Abhängig von Nasenspray

Hallo!
Ich weiß, dass man Nasenspray nicht über lange Zeit anwenden soll. Macht das dabei eigentlich einen Unterschied, ob man das Nasenspray nur 1 Mal am Tag (abends, damit man nachts schlafen kann) anwendet oder ob man es ständig anwendet? Darf man es dann vielleicht länger als 5-7 Tage anwenden?

Verschnupfte Grüße,

Annegret

Hi, Annegret,
ich kann deine Frage zwar nicht beantworten, aber dir ein paar Tipps geben, was du außer Nasenspray noch tun kannst. Mir hilft immer, wenn ich in eine Duftlampe Eukalyptusöl tue, das ist wie eine Dauerinhalation, nicht gefährlich und hilft auch. Du kannst auch Kräuteröl oder Drachenbalsam (ganz wenig, das brennt sonst) unten in die Nasenlöcher schmieren, das macht die Nase auch frei und lindert den Schnupfen. Und zusätzlich kann ich dir den Sidroga Husten- und Bronchialtee empfehlen, um die Erkältung wieder loszuwerden.
Ich hoffe, das hilft dir

die Elbin

Als langjähriger Heuschnupfer gehe ich wie folgt vor:
Bei wirklichem Infekt benutze ich -4x täglich massiv für 3, max. 4 Tage „normales“ Nasenspray oder -tropfen. Danach ist die Nase in der Regel so frei, dass man auf Salzwasserspülung übergehen kann. Dazu benutze ich ebenso regelmäßig Siemens Nasendusche (in Apotheken) mit 0,9% Kochsalzlösung. Wenn es dann immer noch weiter geht, sollte man doch mal zum Arzt gehen…

Wenn es sich um Heuschnupfen handelt, kann man spezielle z.B. cortisonhaltige Na-Tropfen benutzen, die aber der Arzt verschreiben muss - die kann man auch länger benutzen.

Baldige freie Nase wünscht Pit

Hallo,

mit Erschrecken lese ich: „max. 4 Tage“ - und dann?
Ist dann schon die Nasenschleimhaut „kaputt“?

Ich hoffe nicht! Hab die letzten 5 Wochen zwangsweise abends vor’m Einschlafen Nasenspray benutzt (schätze Allergie entweder gegen Orangeblüten oder Olivenbäume) - hatte keine andere Chance, Nase war total zu und an Einschlafen war nicht zu denken. Sollte ich mich jetzt vorsichtshalber mal untersuchen lassen oder ist das übertrieben?

Gruß,
Christiane

Hi,

mit Erschrecken lese ich: „max. 4 Tage“ - und dann?
Ist dann schon die Nasenschleimhaut „kaputt“?

Ich benutze das Zeug seit mehr als 10 Jahren täglich - und da ist noch nichts kaputt.

Das Problem ist eher, dass ein Gewöhnungseffekt eintritt - man braucht immer mehr davon, um eine freie Nase zu haben. Deshalb sollte man so wenig wie möglich benutzen - und sich wirklich regelmäßig beim HNO einfinden. Es kann nämlich wirklich schädigen.

Mir rät der Doc seit Jahren zu einer Nasenoperation. Ich lasse aber keinen an meiner Gummel rumschnipseln, daher bleibe ich beim Spray.

Gruß
Stefan

Hi Stefan,

mit „kaputt“ meinte ich: kannst Du noch richtig riechen?

Mir erzählte kürzlich eine Freundin, daß sie in ihrer Jugend auch fast täglich Nasenspray genommen hatte und jetzt fast keine Geruchssinn mehr hat.

Also das würd mich schon sehr stören, vor allem wo ich so gerne esse, und riechen und schmecken das hängt doch zusammen.

Gruß,
Christiane

Genau!
Kochsalzlösung hält die Schleimhäute feucht und wirkt auch etwas abschwellend.
bei mir ist leider meist Stirnhöhle so zu dass das Nasenspray/Kochsalz in meinen freihen unteren Atemwegen einfach umsonst versprayt wär, da nix geschwollen oder zu ist, in den Höhlen steigt der Druck, der Kopf dröhnt, aber atmen kann ich immer. nach ner Nasen-OP, bei der uns gezeigt wurde die nase vom Blut zu reinigen hab ich mir angewöhnt mit ner Spritze und nem schlauch von ner Blutzapfnadel (heissen die schmetterling??? odersoähnlich) ne Mischung aus NaCl und abschwellenden Nasentropfen dahin zu bringen wo alles zu geschwollen ist. etwas schwierig die Zugänge zu finden, aber effektiv. Nasendusche hilft bei ner Stirnhöhleninfektion bei mir überhaupt nicht, da könnt ich gleich durch die nase trinken :smile:
Schwillt schnell ab, der Dreck kommt raus… danach bis es wieder zugeht nur NaCl. und dann wieder Mischung.
Vielleicht nur für hardcore Schnupfler :smile:

Hi,

mit „kaputt“ meinte ich: kannst Du noch richtig riechen?

