdosierung. Man kann auch etwas mehr jod aufnehmen, als der tagesbedarf ist, Überschüsse des wasserlöslichen Jods scheidet der Körper wieder aus.
Im Normalfall wird aber keine zusätzliche Jodgabe zur Nahrung benötigt.

Zusatz 1: Für eine gefährliche Überdosierung müsste man schon die Jodtabletten riegelweise fressen.

Und nochwas: in Deutschland gibt es keine Zwangsjodierung irgendwelcher Lebensmittel. Die immer wieder genannte Tierfutterjodierung ist eine Maßnahme zur Gesunderhaltung des Viehs.

Und ad 3: durch die Verbesserung der Jodversorgung ist der „Kropf“ eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung, in D praktisch ausgestorben.

Gruß
Mike

Jod - wieviel ?g/Tag? - Tja, wer weiß das schon?
Hallo!

Warum soll/muss ich 300?g nehmen? Kann zuviel Jod auch schaden?

Ist doch dufte, daß Deine Schilddrüse in Ordnung ist. Das ist eigentlich schon die ganze Antwort auf Deine Frage.

Na gut, eine hamwa noch: Zuviel Jod kann schaden.

Jetzt dürfte aber alles klar sein :smile:

Der Streit, der an dieser Stelle gern entfacht, ähnelt sich jedesmal von Neuem, ob es nun um Vitamine, Magnesium, Eisen und wie sie alle heißen geht.
Wie soll man das klären?

Der See ist im Durchschnitt einen Meter tief. Trotzdem ist die Kuh ersoffen.
Meiner Meinung nach liegt hier ein (durchaus profitbedingtes) Mißverständnis zwischen „Verallgemeinern“ („in Deutschland herrscht Jodmangel“) und „über einen Kamm scheren“ ( "alle haben Jodmangel") vor.
Bei letzterem werden alle gleich behandelt, also z.B. einer Zusatzdosis Vitamin in Keksen ausgesetzt. Ha, nicht mal das stimmt. Da kann einem doch das kalte Grausen kommen:

  1. Es ist ja unklar, wieviel Substanz das Individuum verzehrt. Anders als in Pillen, deren Wirkstoffmenge genau bekannt und eingestellt ist, weiß niemand, wieviel Eisen denn nun im Spinat aus Posemuckel ist und wieviel Kekse die Person außerdem zu sich genommen hat.

  2. Zweitens unterscheiden sich Menge sowie Art und Weise der organismischen Aufnahem und Verarbeitung solcher Substanzen bei jedem Menschen stark. Der individuelle Bedarf von Wirkstoffen ist daher unbekannt, erst Recht, wieviel Gramm Apfel man nun essen sollte!

Unverantwortlich also, pauschal irgendwelche Dosen zu empfehlen!
Stattdessen sollte erst die konkrete Mangelerscheinung diagnostiziert werden und dann bitteschön medikamentös behandelt. Du warst ja zur Diagnose. Ohne Befund!

Man mag ja an Vorbeugung denken. Aber Jod hat erhebliche Nebenwirkungen. Keine gute Vorbeugung.

Gib mal bei http://www.google.de die Stichworte „jod“ und „Pollmer“ ein. Da findest Du verschiedene Links von balance-online über naturkost.de bis stachel.de etc., die nicht alle so plakative Formulierungen wie bei Crotalus’ Link verwenden. Das Fazit gleicht sich jedoch.

Tschuess, Sven.

Ich komme aus Österreich und lebe seit 6 Monaten im Süden
Deutschlands. Auf Anraten Bekannter habe ich eine
Schilddrüsendiagnostik machen lassen. Nun bekam ich die
Diagnose, dass meine Schilddrüse absolut in Ordnung, ich aber
zur Vorsorge 300 ?g Jod pro Tag zu mir nehmen soll.
Nun ist in Österreich Jodmangel absolut kein Thema und somit
kenne ich mich auch nicht aus. Aber ich hab jetzt schon ein
paar mal gelesen, dass 150-200?g Jod eigentlich
ausreichen.

mfg Ilse (eine absolut jodunerfahrene Österreicherin)

Hallo Ilse,
ich seh das so, wie der Sven; enn die Schilddrüse in Ordnung ist, warum dann Jod zuführen.
Außerdem nimmst du über das joidierte Speisesalz und viele Lebensmittel mehr Jod unfreiwillig zu dir, als nötig ist.
Wennnn es stimmt, dass in Österreich Jod sogar dem Trinkwasser zugesetzt wird, dann möchte ich dort nicht leben.
Gruß
Crotalus

Frage an doc
Hallo,

m.E. dürfte es doch garnix ausmachen, wieviel Jod ich zu mir nehme (es sei denn, in unmengen), da sich doch mein Körper eigentlich nur das entnehmen sollte, was er braucht. Seheh ich das richtig?

Frank

Hallo Rainer,
Du kannst soviel Jod futtern, wie du möchtest, es ist dann
deine Entscheidung.
Du hast dich aber nicht dazu geäußert, wie du zu der
Zwangsjodierung stehst.
Also: Zwangsjodierung, ja oder nein?
Was ist deine Meinung dazu.

Zwangsjodierung gibts gar nicht, jedenfalls nicht hier bei uns.
Wäre in Gegenden mit Kropfneigung aber nicht verkehrt, damit kann man einen Mangel ausgleichen.
Gruß
Rainer

Zwangsjodierung gibts gar nicht, jedenfalls nicht hier bei
uns.
Wäre in Gegenden mit Kropfneigung aber nicht verkehrt, damit
kann man einen Mangel ausgleichen.

Hallo Rainer,
Wie nennst du es denn, wenn nahezu jeder Bäcker Jodsalz verwendet und in vielen Fertiggerichten auch jodiertes Salz enthalten ist. Wenn man dem Zeug kaum entgehen kann, ist das für mich eindeutig eine Zwangsjodierung.
Menschen mit Jodallergie, Jodakne oder Hyperthyreose haben damit große Probleme.
Personen, die zusätzliches Jod benötigen, könnten sich ja Jodsalz oder bei dir die Jodpillen kaufen.
Ich bin jedenfalls strickt gegen jegliche Zwangsbeglückung.
Gruß
Crotalus

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NEIN, weil der Jodmangel führt zur Schilddrüsenvergrößerung mit evtl. resultierenden Folgeschäden.

RH

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Sven,

habs erst etwas spät gelesen, möchte Dir aber sagen, daß Du mir mit Deinem Artikel zum Thema Jod aus dem Herzen sprichst!! Ich liege damit ständig mit Leuten im Clinch, besonders mit den Apothekern! Seufz!

Viele Grüße

Angelika