Amalgan-Ersatz

Hi liebe „Medizin-Männer/Frauen“,
da meine Amalgan-Füllungen in meinen Zähnen nun fast „Silberhochzeit“ haben, sollen diese nun in diesem Jahr komplett entfernt werden. Nun habe ich wohl die Alternative zwischen Gold oder Keramikfüllung. Es wäre lieb, wenn Ihr mir mal so aus Erfahrungen mitteilt was Ihr nehmen würdet, bzw. genommen habt. Mein Beratungsgespräch diesbezüglich mit dem Zahnarzt steht noch aus, der Termin zur Beratung ist im September. Bitte schreibt mir doch, wenn bekannt, die Vor- und Nachteile der Alternativen, bzw. wenn Ihr noch andere wißt, freue ich mich über Eure Antwort.
Vielen Dank im voraus,
Hasenschnitte

Hallo Hasenschnitte (?!)

Gold hat den Vorteil, dass es sehr viel elastischer und „verformbarer“ ist. Das mag sich auf den ersten Blick als Nachteil darstellen, es wird da aber nichts verbogen. Keramik sieht zwar gut aus, aber nach einem Biss auf einen Olivenkern kann da schon mal schnell eine neue Krone oder Inlay nötig werden. Keramik ist sehr viel härter, unelastisch und bruchanfälliger. Das gilt übrigens auch für Keramikauflagen auf Goldinlays, die als Alternative in Frage kämen.
Vorschlag: Keramik im „sichtbaren“ Mund, Gold im hinteren Teil.

Gruß Pit

Hi Hasenschnitte,

meine Goldmine liegt nur im nicht direkt sichtbaren Teil meines Esszimmers und ich würde dort immer wieder Goldeinbauen lassen.
Was ich bei den Frontzähnen machen würde, kann ich Dir (zum Glück) nicht sagen, aber eine spontane Ahnung würde zu Keramik tendieren.

Gandalf

Hallo Hasenschnitte,
kann dir nur sagen, das wenn der Zahn der dem Keramikinlay gegenüber liegt noch echt ist, wird dieser durch die harte Keramik sehr stark belasstet.
Alles andere ist eigentlich schon gesagt worden.

Bert (derleidernochallesanamalganinsichhat)

VIELEN DANK!!!
Lieben Dank an Alle!!!
Zum Glück befinden sich alle amalgan-aufgepumpten Beisserchen im hinteren Bereich.
Die Argumente für Gold haben mich überzeugt!
Tja, also Sparschein plündern und doch Gold (mein Gott werde ich wertvoll).
Nochmals vielen Dank
Hasenschnitte

*dieabNovemberdannGoldwertseinwird* :smile:)

Hallöchen,
ich habe mir drei obere Backenzähne mit Gold veredeln lassen und einen Backenzahn mit Keramik.
Das ganze ist nun 6 Jahre her.
Die Goldinlays schlagen sich wacker, während das Keramik-Inlay wohl noch dieses Jahr wieder raus muß.
Der Rand schließt nicht mehr sauber ab und so besteht mal wieder Karies-Gefahr.
Ich werde mir da dann auch ein Goldinlay machen lassen. Frei nach dem Motto :„Morgenstund hat Gold im Mund“

Gruß

Sina

Hallo Hasenschnitte,
kann dir nur sagen, das wenn der Zahn der dem Keramikinlay
gegenüber liegt noch echt ist, wird dieser durch die harte
Keramik sehr stark belasstet.

Hallo,

Die Forschung ist bei den keramischen Werkstoffen auch vorangeschritten. Es gibt mittlerweile Materialien, die in der Härte sehr gut dem (auch nicht gerade weichen) Zahnschmelz angepasst sind. D.h. sie haben bezüglich Härte, Abrieb, Verformbarkeit (sowei man davon überhaupt sprechen möchte), etc. die gleichen Eigenschaften, wie die natürliche Zahnsubstanz.

Allerdings ist der Einsatz von Keramik-Kronen oder Teilkronen sehr viel aufwändiger, als Goldarbeiten. Darum möchten viele Zahnärzte lieber Gold verwenden. Bei Keramik muss auf absolut trockenes und sauberes Arbeiten geachtet werden. Das heisst hier unbedingt Kofferdamm legen, was ebenfalls bei Zahnärzten wg. des „Zeitaufwandes“ nicht gerne gemacht wird. Insbesondere müssen evtl. auftretende Kleberückstände vor dem abhärten vollständig entfernt werden.

Wenn Du also über die Qualitäten Deines Zahnarztes nicht bescheid weisst, ist Gold tatsächlich die sicherere Alternative. Bei qualitativ hochwertiger Arbeit (Zahnarzt aber auch Labor) und Verwendung der richtigen Werkstoffe ist Keramik aber meiner Meinung nach keinesfalls die schlechtere Alternative.

Gruß

Fritze