Ja, mein Geruchssinn ist normal (obwohl das natürlich schwer zu beurteilen ist).

„Kaputt“ kann aber in diesem Zusammenhang wirklich auch ein „nicht mehr vorhanden“ bedeuten, d.h. die Schleimhaut wird irreversibel geschädigt. Das Problem ist, dass das Zeug die Schleimhäute nicht nur abschwellen sondern auch austrocknen lässt. Wenn man da nicht aufpasst und gegensteuert, kann es sehr schnell zu spät sein.

Ich wollte mit meinem ersten Posting auch nicht sagen, dass nichts passieren kann. Nur ist nach 5 Tagen noch kein Grund zur Panik.

Das Xylometazolin… ist ein Teufelszeug - allerdings wird jeder Heuschnupfler bestätigen, dass man sich in bestimmten Stadien der Nasenverstopfung auch Flußsäure in die Nase träufeln würde, wenn man dann eine Nacht schlafen könnte!

Gruß
Stefan

hi christiane,

nehme seit mehr als zehn jahren nasenspray täglich.
die nasenschleimhaut ist kaputt, wird täglich mit nasensalbe geschmeidig gehalten.
es geht prima, ich kann immer noch besser riechen als der durchschnitt der menschheit.

tschüß

strubbel
=:o)

Hi strubbel

das is ja teurer als rauchen…

)
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wenn die leut wüssen dass NaCl ähnliche wirkung hat… und fast nix kostet, und keinerlei nebenwirkungen hat (esseidenn man ist auf salzarmer diät…)

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Salz
Hi,

wenn die leut wüssen dass NaCl ähnliche wirkung hat… und

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich, aber wenn wir schon chemisch werden: H2O und HCL haben auch ähnliche Wirkung - allerdings gibt es hier wie da doch kleine(!) graduelle Unterschiede! :wink:

Wobei ich nichts auf meine Nasendusche kommen lasse - aber bei den schlimmen „Rohr-frei“-Fällen kann man versuchen, sich das halbe Mittelmeer durch die Nase zu ziehen, ohne das es was bringt!

Gruß
Stefan

ne
hi helge,

nasentropfen von AL kosten 1€ und ein paar cent, hält ca. 3 monate. darauf wird dann ein sprühkopf geschraubt, da nasenspray teurer ist.
wer bitte raucht für so wenig geld? schnorrer vielleicht.

tschüß

strubbel
=:o)

Hi Annegret,

dazu gab es mal eine sehr interessante Diskussion im Forum von einer Userin, die durch Abhängigkeit von Nasenspray ziemliche Schwierigkeiten hatte.

Da ich nicht weiss, ob Du aufs Archiv zugreifen kannst, kopiere ich Dir den text hier hinein:

Bettina schrieb:
"_Hallo,

Du fragst nach ähnlichen Erfahrungen…kann ich Dir nur von mir erzählen:

Vorgeschichte: Ungesunde Ernährung, zuviel Rauchen, zuviel gefeiert, kaum Schlaf, unzufrieden mit meinem Lebensstil, nachläßig mit mir umgegangen (kein Sport, keine frische Luft) (ca. halbes Jahr). Dannn:

April 96: Erkältung

Mai 96: 2 Erkältungen => letztere führte zu einer Bronchitis (sehr hohes Fieber). Diese dauerte und zog sich hin => 1. Mal Antibiotika

Mai bis Dez. 96: jeden Monat 2 mal hohes Fieber, Dauerschnupfen bekommen, weitere 8 Antibiotiktherapien, seit

Juni 96: erstes Mal Olynth Nasenspray, da keine Luft mehr bekommen. Nachts gar kein Schlaf mehr möglich war (Erstickungsangst)…Durch das ewige durch den Mund Atmen: Kehlkopfentzündung. 6 Wochen keine Stimme!!

Juni bis Dez 96: ununterbrochen, jeden Tag Olynth Nasenspray, zum Schluß alle 2 Stunden 2 Sprühstöße in jedes Nasenloch. Und schön weiter geraucht.

Dez. 96: das erste Mal Kortisonsnasenspray. Alle 2 Stunden benutzt, da inzwischen EINZIGE Möglichkeit, dann mal durch die Nase atmen zu können.

=> Olynth darf/sollte mann ja schon nur ganz kurze Zeit anwenden. Es enthält einen Stoff, der die Schleimhäute abschwellen läßt, aber das fatale daran ist, daß diese sich daran gewöhnen und sich die Schwellungen nicht mehr von selber zurückbilden.

Dez.96 bis Jan. 97: weitere 2 Antibiotiktherapien, immer noch viel Fieber, Bronchitis, inzwischen Pneumonie (hat man erst später im Krankenhaus Ende Feb. 97 herausgefunden).Da ewig kaputt und müde, angst vor der Nacht (keine Luft) => Schlaftabletten angefangen zu nehmen.

