'Schlechtes Cholesterin/LDL'

Hallo liebe Experten,

könnt ihr mir sagen welche Lebensmittel hohe Anteile an Fett enthalten welches die Entstehung von hohen Mengen an schlechtem Cholesterin/LDL hervorrufen? Ist der Einfuß dieses Cholesterin wirklich so groß für die Entstehung von Arterioskolose?

Grüße

Bernd

Hallo !

Dafür gibt es in Apotheken und Ärztepraxen Listen mit den Werten. Auf fast allen lebensmittelverpackungen stehts drauf!!

Bringt aber nicht viel, wenn man familiär damit belastet ist, d.h. wenn die Eltern ebenfalls hohe Werte haben/hatten und dies zur Verengung führt.

Das beste Mittel, den LDL-Wert zu senken, ist täglich gleichmäßige Dauerbewegung über eine bis eineinhalb Stunden, wie z.B. Fahrradfahren. Gemütlich Spazierengehen bringt nichts. Auch Arbeiten im garten oder sonstige „körperliche“ Bewegung.
Es funktioniert nur bei echter Dauerbelastung über einen längeren Zeitraum. Das senkt den LDL-Wert sehr stark.

Grüße Max

hallo!!

cholesterin ist ein absolut lebensnotwendiger stoff der von jeder körperzelle hergestellt wird!!, d.h. die aufnahme über die nahrung hat-wenn überhaupt- einen verschwindend geringen anteil am gehalt im blut.

man hat festgestellt dass bei menschen die wenig fett zu sich genommen haben der wert in die höhe geschossen ist; haben die dann wieder viel fett zu sich genommen ist der wert wieder nach unten gegangen.

das einzige problem bei der ganzen cholesterin"debatte" ist die tatsache dass sich die medien wieder mal auf eine sache stürzen und die nach herzenslust ausschlachten-auch wenn kein wissenschaftlicher fundierter hintergrund dahintersteckt.

hier eine sehr schöne zusammenfassung:
http://www.second-opinions.co.uk/cholesterol_myth_1…

alternative ressourcen:
http://www.das-eule.de/index.html
http://www.ernaehrungs-umschau.de/index.cfm?PRIVATE_…

tschüss

matthias

Hallo Matthias,

aus den Links sollte man sich auch mal folgende Seite anschauen:
http://www.second-opinions.co.uk/diesel_lung_cancer…
dort steht: Zigarettenrauch enthalte keine Kanzerogene, und man habe (schon längst) bewiesen, daß Zigarettenrauchen kein Krebs verursache.

(undsoweiter…)

Vielleicht die Website eines Medizingeschädigten oder (was ich persönlich glaube) eines etwas zu kurz gekommenen?

Oliver

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Hallo Bernd,

könnt ihr mir sagen welche Lebensmittel hohe Anteile an Fett
enthalten welches die Entstehung von hohen Mengen an
schlechtem Cholesterin/LDL hervorrufen? Ist der Einfuß dieses
Cholesterin wirklich so groß für die Entstehung von
Arterioskolose?

Die Bedeutung des Cholesterins für die Entstehung der Arteriosklerose ist umstritten. Mit der Cholesterinhysterie ist allerdings viel Geld verdient worden und die Hersteller möchten natürlich gern, das das so bleibt wobei sie sich der Unterstützung durch die Ärzteschaft sicher sein können.

Das Cholesterin ist erstmal nicht „böse“.Wie Matthias schon sagte ist es lebensnotwendig. Bei medikamentös stark gesenktem Cholesterinspiegel nimmt übrigens seltsamerweise die Suicidgefahr zu. Schädigend ist das oxidierte Cholesterin, das sich in den Gefäßen ablagern kann.
Als neuer Risikofaktor wird heute das Homocystein genannt, das bei der Entstehung der Arteriosklerose eine wichtige Rolle spielen soll. Erhöhte Homocysteinspiegel lassen sich gut mit
Vit B6, B12 und Folsäure beeinflussen.
Das Cholesterin wird übrigens zum größten Teil vom Körper selber in der Leber produziert. Die Ernährung hat hier nur einen geringen Einfluss.

Gruß
KH

hallo!!

ich habe gezögert diesen link ins forum zu stellen da der autor auch in meinen augen in vielem übertreibt; da er jedoch die untersuchungen erwähnt die betrieben wurden habe ich das risiko in kauf genommen!

zusätzlich deckt sich vieles mit dem was ich über andere quellen gefunden habe.

und dann gibt es ja eben noch die im forum die dann regulierend eingreifen-was auch gut ist!!!

danke

tschüss

matthias

p.s. wie siehst du allgemein die rolle des cholesterins?? ist die hysterie die da betrieben wird gerechtfertigt??

