Probleme mit der Hitze - lang!

Hallo,

als ich heute an der Uni war, wurde mir schon kurz, nachdem ich mich in dem Raum hingesetzt hatte, schlecht.

Ich muss dazu sagen, dass es hier drückend warm (ca. 28-29°C) und vor allem sehr schwül ist und dass der Raum, in dem ich mich zu dem Zeitpunkt aufhielt, ebenfalls sehr warm war.

Nachdem mir schon in den ersten Minuten in dem Raum der Schweiß ausbrach, fühlte ich mich immer unwohler und ich bekam eine Art Panikattacke (darunter leide ich sowieso) bis mir schlagartig ganz kalt im Gesicht wurde. Da ich es nicht riskieren wollte, womöglich vom Stuhl zu kippen, habe ich mich aus dem Raum bringen lassen, mir kaltes Wasser über die Arme laufen lassen und mich gesetzt.

Es ging mir dann etwas besser, aber ich fühle mich noch immer etwas schwächlich und ganz leicht übel ist mir auch noch.

Als ich zwischendurch in den Spiegel schaute, fiel mir auf, dass ich nicht blass, sondern (zumindest nachher) eher ziemlich rot im Gesicht war. Als ich zu Hause angekommen meinen Blutdruck maß, lag dieser bei ca. 155/95 (also viel zu hoch). Ich weiß natürlich jetzt nicht, ob mein „Schwächeanfall“ durch zu hohen oder zu niedrigen Blutdruck ausgelöst wurde.

Wie wahrscheinlich ist es denn, dass der Blutdruck, wenn er zuvor durch einen plötzlichen Abfall Probleme ausgelöst hat, etwa eine halbe Stunde später viel zu hoch ist? Oder hätte ich dann eher noch einen weiterhin niedrigen Blutdruck gehabt?

Als ich das letzte Mal (auch bei großer Hitze) solche Probleme hatte, war mein Blutdruck auch viel zu hoch.

Ich vermute nun, dass ich durch die unangenehme Situation in solcher Hitze und durch die dadurch ausgelösten Panikattacken, einen so hohen Blutdruck bekomme. Wenn ich ruhig und gelassen bin (und normalen Temperaturen ausgesetzt bin), ist mein Blutdruck mit ca. 120-80 bzw. 110-70 (nach längerem Sitzen) eigentlich normal.

Was kann das sein?

Und vor allem: Was kann ich tun, damit ich - wenn der richtige Sommer jetzt erst kommt - tun, um solchen DIngen vorzubeugen? Genug getrunken habe ich im Übrigen vermutlich schon.

Liebe Grüße und
herzlichen Dank im Voraus!
Sylvia

Hi Sylvia,

erstmal: gut daß es Dir jetzt wieder ein wenig besser geht! :smile:

Es ist nach solchen kurzen und einzelfall-artigen Ereignissen schwierig, die genaue Ursache festzustellen - wenn das Problem natürlich häufiger auftreten würde müßte/könnte man eine bessere Analyse der Ursache betreiben.

Deswegen kann ich Dir nur folgende Denkansätze geben: Körperliches Wohlbefinden kann durch eine ganze Reihe von Faktoren beeinflußt werden, die bei jedem Menschen auch unterschiedlich stark zur Geltung kommen:

Vielleicht reagierst Du empfindlich auf Hitze und schwüles Wetter, gerade auch wenn es den Körper schon seit einigen Tagen belastet.

Vielleicht hast Du wenig gegessen und eine Unterzuckerung hat zusätzliche Schwäche ausgelöst?

Oder Du hast Dir einen Infekt eingefangen - im Augenblick berichten viele Patienten von Durchfall und Erbrechen, was dann aber nach ein paar Stunden wieder verschwand…
Möglich wäre natürlich auch daß Du Lebensmittel, die bei der momentanen Wetterlage nicht mehr ganz OK waren zu Dir genommen hast?

Vielleicht sind dann noch psychische Faktoren dazu gekommen, Streß an der Uni oder im Privatleben oder die von Dir bereits erwähnte Panikattacke.

Medizinisch betrachtet würde man das als orthostatische Dysregulation unklarer Genese (=Blutdruck-Fehlregulierung unklarer Ursache) ansehen und sich einfach darüber freuen daß es inzwischen wieder ein wenig besser geworden ist.

Am besten verhältst Du dich einfach mal eine Weile ruhig und bleibst in kühler Umgebung, machst schön weiter mit dem genügend-trinken, ißt etwas Leichtes und Zuckriges, und beruhigst Dich einfach mit der Annahme, daß es nichts Schlimmes gewesen ist…

Für den Rest des Sommers würde ich dasselbe empfehlen: ruhig verhalten, nicht in die pralle Sonne gehen, möglichst wenig Streß, dafür aber viel Angenehmes tun, genügend trinken, regelmäßig leichte Kost zu sich nehmen und nicht, wie viele das machen, ohne Frühstück aus dem Haus gehen und dann körperliche oder geistige Anstrengungen vollbringen.

