„Iss nicht soviel Salz - das ist ungesund“, die Weisheit kennt wohl jeder. Aber ganz ohne geht’s auch nicht, oder?
> Was macht denn Salz im Körper?
> Kann man auch zu wenig Salz verzehren? Welche Auswirkungen hat das dann?
> Und gewöhnt sich der Körper an einen gewissen Salzpegel, so dass eine drastische Reduzierung oder Erhöhung Schaden anrichten würde?
> Wie sieht das mit den Mineralsalzen aus, die nach dem Sport vermehrt gebraucht werden, haben die irgendwas mit dem Speisesalz zu tun?
Freue mich auch über Teilantworten,
Nettes Grüßli,
Uli
Salz beinhaltet (oder ist) Natriumchlorid. Dieses löst sich in Wasser in Natriumionen und Chloridionen aus. Diese Ionen findet man auch in den Körperflüssigkeiten von Lebewesen, weil sie dort für die Aufrechterhaltung des so genannten „inneren Milieus“ gebraucht werden. Das „innere Milieu“ ist notwendig, damit die Körperprozesse so ablaufen können, damit Lebewesen am Leben bleiben und ihre Organe funktionieren.
Zwischen dem Intrazellulärraum (also dem Inneren von Körperzellen) und dem Interstitium (also dem Raum zwischen den Zellen) bestehen Unterschiede in der Zusammensetzung der Körperflüssigkeiten. Und das ist auch gut so: Diese Unterschiede sorgen nämlich dafür, daß die Zellen sich das aus dem Interstitium holen können, was sie brauchen, und das raustransportieren können, was sie nicht mehr brauchen.
Durch die Ausscheidung von Körperflüssigkeiten (z.B. Schwitzen oder Urinausscheidung) gehen Elektrolyte (so nennt man die Teilchen wie Natriumionen, Chloridionen und weitere mehr: z.B. Kaliumionen) verloren. Das gefährdet aber langfristig das „innere Milieu“ und man bekommt - Durst (so genannter homöostatischer Trieb - wenn die Elektrolyte aus dem Gleichgewicht sind, dann besteht ein „Drang“, das zu ändern).
Der Körper regelt also durch Durst (wenn zu wenig Wasser da ist bzw. die Elektrolytkonzentration zu hoch ist) und Ausscheidung sein „inneres Milieu“, so wie er es braucht. Die Systeme zur Regelung des „inneren Milieus“ sind ziemlich komplex und umfassen verschiedene Organe (z.B. auch das Gehirn), chemische Botenstoffe (Neurotransmitter, Hormone), damit alles doppelt und dreifach gesichert ist. Wenn die Systeme nicht funktionieren, ändert sich das „innere Milieu“ und die Körperorgane können nicht mehr richtig arbeiten(„Krankheit“).
Die Aufnahme und Ausscheidung von Salz (und anderen Stoffen, die Elektrolyte enthalten, wie z.B. die isotonischen Drinks) ist Ausdruck der Notwendigkeit, das „innere Milieu“ aufrechtzuerhalten und im „normalen“ Rahmen Zeichen eines gesunden Organismus.
ich hatte vor Jahren zu hohen Blutdruck.
Auf meiner Frage ob es am hohen Kaffeegehalt liegen kann , meinte ein Sportmediziner:
Sie können soviel Kaffe trinken wie sie wollen, nur …
…das Salz muß aus der Speise raus.
Sobald die Mutter gekocht hat, Salzstreuer auf den Tisch, jeder kann selber nachsalzen( ist schon eine Zeit lang her).
Seit dieser Zeit habe ich zu niedrigen Blutdruck.
Mein Hausarzt sagt dann immer, den lassen wir so, besser als umgekehrt.