Hallo Matthias,

aus den Links sollte man sich auch mal folgende Seite
anschauen:
http://www.second-opinions.co.uk/diesel_lung_cancer…
dort steht: Zigarettenrauch enthalte keine Kanzerogene, und
man habe (schon längst) bewiesen, daß Zigarettenrauchen kein
Krebs verursache.

(undsoweiter…)

Vielleicht die Website eines Medizingeschädigten oder (was ich
persönlich glaube) eines etwas zu kurz gekommenen?

Oliver

Hallo Karl-Heinz,

Die Bedeutung des Cholesterins für die Entstehung der
Arteriosklerose ist umstritten. Mit der Cholesterinhysterie
ist allerdings viel Geld verdient worden und die Hersteller
möchten natürlich gern, das das so bleibt wobei sie sich der
Unterstützung durch die Ärzteschaft sicher sein können.

Bei allen durchaus gegebenen Strittigkeiten: Sicher sein - und zwar wirklich sicher, nur wenig ist in der Medizin so gut bewiesen - kann man sich in folgenden Beobachtungen:

  • Menschen mit hohen Cholesterinspiegeln haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, an Arteriosklerose zu erkranken
  • Senkung des Cholesterinspiegels verringert das Risiko (was die Vermutung zuläßt, daß Cholesterin ursächlich für die Arteriosklerose verantwortlich ist)
  • Selbst Menschen mit niedrigem Cholesterinspiegel, die aus anderen Gründen Arteriosklerose haben, leben länger, wenn sie Cholesterinsynthesehemmer einnehmen.

Die Ärzteschaft bietet also dem Patienten ein Medikament an, mit dem er länger und mit höherer Lebensqualität lebt, ob er es nehmen will oder nicht, ist seine Sache und hat mit Geldverdienerei reichlich wenig zu tun.

Beachte bitte, daß Medikamentenverordnungen für den Niedergelassenen lediglich eine Belastung des Budgets bedeuten, an welchen er keinen Pfennig verdient. Selbst die Verordnungsleistung in der Praxis ist finanziell unattraktiv, da bestenfalls als einfache Laboruntersuchung mit „Beratungsgespräch“ abrechenbar.

Als neuer Risikofaktor wird heute das Homocystein genannt, das
bei der Entstehung der Arteriosklerose eine wichtige Rolle
spielen soll.

Daß Patienten mit einem bestimmten Stoffwechseldefekt, der Homocystein im Blut akkumulieren läßt (Homocysteinurie) ein erhöhtes Arterioskleroserisiko haben, ist nichts neues, sondern schon seit Jahrzehnten bekannt. Clevere Vitaminhersteller extrapolieren das natürlich auf die Normalbevölkerung.

Es gibt noch eine lange Liste anderer „atherogener“ Substanzen, was heißen soll, daß Cholesterin nicht der einzige „böse Bube“ ist. Genauso Tatsache ist es aber wie gesagt auch, daß Menschen, die man mehr oder weniger Blind von der Straße weg mit Synthesehemmern behandelt, länger leben. Unabhängig davon, ob Cholesterin nun ein Risikofaktor ist oder nicht (-> zusätzliche unbekannte Wirkmechanismen neben der Cholesterinsenkung?)

Das Cholesterin wird übrigens zum größten Teil vom Körper
selber in der Leber produziert. Die Ernährung hat hier nur
einen geringen Einfluss.

Auch hier gibt es eine Fülle von Daten, die belegen, daß nach Cholesterinzufuhr der Blutspiegel in die Höhe steigt… Problem ist dabei, daß nur die wenigsten Patienten eine Ernährungsumstellung schaffen, weil sie im Endeffekt auch immer eine _Lebens_umstellung bedeutet.

