hallo!!
die nette apothekerin von nebenan hat mich „erleuchtet“:
der eisenspiegel im blut hat keine aussagekraft da der körper diesen spiegel mit allen mitteln aufrechterhält.
oder anders ausgedrückt: sinkt dieser spiegel dann holt der körper eisen aus der muskulatur. dadurch fühlen sich dann manche schlapp, müde, kraftlos, etc. und der blutwert stimmt trotzdem und ein eisenpräparat wird nicht empfohlen obwohl es angemessen wäre.
wie kann man denn dann den eisengehalt im muskel messen??
danke
tschüss
matthias
Hallo Matthias,
die nette apothekerin von nebenan hat mich „erleuchtet“:
der eisenspiegel im blut hat keine aussagekraft da der körper
diesen spiegel mit allen mitteln aufrechterhält.
Stimmt! Der Körper leert erst seine Speicher und verwendet das Transporteisen, bevor sich der Mangel im Blut zeigt.
oder anders ausgedrückt: sinkt dieser spiegel dann holt der
körper eisen aus der muskulatur. dadurch fühlen sich dann
manche schlapp, müde, kraftlos, etc. und der blutwert stimmt
trotzdem und ein eisenpräparat wird nicht empfohlen obwohl es
angemessen wäre.
wie kann man denn dann den eisengehalt im muskel messen??
Der Eisenspeicherwert läßt sich in Kliniken überprüfen. Eigentlich sollte es aber genügen, zu überlegen, ob man evtl. zu wenig Eisen zu sich nimmt, oder Krankheiten hat, die einen Eisenmangel verursachen.
Als Mann fällt bei Dir die Hauptursache für Eisenmangel weg. (Fast jede Frau im gebärfähigen Alter leidet unter Eisenmangel, und sollte auf eine erhöhte Eisenzufuhr besonders während der Periode achten.)
Um eine Mangelversorgung bei Dir zu entdecken, stelle Dir am besten folgende Fragen:
- Hast Du durch größere Wunden (Unfall etc.) viel Blut verloren?
- Spendest Du öfter Blut?
- Gibt es innere Blutungen?
- Leidest Du unter einer Darmerkrankung?
- Ernährst Du dich gesund? Hier vor allen Dingen: Ißt Du genügend Fleisch? Als Vegetarier: Bist Du darüber informiert, wie Du den Eisenhaushalt durch die Wahl Deiner Lebensmittel beeinflussen kannst? Als Veganer: Bist Du genau informiert, was und wie Du essen solltest? In diesem Fall ist eine ausreichende Eisenversorgung fast nicht möglich.
Einen Eisenmangel, der sich schon in den Blutwerten zeigt, muß etwa 6 Monate lang mit Eisenpräparaten behandelt werden (Auffüllen der Speicher), auch wenn die Blutwerte schon vorher wieder ok sind.
Nur am Rande möchte ich bemerken, daß eine geringe Anzahl von Männern unter einer besonderen Krankheit leidet, die gerade zu hohe Eisenspiegel macht. Bei Männern ist eine dauernde, unkontrollierte Einnahme von Eisen daher nicht sinnvoll.
Schöne Grüße
Sabine
Super erklärt!
Jetzt begreife ich!!!
Danke und Sternchen!
Hanna
*diedieerklärungihrerärztinvorhernichtverstandenhat*
Hi,
…Fast jede Frau im gebärfähigen Alter leidet unter
Eisenmangel, und sollte auf eine erhöhte Eisenzufuhr besonders
während der Periode achten.
Also ich erinnere mich, mal gelesen zu haben, dass dies ein Trugschluß sein könnte: Ein leichter Eisenmangel schützt vor Infektionen und da während der Periode erhöhte Infektionsgefahr herrscht, würde der Körper den Eisengehalt des Blutes absichtlich runterregeln. Das würde auch erklären, wieso die Mammalia noch nicht ausgestorben sind, obwohl nur die wenigsten während der Periode ein Eisenpräparat zu sich nehmen. 
Habe ich das falsch in Erinnerung oder ist das mitlerweile widerlegt?
Gruß
Stefan
Hallo Stefan,
Also ich erinnere mich, mal gelesen zu haben, dass dies ein
Trugschluß sein könnte: Ein leichter Eisenmangel schützt vor
Infektionen und da während der Periode erhöhte
Infektionsgefahr herrscht, würde der Körper den Eisengehalt
des Blutes absichtlich runterregeln.
Das habe ich noch nicht gehört. Die monatlichen Blutungen haben einen anderen physiologischen Hintergrund als absichtlich Eisen „wegzuwerfen“. Gerade die Oxidation des Eisens im Körper ist ein Infektionsschutz.
Das würde auch erklären,
wieso die Mammalia noch nicht ausgestorben sind, obwohl nur
die wenigsten während der Periode ein Eisenpräparat zu sich
nehmen. 
Mangelzustände entstehen in der Regel durch eine Kombination von hohem Blutverlust und mangelhafter Ernährung. Frauen mit einem Blutverlust von mehr als 30 ml monatlich sind gefährdet. Wenn man dann bedenkt, daß etwa 10 - 25% der Mädchen und Frauen mehr als 60 bis 80 ml Blut und damit 30 bis 40 mg Eisen pro Menstruation verlieren, und die Ernährungsgewohnheiten sich auch verschlechtert haben, kann man sich vorstellen, daß heute viele Frauen unter Mangelerscheinungen leiden.