Weiterhin gute Besserung und einen schönen Nachmittag, :smile:

MecFleih

Hallo:

erstmal: gut daß es Dir jetzt wieder ein wenig besser geht!

-)

Danke!

Vielleicht reagierst Du empfindlich auf Hitze und schwüles
Wetter, gerade auch wenn es den Körper schon seit einigen
Tagen belastet.

Oh ja, Hitze vertrage ich absolut nicht! Und am Dienstag war es hier fast 40°C heiß!

Vielleicht hast Du wenig gegessen und eine Unterzuckerung hat
zusätzliche Schwäche ausgelöst?

Ich hatte gerade vorher zu Mittag gegessen. In Ordnung gewesen müsste das Essen aber sein.

Oder Du hast Dir einen Infekt eingefangen - im Augenblick
berichten viele Patienten von Durchfall und Erbrechen, was
dann aber nach ein paar Stunden wieder verschwand…

Davon spüre ich momentan noch nichts.

Vielleicht sind dann noch psychische Faktoren dazu gekommen,
Streß an der Uni oder im Privatleben oder die von Dir bereits
erwähnte Panikattacke.

Stress an der Uni hab ich, weil ich in der Examensphase bin. Im September habe ich schriftliche Prüfungen.

Am meisten schiebe ich das Ganze allerdings auf meine Panikattacken.

Medizinisch betrachtet würde man das als orthostatische
Dysregulation unklarer Genese (=Blutdruck-Fehlregulierung
unklarer Ursache) ansehen und sich einfach darüber freuen daß
es inzwischen wieder ein wenig besser geworden ist.

Kann das auch zu sehr hohem Blutdruck führen?

Am besten verhältst Du dich einfach mal eine Weile ruhig und
bleibst in kühler Umgebung,

Das Problem ist: Unsere Uni ist eine Fehlkonstruktion mit Riesenglasfronten. :smile:

Weiterhin gute Besserung und einen schönen Nachmittag, :smile:

Vielen Dank für Deine Antwort! Wollen wir hoffen, dass die nächste Hitzewelle auf sich warten lässt! Von mir aus kann der Rest des Sommers im 20°C-Bereich bleiben!:smile:

Viele Grüße,
Sylvia

Hi Sylvia,

Vielleicht hast Du wenig gegessen und eine Unterzuckerung hat
zusätzliche Schwäche ausgelöst?

Ich hatte gerade vorher zu Mittag gegessen. In Ordnung gewesen
müsste das Essen aber sein.

Oder Du hast Dir einen Infekt eingefangen - im Augenblick
berichten viele Patienten von Durchfall und Erbrechen, was
dann aber nach ein paar Stunden wieder verschwand…

Davon spüre ich momentan noch nichts.

Dann wird es Dich bestimmt auch nicht mehr heimsuchen. Waren ja eh nur verschiedene Überlegungen, die theoretisch in Frage kämen.
Wie gesagt: Verschiedene Faktoren, die teilweise zutreffen oder auch nicht, und jeder Mensch reagiert anders empfindlich auf die zahlreichen Einflüsse.

Vielleicht sind dann noch psychische Faktoren dazu gekommen,
Streß an der Uni oder im Privatleben oder die von Dir bereits
erwähnte Panikattacke.

Stress an der Uni hab ich, weil ich in der Examensphase bin.
Im September habe ich schriftliche Prüfungen.

Dann drücke ich Dir gaaaaaaanz fest die Daumen! :smile:

Am meisten schiebe ich das Ganze allerdings auf meine
Panikattacken.

Ja, kann gut sein - im Zusammenhang mit den anderen (körperlichen) Belastungen und dem Examensstreß, denen Du gerade ausgeliefert bist.

Medizinisch betrachtet würde man das als orthostatische
Dysregulation unklarer Genese (=Blutdruck-Fehlregulierung
unklarer Ursache) ansehen und sich einfach darüber freuen daß
es inzwischen wieder ein wenig besser geworden ist.

Kann das auch zu sehr hohem Blutdruck führen?

Ja, schon. Da hoher Blutdruck aber selten zu so akuten Beschwerden führt wie zu niedriger Blutdruck kommt es selten vor daß man sich darüber Gedanken macht.

