Meine Schwester lebt in Korea, im sommer möchte sie ihr 2. Kind bei ihrer Mutter in HH entbinden. Keine Versicherung zahlt, weder die eigene in Korea noch gibt es scheinbar Möglichkeiten, sich hier zu versichern.
Wißt Ihr, wie man das mit der Geburt verbundene Kostenrisiko zumindest eindämmen kann. Gibt es Ärzte, Hebammen, die sich auf ein Pauschalhonorar einlassen? Bei Komplikationen könnte die Geburt sonst eher ein Ruin werden
Bei Komplikationen könnte die Geburt sonst eher ein Ruin werden
Hallo Angel,
ein Arzt oder eine Hebamme wird das Risiko ebenso einschätzen. Was also soll diese Leute veranlassen, das im Zweifel ruinöse Risiko zu übernehmen? All-inclusive-Geburt wirst Du nicht finden.
als wir in den 80er-Jahren aus Japan nach D zogen, war meine Frau schwanger.
Eine große Voruntersuchung beim Gynäkologen an einer gesunden Schwangeren kostete hier ca. 700 Mark.
Die japanische Volkskrankenkasse übernahm übrigens damals die Kosten für Schwangerschaft und Geburt überhaupt nicht; eine Entbindung im Krankenhaus kostete 0,6 mio Yen (gut 10 TDM) pauschal.
Ich habe meine Frau dann als meine Sekretärin fest angestellt. Damit wurde sie versicherungspflichtig und von der AOK aufgenommen. Geraume Zeit nach der Geburt forderte jedoch plötzlich die AOK schwangerschaftsbedingte Leistungen in Höhe von mehr als 10 TDM zurück und war nur durch erbitterte Gegenwehr davon abzubringen; doch letztendlich war nichts dergleichen bei Vertragsabschluß vereinbart worden.
Gruß
Wolfgang Berger
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pauschalen…
Geburten werden immer als Fallpauschalen abgerechnet (nicht bei privat versicherten). Die ist von Klinik zu Klinik verschieden, als Beispiel (Paracelsus-Klinik, nördl. von HH) mal folgende Beträge (für Mutter und Kind (gesund!) zusammen):
Spontangeburt, incl. aller Leistungen und stationärem Aufenthalt: € 1950,-
Kaiserschnitt (weiß man ja meist nicht vorher), incl. alles:
€ 3489,-
Man kann also z.B. einen Privatvertrag abschließen über diesen festgelegten Kassen-Pauschalsatz. Aber wie gesagt: der schwankt sehr und kann z.B. an der Uni auch mal doppelt so hoch sein.
Dazu kommen dann noch die Gebühren für die freiberufliche Hebamme für die Wochenbettbetreuung (da würd ich nicht dran sparen!!!) Kostet pro Hausbesuch (Privatsatz) ca. € 45,-.
Also wichtig: vorher fragen, Kliniken vergleichen. Nette Hebamme suchen. Viel Glück!!