Hallo,
ich war neulich beim Zahnarzt und der hat mit gesagt, er wolle alle meine Füllungen (Amalgan) durch was anderes ersetzen (Gold, Keramik). Er und viel Kollegen würden Amalgan-Füllungen sowieso nicht mehr machen. Die Kasse zahlt aber nur diese, meine Frage:
wenn ich allergisch bin, muss ich dann nichts zahlen und wo kann ich einen Allergietest machen lassen??? Und was soll das überhaupt mit die Zahnärzte machen kein Amalgen mehr und die Kasse zahlt nur das?
MfG Michael
Hi Michael 
Dein Zahnarzt ist ein Spinner. Sicherlich enthaelt Amalgam viel Quecksilber und dieses wird auch im Speichel nachgewiesen, sofern Amalgam-Fuellungen vorhanden sind.
Aber beim Entfernen von Amalgam-Fuellungen gelangt etwa 50-mal mehr Quecksilber in deinen Koerper wie sonst in einem Jahr von der Fuellung „abbroeckelt“ !!! Mit anderen Worten, das Entfernen von Amalgam-Fuellungen nutzt nur dem Zahnarzt etwas, dir schadet es dagegen eher.
Mein Zahnarzt wollte mir auch die Amalgam-Fuellungen rausnehmen. Ich habe dankend abgelehnt, sollte etwa 2000 DM kosten, der Spass.
Das Entfernen von Amalgam-Fuellungen macht eigentlich nur dann Sinn, fuer dich als Patient, wenn du noch andere Metalle im Mund hast, etwa Gold-Kronen. Dann solltest du allerdings relativ schnell das Amalgam entfernen lassen. Denn bei zwei verschiedenen Metallen (Amalgam und Gold) hast du quasi eine Batterie im Mund. Es kommt zu einem Stromfluss, der mit einem Materialtransport einhergeht, und zwar wird das unedlere Metall zum edleren Metall transprotiert. Das heisst, dass erheblich mehr Quecksilber aus dem Amalgam austritt als wenn du nur Amalgam im Mund haettest!
cu Stefan.
Amalgam wird in Studien immer wieder geprüft (nich nur Quecksilberbelastung, auch Lebensdauer, Skundärkaries, etc…)
Resultat:
Wenn’s schon drin ist, kann man es drin lassen. Allerdings soll eine Amalgam - Plombe nach dem Stand der Wissenschaft gemacht sein. Hier wird manchmal etwas schneller egarbeitet als gut ist.
Gruß
Harald
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Hi Michael ;o))
ich war neulich beim Zahnarzt und der hat
mit gesagt, er wolle alle meine Füllungen
(Amalgan) durch was anderes ersetzen
(Gold, Keramik).
Kann ich mir denken °kicher°
Grundsätzlich: „Amalgam“ ist die chem. Bezeichnung für Legierungen des Quecksilbers. Davon gibt es praktisch unendlich viele. Im Dentalbereich wird eine Zinn-Kupfer-Edelmetall-Quecksilber-Legierung verwendet, da diese erstens hart und bruchfest ist und zweitens leicht verarbeitbar, d.h. sie hat beim Schmelzen und darauf folgenden Erstarren beim Eingiessen in den Abdruck praktisch keinen Volumsschwund. Amalgam-Plomben sitzen daher besonders fest im Zahn, weil sie einfach genauer passen und sich daher kein Karies zwischen Zahn und Plombe durchschmuggeln kann. Keramik-Plomben werden gesintert und haben relativ großen Schwund. Gold wiederum hat - so wie Amalgam - sehr geringen Schwund. Eine sauber gemachte Amalgam-Plombe ist eine feine Sache und NICHT gefährlich.
Der einzige Grund für einen Austausch wäre IMHO eine geplante Schwangerschaft und die Gefahr, daß eine bestehende Amalgam-Plombe dann bei bestehender Schwangerschaft ausgetauscht werden muß. Dann kommt es beim Ausbohren nämlich zur Freisetzung von Quecksilber und zu einer erhöhten Belastung für Mutter und Fetus.