Im übrigen wird unter Pilleneinnahme die Blutung um 20 - 60 % vermindert, während bei der Verwendung von Spiralen (wahrscheinlich durch mechanische Reizung) der menstruelle Blutverlust um 40 bis 60 % ansteigen kann.
Eisenmangel ist auch nichts neues, den gab es auch in den vergangenen Jahrhunderten. Behandelt wurde früher z.B. auch mit Äpfeln, die man vor dem Verzehr längere Zeit mit rostigen Nägeln bestückt hatte.
Schöne Grüße
Sabine
Hallo!
Hier ist mein Link zu einigen Zitaten und Quellen:
http://www.handrick-net.de/mineralmangel.htm
Es scheint, als sei die Monatsblutung bei Frauen sogar eher von Vorteil:
„Frauen haben kein Problem, durch ihre Monatsblutung Eisen loszuwerden. Männer haben für Eisen außer ständigem Schwitzen keinen aktiven Ausscheidungsmechanismus“
[Devlin, T. M. „Textbook of Biochemistry: With Clinical Correlations.“ New York, 1992, zitiert in: Pollmer, U. u.a.: „Prost Mahlzeit - krank durch gesunde Ernährung“ Kiepenheuer & Witsch, 1997]
Tschuess, Sven.
Hi,
Das habe ich noch nicht gehört. Die monatlichen Blutungen
haben einen anderen physiologischen Hintergrund als
absichtlich Eisen „wegzuwerfen“.
Das war mir schon klar… 
Gerade die Oxidation des
Eisens im Körper ist ein Infektionsschutz.
Dazu habe ich da hier gefunden:
"…
Applaus für die Norweger kommt auch von Ernährungsexperten. „Die blasse Tante mit der leichten Anämie wird 100 Jahre alt“, lobt Medizinprofessor Hans K. Biesalski die starke Konstitution von Menschen mit zu wenig Eisen im Blut. Leichter Eisenmangel schütze vor Infektionen, da fast alle Krankheitserreger den Stoff für ihr Wachstum benötigten. So zeigten Studien bei den Massai in Kenia, dass die Nomaden trotz verschmutzten Trinkwassers selten an Durchfall litten. Als sie jedoch mit Eisen aufgepäppelt wurden, erkrankten einige an Malaria, andere an einer nicht selten tödlich verlaufenden Amöben-Ruhr. Zu diesen Befunden passt, dass Menschen, die an einem erblich bedingten Eisenüberschuss (Hämochromatose) leiden, ein höheres Risiko haben, an Herzinfarkt, Diabetes und verschiedenen Tumoren zu erkranken.
„Offenbar ist Eisen ein janusköpfiges Element, auf das der Körper nur in engen Grenzen angewiesen ist und das mit steigender Konzentration auch Schaden anrichten kann“, kommentiert Brigitte Neumann vom EU.L.E.-Institut.
…"
… Behandelt wurde früher z.B. auch
mit Äpfeln, die man vor dem Verzehr längere Zeit mit rostigen
Nägeln bestückt hatte.
Und was machen Tiere? Eigentlich müssten doch dann alle weiblichen Säugetiere während der Phase der Schleimhautabstossung einen Heisshunger auf eisenhaltige Nahrung entwickeln um den Pegel konstant zu halten.
Gruß
Stefan
hallo!!
ist es nicht schön wenn man mal sieht wieviel „man“ eigentlich weis??? - oder was die wissenschaft weis??
zum thema menstruation folgendes:
die ist nur als „ausnahme“ vorgesehen.
in „ländlichen“ gegenden („unentwickeltes“ afrika, etc.) werden die frauen sehr früh schwanger. dort ist es auch üblich die kinder für mindestens 3-4 jahre durch muttermilch zu ernähren. und zwar nicht wie „in deutschland vorgeschrieben“ im stundentakt, etc. - sondern da das kind eh immer am körper getragen wird (bis es selber rumläuft) immer dann wenn es einen schluck haben will-alle 10min wenn es so verfressen ist wie ich.
))
auch später (2 lj.) ist das noch so: die kinder spielen-rennen kurz zu mami-nuckel nuckel-und rennen wieder raus und spielen weiter.
lange rede-kurzer sinn:
das ist die natürlichste form der schwangerschaftsverhütung da durch dieses saugen oxytocin (?) ausgeschüttet wird welches eine erneute schwangerschaft verhindert.
daher haben diese frauen maximal 10(?), 20(?) menstruationen in ihrem ganzen leben. da ist der eisenverlust minimal.
nochmal für sabine:
ich bin vegetarier, habe „stress“, blute nicht.
was ist nahrungstechnisch zu empfehlen???
danke (und freue mich auf weitere diskussion)
tschüss
matthias
hallo,
also ich kann meinen Bluteisenspiegel sehr wirksam mittels Vitamin B12 steuern. Aber Vorsicht, das kann man überdosieren und dann erreicht man Eisenwerte wie ein Hochleistungssportler. Letzteres erscheint wegen der Gefahr von Schlaganfällen gefährlich
mfg
Kloft