Rötelimpfung

Hallo,

als meine Kinder noch klein waren, ließ ich sie gegen alle möglichen Krankheitserreger impfen, nach Absprache mit dem Kinderarzt. Bei Röteln meinte der Kinderarzt, dass man diese bei Mädchen erst ab Pupertät und erster Periode dagegen impft, weil bis dahin die Mädchen eventuell Abwehrmechanismen gegen diese Erreger erzeugen können (z.b. mit den Windpocken auch Rötelerreger bekommen).
Nun habe ich heute von einem anderen Arzt erfahren, dass man Mädchen doch schon mit 6 Jahren gegen Röteln impft.
Meine Tochter ist fast 10.
Was gilt denn nun? Ich würde mich auch über Antworten von erfahrenen Eltern freuen.
viele Grüße
Claudia

Hallo Claudia,

die Empfehlung der ständigen Impfkommission ( mein Stand ist von 95, kann also schon veraltet sein ) war, die erste Impfung zusammen mit Mumps und Masern bereit ab dem 15. Monat vorzunehmen. Dann noch einmal ab 6 Jahre in der gleichen Kombination. Diese beiden Impfungen unabhängig vom Geschlecht der Kinder.
Und dann noch einmal zwischen dem 11. und 15. Jahr bei Mädchen.
Die Rötelimpfungen bei den kleinen Kindern, bei denen das Geschlecht keine Rolle spielt, sind hauptsächlich dazu da, schwangere Frauen vor einer Ansteckung zu schützen.
Wenn es also um den eigenen Schutz der Mädchen und Frauen geht, ist erst der spätere Impftermin „der richtige“.

Gruß
Heike

Stand Nov. 2001
Hallo,

die Empfehlung der ständigen Impfkommission ( mein Stand ist
von 95, kann also schon veraltet sein ) war, die erste Impfung
zusammen mit Mumps und Masern bereit ab dem 15. Monat
vorzunehmen. Die Erfordernisse dieser Kombinationsimpfung richten sich in erster Linie nach den Maser, deren Eliminierung erklärtes Ziel der deutschen Gesundheitspolitik ist.

Erstimpfung in der Regel zwischen dem 11. und 14. Monat, möglichst bis zum Ende des 2. Lebensjahres, nicht vor dem 9. Lebensmonat. Sofern die Erstimpfung vor dem 12. Lebensmont erfolgte, sollte die MMR-Impfung bereits im 2. Lebensjahr wiederholt werden, da im 1. Lebensjahr noch persistierende maternale Antikörper die Impfviren neutralisieren können.

Dann noch einmal ab 6 Jahre in der gleichen
Kombination. Diese beiden Impfungen unabhängig vom Geschlecht
der Kinder.

Seit 1991 empfiehlt die STIKO eine Zweitimpfung, um Immunitätslücken zu schließen. Sie sollte so früh wie möglich erfolgen, und kann bereits 4 Wochen nach der Erstimpfung durchgeführt werden. Durch diese zweimalige MMR-Impfung wird auch der unverzichtbare Schutz vor einer Rötelnembryopathie weitgehend gesichert.
Eine Altersbegrenzung für die MMR-Impfung besteht nicht. Sie kann in jedem Alter erfolgen. Auch wenn schon Masern-, Mumps- oder Rötelnerkrankungen anamnestisch festgestellt wurden, sollte man zusätzlich noch impfen, da ohne mikrobiologisch-serologische Dokumentation die Angaben unzuverlässig und somit nicht verwertbar sind.
Schöne Grüße
Sabine

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Hallo Heike,

was Du schreibst, trifft exakt zu: Röteln sind im Prinzip ungefährlich, eine Impfung ist eigentlich unnötig. Anders jedoch bei schwangeren Frauen: Das Rötelnvirus verursacht schwere Mißbildungen.

Man kann nun zwei Strategien anwenden: Zum einen kann man nur Mädchen kurz vor Eintritt der Pubertät impfen. Das hat den Vorteil, daß dann, wenn die Mädchen/Frauen Kinder bekommen, die Impfung noch „frisch“, d.h. die Immunität gut ist. Zudm werden die Jungs keinen primär unnötigen Impfrisiken ausgesetzt Der Nachteil ist, daß das Virus natürlich noch in präpubertären Mädchen und in Jungen bzw. Männern zirkuliert. Dadurch sind Schwangere gefährdet, die nicht geimpft wurden oder bei denen die Impfung versagt hat. Daher wendet man im Augenblick die zweitmögliche Strategie an: Impfung von allen Säuglingen im Alter von 15 Monaten. Auf diese Weise könnte das Virus eventuell sogar ausgerottet werden, ähnlich wie vorher die Pocken.

Wollte ich nur für den einen oder anderen im Forum kurz genauer ausführen :wink:

viele Grüße,

Oliver

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herzlichen Dank…
…für alle Antworten, die sehr hilfreich für mich sind.
liebe Grüße
Claudia

Hallo,die info von 95 ist noch immer aktuell. wichtig bei dieser ganzen impferei ist, das kinder schwangere frauen heute noch häufig anstecken und somit dem ungeborgenen kind einen denkbar schlechten bis gar keinen start ins leben geben. es gab sogar schon die empfehlung eine durchseuchung der ganzen bevölkerung aufgrund der gefahr föten zu schwerstbehinderten u machen, wenn die mutter mit diesen rötelviren in kontakt kommt.das viele ihre kinder nicht impfen ist mit der begründung richtig, dass viele ärzte röteln nur dann identifizieren können, wenn so eine art epidemie ausbricht.somit ist die wahrscheinlichkeit antikörper zu haben sehr hoch. viele grüsse mona

als meine Kinder noch klein waren, ließ ich sie gegen alle
möglichen Krankheitserreger impfen, nach Absprache mit dem
Kinderarzt. Bei Röteln meinte der Kinderarzt, dass man diese
bei Mädchen erst ab Pupertät und erster Periode dagegen impft,
weil bis dahin die Mädchen eventuell Abwehrmechanismen gegen
diese Erreger erzeugen können (z.b. mit den Windpocken auch
Rötelerreger bekommen).
Nun habe ich heute von einem anderen Arzt erfahren, dass man
Mädchen doch schon mit 6 Jahren gegen Röteln impft.
Meine Tochter ist fast 10.
Was gilt denn nun? Ich würde mich auch über Antworten von
erfahrenen Eltern freuen.
viele Grüße
Claudia