Hallo Andreas,
ich häng mich hier mal rein, weil ich gerade über dieses Thema gelesen habe…
Vielen Dank für die sehr gute Beschreibung!
Kannst Du mir den Eingriff bitte noch etwas beschreiben?
Ich meine, deine Zeilen lesen sich so,
als ob das kein kleiner Eingriff wäre,
wovon ich eigentlich ausgegangen war.
Ganz gewiss ist das kein „kleiner Eingriff“, auch wenn er in den meisten Fällen ambulant durchgeführt werden wird. Die häufigsten Methoden sind Absaugung, Ausschabung oder auch die Gabe von einem Medikament (Mifegyne z. B.). Es handelt sich also um einen chirurgischen Eingriff. Gefahren können auftreten durch die Narkose oder auch unvorhergesehen Blutungen. Von dem psychischen Folgen einmal ganz abgesehen.
Wie fühlt man sich ‚körperlich‘ danach.
Sind Nachwirkungen zu erwarten?
Wie lange dauert es, bis man ‚körperlich‘
wieder hergestellt ist usw.?
Es wird empfohlen, sich einige Tage lang körperlich zu schonen, weil sehr oft menstruationsähnliche Blutungen eintreten, manchmal in Verbindung mit Krämpfen. Möglich ist auch ein kurzzeitiger Temperaturanstieg (Fieber). Bis zu drei Wochen lang sollte nichts in die Scheidengegend eindringen dürfen (kein Tampon, auch kein SEX also), da die Infektionsgefahr noch sehr hoch sein wird.
Alles in allem fühlt sich die Frau etwas schlapp, aber ansonsten körperlich gesund. Und noch einmal: Die psychischen Nachwirkungen nach solch einem Eingriff sind nicht zu unterschätzen.
Übrigens: Sofort nach dem Eingriff kann die Frau wieder schwanger werden!!
Wie ist das mit den Kosten?
Die Kosten werden von der Kasse nur übernommen, wenn eine medizinische oder kriminologische Indikation besteht. Ansonsten muss man mit zwischen 300 und 450 € rechnen (wenn alles komplikationsfrei verläuft). Ist man geringverdienend o. ä. kann man Land Zuschüsse erhalten, weil man nach dem Gesetz nicht allein aus finanziellen Erwägungen heraus an einem Abbruch gehindert werden darf.
Viele Grüße
Jana