Für einen gesunden Erwachsenen ist das unbedenklich, bei ungeborenen Babys … naja, da ist wohl jeder übervorsichtig.
Es gibt übrigens auch Kunststoffplomben.
°wink°
Tiger
hi michael,
amalgam wird kaum mehr verwendet, wg. quecksilber. wieviel die kasse an den kosten uebernimmt, musst du mit dieser selbst klaeren. einen test kann ein zahnarzt oder ein hautarzt machen, auch bei einer allergie musst du die kosten mit der kasse selbst abklaeren.
sei vorsichtig, wenn du keine allergie hast, wenn alle amalfamfüllungen auf einmal herauskommen, wirst du mit quecksilber überhäuft nd musst unbedingt anschliessend eine entgiftungskur machen.
alles gute , sabine
Unserer Meinung nach ist der heutige Einsatz von Amalgam-Füllungen unverantwortlich. Das Thema ist aber so umfangreich, daß es nicht mit wenigen Sätzen ausreichend behandelt werden kann. Wer sich grundlegend mit diesem Thema auseinandersetzen will, kann sich auf unserer Homepage (http://home.nordwest.net/panap) im „Linkzentrum“ informieren. Es gibt auch "spezielle Amalgam-Seiten). Die gestellte Frage war hier Amalgam-Allergie+ „neue“ Zahnfüllung. Ich würde mir nie wieder eine neue Amalgam-Füllung einsetzen lassen. Von alten würde ich mich nach und nach (und wenn die Kasse übernimmt - sofort) „trennen“.
Sehr gut war die Antwort bei vorhandenen anderen Metallen (Gold) und der dadurch entstehende Mundbatterie-Effekt. Aber hierauf nehmen die Ärzte und Kassen leider auch keine Rücksicht.
Herzliche Grüße
Peter Biel
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Hallo Tiger,
ich bin der Meinung das angesprochene Thema ist viel zu ernst, und man sollte jede Polemik aus dem Spiel lassen. Bereits vorhandene Amalgamfüllungen würde ich mir auch nur mit Kofferdam entfernen lassen. Bei anstehenden neuen Füllungen sollte man in der Tat auf alternative Materialien zurückgreifen. Ist seit Jahren auch Meinung des Bundesgesundheitsamt und nicht nur der Zahnärzte. Fachlich schlicht falsch sind Deine Anmerkungen zum Materialschwund. Amalgam und auch Kunststoff werden direkt im Mund des Patienten verarbeitet und dabei ist der Schwund beim Kunststoff zu beachten. Gold- und Keramikfüllungen werden jedoch vom Zahntechniker auf Modellen angefertigt.Gold wird dabei in flüssigem Zustand in Formen gegossen. Keramik wird entweder mehrere Male im Ofen gebrannt oder in Formen gepreßt. In beiden Fällen werden die fertigen Füllungen in der Regel unter Stereomikroskopen gearbeitet und kontrolliert. Die Passung ist bei im Labor hergestellten Inlays optimal. Sicherlich kann ein gewissenhafter, handwerklich geschickter Zahnarzt, und solche sind zum Glück in der Mehrheit, eine exelente Füllung im Mund legen. Dabei bietet sich eine Kunststoffmehrschichtfüllung an. Diese wird in mehreren Arbeitsgängen aufgetragen, um die Schrumpfung auszugleichen und um die Passung und Haltbarkeit zu optimieren. Die Kunststoffmehrschichtfüllung wird im Gegensatz zu herkömmlichen Kunststofffüllungen nicht in vollem Umfang von den Kassen bezahlt. Die kleine Zuzahlung ist aber in jedem Fall zu empfehlen.
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Hi Hans-Werner
ich bin der Meinung das angesprochene
Thema ist viel zu ernst, und man sollte
jede Polemik aus dem Spiel lassen.
Welche Polemik ??
Fachlich schlicht falsch sind
Deine Anmerkungen zum Materialschwund.