Am besten verhältst Du dich einfach mal eine Weile ruhig und
bleibst in kühler Umgebung,

Das Problem ist: Unsere Uni ist eine Fehlkonstruktion mit
Riesenglasfronten. :smile:

Da kannste nur darauf hoffen die Lehranstalt nach dem Examen im September verlassen zu können und im nächsten Sommer nicht mehr aushalten zu müssen… *g*

Schöne Grüße,

MecFleih

…liebe Sylvia, die solltest Du nicht unterschätzen.
Ich reagiere bei zu hoher Ozonbelastung ähnlich, viele
Leute übrigens, nur die meisten wissen es nicht.
Also immer mal die Werte abfragen oder auf Ozonwarnungen hören.

Gute Besserung
hd

Hallo:

…liebe Sylvia, die solltest Du nicht unterschätzen.
Ich reagiere bei zu hoher Ozonbelastung ähnlich, viele
Leute übrigens, nur die meisten wissen es nicht.
Also immer mal die Werte abfragen oder auf Ozonwarnungen
hören.

Was für Beschwerden bekommst Du denn dann? Und was tust Du dagegen?

An der Uni kann ich dem Ozon schlecht ausweichen. Vor allem ist es da furchtbar warm!

Liebe Grüße,
Sylvia

Hallo:

Stress an der Uni hab ich, weil ich in der Examensphase bin.
Im September habe ich schriftliche Prüfungen.

Dann drücke ich Dir gaaaaaaanz fest die Daumen! :smile:

Dankeschön! :smile:

Ja, kann gut sein - im Zusammenhang mit den anderen
(körperlichen) Belastungen und dem Examensstreß, denen Du
gerade ausgeliefert bist.

Wie groß ist denn die Gefahr, dass das wiederkommt? Und vor allem: Denkst Du, ich wäre wirklich vom Stuhl gekippt?

Viele Grüße,
Sylvia

Hallo Sylvia,

als ich mal ähnliche Beschwerden hatte, waren es streßbedingte Magenblähungen. Damals half mir das vollkommen harmlose Mitte Dimethicon (Lefax).

Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo:

Was für Beschwerden bekommst Du denn dann? Und was tust Du
dagegen?

Auch extreme Übelkeit, Panik, da Angst umzufallen (Blutdruck rutscht wahrscheinlich erst in den Keller, dann schnellts nach oben vor Angst), Schwindelgefühl. War 2 Jahre lang ganz schlimm,
jetzt ist es wieder weg.

An der Uni kann ich dem Ozon schlecht ausweichen. Vor allem
ist es da furchtbar warm!

Du solltest viel trinken, trinken, trinken, mgl. Eiswasser.
Ansonsten kannst Du nicht viel tun, sollte es tatsächlich am
Ozon liegen. Klar meiden nach draußen zu gehen, aber geht ja nicht.

Liebe Grüße zurück
hd

Hi Sylvia,

ich denke die Gefahr daß es wiederkommt ist nicht sehr groß. Immerhin ist das schwüle Wetter laut Wetterbericht erstmal vorbei (puh, was für ein Glück :smile: ) und zweitens damit auch ein Großteil der körperlichen Belastung, die diese Witterung mit sich brachte.

Vom Stuhl gekippt wärst Du auch nicht, denn man merkt es ja normalerweise wenn es einem übel und schwindelig wird und kann dann darauf reagieren: ein Schluck Wasser, frische Luft, eng sitzende Kleidung am Hals und ggf. den Gürtel lockern, wenn es geht sich kurz hinlegen und die Füsse nach oben legen - das wirkt meist schon Wunder.

Und vor allem keine Panik haben daß es wiederkommt. Erstens ist es wirklich unwahrscheinlich, denn dann müßte ja genau die Faktoren, die ursächlich waren, genauso wieder auftreten (und wie gesagt, Wetter und Temperatur ändern sich) und zweitens gibt es ein Motto, welches ich mir im Leben zu eigen gemacht habe: „Alles halb so schlimm!“ Das soll heißen daß die meisten Dinge erst dann zur „Katastrophe“ werden wenn man sie selber als solche betrachtet.
Wenn Du dir hingegen sagst daß eine kurze Übelkeit zwar unangenehm, aber im Grunde kein Weltuntergang ist - weder für Dich, noch für andere - dann ist es schon gar nicht mehr so schlimm oder peinlich, wie Du es im ersten Moment vielleicht glaubst. Ändern kannst Du es in dem Moment eh nicht. Zusätzlicher Streß oder der Gedanke, wie unangenehm das vermeintlich ist, helfen konkret nicht weiter - also nützt es am meisten sich zu sagen daß es weit Schlimmeres gibt.

Aber wie gesagt: es wird sowieso nicht wiederkommen!

-)

Schöne Grüße und einen angenehmen Tag,

MecFleih