viele Grüße,

Oliver

P.S.: Weil es oft durcheinandergewirbelt wird: Fette, also Triglyzeride (welche mit Cholesterin nichts zu tun haben) bedeuten nur für Frauen ein direktes Arterioskleroserisiko. Ein indirektes Arterioskleroserisiko ist (für beide Geschlechter) nur dadruch gegeben, daß Fette kalorienreich sind, was wiederum über Gewichtszunahme zu hohem Blutdruck und dadurch zur Arteriosklerose führen kann (deshalb ist v.a. das LDL gefährlich da stark Cholesterinhaltig, die „guten“ Triglyzerid- und Cholsesterintransporter VLDL und HDL enthalten viel weniger Cholesterin - wobei das HDL sogar Cholesterin aus der Gefäßwand aufnehmen und somit sogar frühe Arteriosklerose „reparieren“ kann)

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Hallo Matthias,

Hysterie und Dogmatismus ist nie gerechtfertigt, auch in der Cholesterindiskussion nicht. Zumal Cholesterin, wie vernünftigen Medizinern bekannt, bezüglich der Arterioskleroseentstehung bei weitem nicht die Ganze Wahrheit ist. Es gibt dabei jedoch nun einmal eine Fülle von soliden (und von Kritikern gänzlich ignorierten) Daten, die zeigen, daß eine Cholesterinsenkung die Leute (zum Beispiel) länger leben läßt (siehe auch Antwort an KH).

viele Grüße,

Oliver

Hallo Oliver,

Beachte bitte, daß Medikamentenverordnungen für den
Niedergelassenen lediglich eine Belastung des Budgets
bedeuten, an welchen er keinen Pfennig verdient. Selbst die
Verordnungsleistung in der Praxis ist finanziell unattraktiv,
da bestenfalls als einfache Laboruntersuchung mit
„Beratungsgespräch“ abrechenbar.

Ich habe doch gar nicht behauptete, dass die Verordnung von Lipidsenkern für den Arzt lukrativ ist; ich meinte die Herstellerfirmen.
Gruß
KH

Arterien putzen mit Chelat Therapie?
Hallo Oliver,
Im Zusammenhang mit der Cholesterindiskussion erinnere ich mich, dass vor einigen Jahren, als ich mal vorübergehende, unklare Herzbeschwerden hatte (EKG unauffällig), der von mir aufgesuchte Arzt mir eine Chelat-Therapie aufschwatzen wollte, die angeblich Ablagerungen in den Gefäßen wieder entfernen kann.
Ich war äußerst skeptisch und habe mich nicht darauf eingelassen, wobei mich auch die Kosten (6000 DM) abgeschreckt haben.
Mich würde interessieren, wie du die Chelattherapie einschätzt.
Wenn es wirklich funktionieren würde, wäre das Geld doch gut angelegt, oder nicht?
Gruß
KH

Hallo KH,

Chelattherapie habe ich noch nie gehört. Deren Sinn soll offensichtlich sein, bereits vorhandene Ablagerungen zu entfernen? Da müßte man ja angesichts der Kosten überhaupt erstmal diagnostizieren, ob solche Ablagerungen vorhanden sind. Dazu müßte man i.A. Röntgenkontrastmitteluntersuchungen der Arterien machen (Halsgefäße auch per Ultraschall). Sparen kann man sich das höchstens dann, wenn schon schwere EKG-Veränderungen da sind bzw. bereits ein Infark eingetreten ist (dann sind mit hoher Sicherheit auch Ablagerungen da).

Also, ich hätte das auch nicht machen lassen. Und anbieten würde ich es nach meinem derzeitigem Informationsstand auch nicht.

Nehm lieber langfristig CSE-Hemmer, da hat man immer noch die besten Daten dazu, und die Kasse bezahlt sie.

viele Grüße,

Oliver

Habe eben was dazu gefunden:

http://www.health.harvard.edu/medline/Heart/H0402c.html

Die Logik der Therapie beruht darauf, daß in den Plaques Kalzium vorhanden ist, das durch Kalziumbindner = Chelatoren abgebaut werden soll. Kalzium ist aber die Folge, und nicht die Ursache der Gefäßwandentzündung. Studien zeigen dementsprechend keinen positiven Effekt.

Das verwendete EDTA ist übrigens ein Pfennigprodukt und findet sich in jedem Blutentnahmeröhrchen zur Verhinderung der Gerinnung, welche ja von Kalzium abhängt. In vivo funktioniert das leider nicht, schließlich kann der Mensch ohne Kalzium nicht leben. Daher denke ich auch, daß so eine Therapie nicht ohne Risiko ist. Der einzig vernünftige Einsatz von EDTA besteht in der Therapie der Bleivergiftungen, es cheliert nämlich auch Schwermetalle (Nutzen-Risiko-Abwägung).

viele Grüße,

Oliver