Sorry, Auskunft eines Zahntechnikers
Amalgam und auch Kunststoff werden direkt
im Mund des Patienten verarbeitet
Bei Kunststoff ist das schon klar, aber wie kann Amalgam gleichzeitig flüssig (beim Einbringen)und fest (als Plombe) sein ?
dabei ist der Schwund beim Kunststoff zu
beachten.
Aha. Also doch Schwund ;o)
Gold- und Keramikfüllungen
werden jedoch vom Zahntechniker auf
Modellen angefertigt.Gold wird dabei in
flüssigem Zustand in Formen gegossen.
Keramik wird entweder mehrere Male im
Ofen gebrannt oder in Formen gepreßt.
Also gesintert, oder ?
beiden Fällen werden die fertigen
Füllungen in der Regel unter
Stereomikroskopen gearbeitet und
kontrolliert. Die Passung ist bei im
Labor hergestellten Inlays optimal.
Sag ich doch …
Sicherlich kann ein gewissenhafter,
handwerklich geschickter Zahnarzt, und
solche sind zum Glück in der Mehrheit,
eine exzellente Füllung im Mund legen.
Dabei bietet sich eine
Kunststoffmehrschichtfüllung an. Diese
wird in mehreren Arbeitsgängen
aufgetragen, um die Schrumpfung
auszugleichen und um die Passung und
Haltbarkeit zu optimieren. Die
Kunststoffmehrschichtfüllung wird im
Gegensatz zu herkömmlichen
Kunststofffüllungen nicht in vollem
Umfang von den Kassen bezahlt. Die kleine
Zuzahlung ist aber in jedem Fall zu
empfehlen.
Nur MEINE Kunststofffüllungen haben sich nach 15 Jahren derart ausgewaschen, daß sie erneuert werden mußten. Mag sein, daß es nun schon bessere Materialien gibt.
°wink°
Tiger
Hi Tiger,
Welche Polemik ??
Bezieht sich auf das Gekichere.
Bei den Thema Materialschwund wollt ich nur darstellen, das Materialschwund bei laborgefertigten Inlays für die Passung nicht relevant ist. Es wird der Schwund solange im Labor korrigiert bis das Inlay auf dem Arbeitsmodell und somit auch im Mund passt.
Bei Kunststoff ist das schon klar, aber
wie kann Amalgam gleichzeitig flüssig
(beim Einbringen)und fest (als Plombe)
sein ?
Amalgam wird kurz vor dem Gebrauch angemischt und ist dann nicht flüssig, sondern in einem Zustand wie z.B. feuchter Sand. In diesem Zustand wird das Material in den Zahn „gestopft“. Amalgam härtet dann nach ca. 1 Stunde aus.
Nur MEINE Kunststofffüllungen haben sich
nach 15 Jahren derart ausgewaschen, daß
sie erneuert werden mußten. Mag sein, daß
es nun schon bessere Materialien gibt.
15 Jahre sind für eine herkömmliche Kunststofffüllung eine extrem gute Zeit. Die Haltbarkeit liegt im Schnitt sicherlich nur bei 5-6 Jahren.
Meine Empfehlung bei Füllungen sind entweder im Labor gearbeitete Gold- oder Keramikinlays oder aber Kunststoffmehrschichtfüllungen.
Hans-Werner
Hallo Michael,
ich war neulich beim Zahnarzt und der hat
mit gesagt, er wolle alle meine Füllungen
(Amalgan) durch was anderes ersetzen
(Gold, Keramik). Er und viel Kollegen
würden Amalgan-Füllungen sowieso nicht
Lassen Sie sich nicht von pauschalen Parolen wie ‚die meisten Zahnärzte machen schon lange keine Amalgam-Füllungen mehr‘ beeinflussen. Um eine fundierte, wissenschaftliche Einschätzung des derzeitigen Kenntnisstandes zu Amalgam zu erhalten, können Sie sich an Prof. Meiners wenden, der leitet in Münster das Institut für zahnärztliche Werkstoffkunde, vielleicht hat er Zeit Ihnen kurz zu antworten.
Homepage: http://medweb.uni-muenster.de/institute/zmk/einricht…
Viele Grüße.
K.-L. Mischke
http://medweb.uni-muenster.de/institute/zmk