Hirnschlag und Alkohol?

Wie verträgt sich das?
In welcher Menge ist das unverantwortlich oder nimmt das eine auf das andere keinen Einfluß?

Danke für Informationen!

Grüße

Caro

Schlaganfall und Alkoholkonsum
Hi Caro!

Zu hoher Alkoholkonsum ist einer der bedeutendsten Risikofaktoren beim Schlaganfall. Es wird aber zur Zeit diskutiert, ob kleine Mengen Alkohol vor Schlaganfall schützen können. Regelmäßiger Konsum größerer Mengen Alkohols ist aber auf jeden Fall schädlich und erhöht das Risiko für einen Schlaganfall, u.a. dadurch, daß der Blutdruck erhöht wird. Vor dem regelmäßigen Konsum von größeren Mengen Alkohols ist sowieso abzuraten, nicht nur wegen des gestiegenen Schlaganfallrisikos

Gruß,

Oliver

Hallo Caro,
in aller Kürze, weil das Thema so umfassend ist.
Derjenige der regelmäßig sein Viertele schlotzt, soll es auch weiter tun. Die Literatur gibt die Meinung her, daß es mehr nützt als schadet.
Wer aber „Kampftrinker“ oder „Alkoholabhängiger“ ist, wird mit folgendem Mechanismus rechnen können. Durch den übermäßigen Alkoholgenuß kann es zu einer so großen Dehydrierung des Körpers führen, daß das Blut eingedickt wird. Wegen der dann auftretenden hydrodynamischen Komplikationen kann es in den Blutgefäßen des Gehirns zu einer Zusammenballung der festen Blutbestandteile und einer Stase in diesen Gefäßen kommen. Die eigentlich durch diese Arterien versorgten Gehirnanteile werden nicht mehr von Blut versorgt und sterben ab. Der Apoplex ist da.
Über die Häufigkeit von Alkohol insistierten Schlaganfällen kann ich Dir aber nichts berichten. Mir fehlen die Zahlen. Aber allgemeine Zahlen sagen auch schon etwas aus: 90% der Bevölkerung trinken Alkohol. 40-50% der Männer haben zeitweise alkoholinduzierte Probleme und 10-20% der Männer sowie 3-10% der Frauen entwickeln persistierende Alkoholabhängigkeiten oder einen Alkohol-Abusus. Der typische Alkoholiker hat Familie, nur 5% passen in das Asozialenklischee.
Trinken verschlimmert fast alle bestehenden Krankheiten und führt zu Interaktionen mit Medikamenten. Alkohol kann auch viele vorhandene Krankheiten und pschychiatrische Probleme
verschleiern bzw. verschlimmern. Meist entstehen dann in Folge dieser Krankheiten cerebrale, neurologische und internistische Problematiken bis zum Exitus.
MfG
Bernd

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Danke für deine Mühe, aber
Du verwendest sehr viele Fachausdrücke, von denen ich nur die wenigsten verstehe.
Habe ich das jetzt richtig verstanden, daß ein paar Schoppen jeden abend nichts ausmachen, aber etwas mehr durchaus problematisch sind?

Danke nochmal!
Schönes WE

Gruß

Caro

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Zuviel
„Ein paar Schoppen jeden Abend“ sind garantiert ein paar Schoppen zu viel. Es gibt ´nen Grenzwert, ab dem der Alkoholgenuß als gesundheitsschädlich beurteilt wird. Und ein paar Schoppen liegen drüber, das garantiere ich Dir als ehemaliger Mitarbeiter an einer Klinik für Alkoholabhängige.

Gruß,

Oliver

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