Hi MeToo,
Du hast hier von Crotalus schon einen guten Link erhalten. Die Website von Andreas ist sehr umfangreich.
Leider habe ich nur ein minimales Wissen als Anwenderin, und diese sind wie folgt. Das homöopathische Mittel wird in Tropfenform oder in Globuliform (zumeist drei Kügelchen mit Traubenzucker) verabreicht. Manche Homöopathen / Ärzte / Heilpraktiker verabreichen Hochpotenzen, das heißt eine einmalige Mittelgabe und dann wird abgewartet. Andere widerum verabreichen nur Niedrigpotenzen, die man tagtäglich einnehmen muß. Andere widerum geben Komplexmittel. Da sind sich die Homöopathie-Leute selbst uneins, was nun die rechte Methode ist.
Doch es gibt in anderen Bereichen auch nicht nur einen Weg und eine Sichtweise.
Je vedünnter, desto hochpotenzierter das Mittel. Genau da scheiden sich die Geister in puncto Vorstellungsmöglichkeiten.
Ich stelle es mir ähnlich der Werbung im Kino vor. Wenn man dort Werbung für Zigaretten beispielsweise sieht, kann man diese witzig oder doof finden, Lust auf eine Zigarette bekommen oder einfach gelassen auf den Film warten. In Amerika gab es Experimente in denen in Bruchteilen von Sekunden, für das Auge nicht wahrnehmbar, Cola eingeblendet wurde, und die Leute bekamen Durst. Somit wurden die Umsätze im Kino gesteigert. Ich weiß nicht, ob es im Amiland verboten worden ist, jedenfalls ist es in Deutschland verboten.
Ebenso gab es eine Versuchsreihe in der Dreiecke kurz eingeblendet worden sind. Die Probanden sollten am Tag nach der Filmvorführung malen und alle malten etwas, mehr oder minder stark, indem Dreiecke vorkamen, z.B. Menschen mit dreieckigem Körper, Kirchturmspitzen usw. usf. Das heißt, je subtiler etwas auf uns einwirkt, desto größer ist die Wirkung, denn umso weniger können wir uns dagegen wehren, da es uns nicht bewußt zugänglich ist. Das ist meine Theorie dazu. Bitte nicht steinigen.
)
Homöopathische Mittel gibt es jeweils in verschiedenen Potenzen. Das heißt, ein und dasselbe Mittel kann in unterschiedlichen Potenzen auch unterschiedlich wirken. Hochpotenzen gehen meines Wissens nach mehr auf die Psyche.
Mit Homöopathie geht oft eine sogenannte Erstverschlimmerung einher. Das heißt, das Symptom das man beklagt oder auch andere die man möglicherweise noch gar nicht so sehr als störend empfunden hat, weil man es gar nicht (mehr) anders kennt, werden erst schlimmer bevor sie besser werden.
Treten Symptome auf, die man früher nicht hatte, die man nicht kennt, ist das ein Indiz dafür, daß die Mittelgabe nicht stimmt.
Meine Erfahrung ist, daß die Auswirkung von Mittelgaben teils erst zwei, drei Jahre später so richtig zur Wirkung kamen, bei manchen Mitteln war ab der ersten Einnahme eine Wirkung da.
Am Anfang jeder guten homöopathischen Behandlung steht allerdings eine Anamnese. Ich erlebe es öfter mal bei den Dingen die ich aufgelöst habe, daß ich gefragt werde, welches Mittel das gewesen sei. Erstens kann ich es selbst nicht genau sagen, da die Wirkung teils bei manchen Mitteln sehr langsam und längerfristig ist. Außerdem sehe ich es eher so, daß hier verschiedene Mittel zusammenwirken, da es sich auch um verschiedene Schichten handelt, ähnlich einer Zwiebel. Jede Schicht erhält halt ihr eigenes homöopathisches Mittel. So individuell der Mensch ist, so individuell ist auch dessen homöopathische Behandlung. Ergo, was bei einem und seinen Kopfschmerzen richtig ist, kann bei einem anderen grundverkehrt sein.
Das aus meiner laienhaften Sicht als Patientin.
Im Archiv findest Du hierzu auch noch was.
Ciao,
Romana
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