Augeninnendruck riesig...

Von: , Frage gestellt am Do, 30. Mai 2002

Liebe Mediziner,

was passiert denn, wenn der Augeninnendruck plötzlich (innerhalb von ein paar Stunden) von "normal" auf 60(!) steigt? Und das ganze auch noch völlig schmerzlos, mit nur nem leichten Druckgefühl im Auge. Woher kommt sowas so plötzlich? Soweit ich weiß ist doch oft bei erhöhtem Augeninnendruck dieser Tränenabflußkanal (der bestimmt auch nen tollen medizinischen Namen hat *g*) "verstopft". Aber wie kommt sowas auf einmal und so doll?

Lieben Dank schon jetzt

Petzi

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einem Tag 2 hilfreich
    Re: Augeninnendruck riesig...

    Hallo Petzi,

    weil der regelmäßige Abfluss des ständig neu gebildeten "Kammerwassers" plötzlich blockiert ist; er kann z.B. per Laser oder OP wieder geöffnet werden. Das raumfordernde Kammerwasser drückt u.a. auf den Glaskörper (Augeninnendruck steigt), wodurch sich der permanente Druck auf den Sehnerven schädlich auswirkt, dessen Austrittsstelle sich im Augenhintergrund befindet /siehe Link, ein wenig scrollen:
    http://www2.sov.ch/german/Dokumentation/Konsumentenf...

    Das Fatale ist ja, das eine Druckerhöhung und eine damit verbundene irreversible Nervschädigung meistens unbemerkt abläuft. Dadurch engt sich in der Regel das Blickfeld immer mehr ein (Randskotom - verursacht den Tunnelblick), wobei sich der "Gesichtsfeldausfall" also das Skotom auch unregelmäßig z.B. an einem Auge zuerst zeigen kann, was durch das Sehen mit beiden Augen zunächst nicht auffällt. Dafür gibt es den Amsler-Test http://www.augen.de/German/Amslertest/1-rechts.html Anleitung unter "Hilfe" (unbedingt jeweils ein Auge beim Test gut abdecken) und ab 40 Jahren jährlich einmal zum Augenarzt, zur Augeninnendruckmessung gehen.

    Viele Grüße, Renate [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
    Leben Sichern

    Liebe Petzi,

    Jede messung hat ihre Grenzen. Ob spannungs- oder vibrationsbedingt. Augendruckanstieg ist immer auch EIN Stressmarker. Auch für transaktiven Stress. Entspannen und sich vor störender Nähe schützen, ist der erste und wichtigste Schritt. Am besten durch Abschalten von allem Störendem oder durch Rückzug. Schlimmstenfalls in dich selbst, bestenfalls zu dem, der dir gut tut. Manchmal genügt schon Handauflegen, damit der Druck fällt. Und Ausatmen. Immer mal wieder auch ausatmen. Nicht nur luftanhalten, um zu mesen. Ansonsten kannst du die Dokumentation gern komplettieren durch Blutdruck, Puls, Atemfrequenz, Atemtiefe, Regularität der Pulsfüllung und Rhythmik, und der Giftmischung des verbalen Outputs.

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