Jan. 97: erste ambulante OP unter Vollnarkose => Nasenmuschelverkleinerung, Septumbegradigung (war Schwachsinn, DAS hätten sie sich sparen können, wurde auch hinterher zugegeben)

In der 2. der auf die OP folgenden Nachuntersuchungen: Im Nasenrachenraum Pflaumengroßen Tumor gesichtet (per Endoskop). Beschluß: sofortige 2. OP, um den zu entfernen.

Feb. 97: (1 1/2 Wochen nach der 1. OP): 2. OP ambulant, Vollnarkose. Weitere Nasenmuschelverätzung, Tumorentfernung.

=> Die Zeit danach: Wieder Kehlkopfentzündung, da durch die Tamponade in der Nase, Verkrustung pipapo immer noch kein Luftholen möglich war.

März 97: Tumoruntersuchung ergab eine Diagnose V.a. Non-Hodgkin-Lymphom. => Hämatologiestation KKH. 5 Wochen.

Dort wieder Nasentropfen bekommen, da ich immer noch nicht wieder Atmen konnte (allerdings Nasivin 0,2 % für Kiddis). Durch die ständige Antibiotiktropfgeschichte im KKH => weggehen der Bronchial- und Pneumoniebeschwerden.

Heimlich weitergeraucht am KKH - eingang.

Dann Apr. 97: gleich weiter eine Etage tiefer auf den HNO-Station. Verdacht hatte sich nicht richtig bestätigt. B- und T-Zellenvermehrung im Tumor gesichtet, aber keiner Krebsart zuzuordnen. Die ganzen Nasentropfen hatten das Nasen-Rachen-Gewebe dermaßen geschlaucht, verätzt und die natürliche Immunabwehr kaputt gemacht. Und mein ungesunder Lebenstil kam ja auch noch dazu => Immunschwächung.

Dann psych. völlig am Ende ( logo *g*) und im Mai97 für 8 Wo. ins Sanatorium geschickt worden.

Atmung wurde immer besser. Man hatte mir bei der 3. OP lt. Angaben ca 2/3 der Nasenschleimhäute weggenommen, alle Polypen r/l ausgeräumt. Fazit meiner neuen HNO-Ärztin hier unten, als sie mit dem Endoskop reinschaute: „Oh…*räusper*…bei Ihnen in der Nase kann man ja Fußball spielen, so ausgeräumt ist es da…“

*gg*

Aber ich kann wieder atmen (muss aber jeden Tag seitdem Naseplege machen und Panthenolcreme in die Nase schmieren, sonst wird es so trocken da drinnen, dass es sehr weh tut…) und bin sehr sehr froh, daß ich die Op noch habe machen lassen.

Mein Fazit:

NIIIIIIIIIEEEEEE wieder Nasenspray, außer Meersalzspray, dieses aber nur, wenn die Nase innen nicht entzündet ist. Atmen kann ich jetzt immer, sogar bei dem fettesten Schnupfen bekommen ich NORMAL :smile:…Luft! Ein Wunder!

Und natürlich gesund leben, Sport machen…das hat sich jetzt schon ganz lange eingebürgert. Zwischendurch hatte ich dann mal eine Wobenzymkur gemacht, würde ich heute auch wieder machen, da die Pillen echt entzündungshemmend wirken und immunstärkend wirken. Nur: wenn man eh ungesund lebt und nicht auf sich achtet, nützt gar nichts. Überhaupt nichts.

Und wenn ich Nasenspray lese/höre mache ich innerlich ein Kreuz…Mir hatte die damalige HNO-Ärztin auch immer und immerwieder Olyth mitgegeben. Es sei das „kleinere“ Übel", meinte sie (das größere war - und da hatte sie absolut Recht: ich bekam keine Luft mehr!)

Tja, Zwickmühle. Heute würde ich mich gleich operieren lassen. Aber sowas weiß man ja vorher nicht, wenn man es nicht selber erlebt hat…und natürlich von vornherein gesünder Leben.

Also:

Risikolos ist das überhaupt nicht, was Dein Freund da macht und meine Erfahrungswerte hast Du. Alernative ist natürlich Individuell. Hoffe, ich konnte Dir/ihm damit helfen.

Liebe Grüße
Bettina

(…inzwischen vor Gesundheit strotzend :smile: )_

Ich hoffe, das hilft Dir weiter

Du findest den Artikel mit ganzem Thread hier im Archiv:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Liebe Grüsse, Nike

hi strubbel

Dann rauchmal weiter :smile: ich hab gut reden, einfach aufzuhören ist ja auch doof

meine kosten nix, das heisst m3 wasser 3 Eu etwa, 1 teelöffel salz pro liter

ich glaub da kann man 1000 jahre nasentröpfeln :smile:

helge

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Nacl aus der Apotheke kostet Geld, daher rühr ichs mir selber an.
aber nasendusche kommt wie ich schon schrieb bei zugeschwollener Stirnhöhle nicht ans ziel, dennn da wo die wirkt, ists eh frei.

daher schlauch und pumpe und ab damit dahin wo es not tut. n bisserl Übung brauchts schon.

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