hallo!!
bin zum glück kein betroffener-aber eine sache kann ich empfehlen:
das problem des phantomschmerz kommt vielleicht/wahrscheinlich daher dass aus sicht des gehirns das bein natürlich nach wie vor vorhanden ist, d.h. die zuständigen nerven im somatosensorischen cortex sind ja nicht mit entfernt worden.
http://www.23nlpeople.com/Sensory&Motor.htm
so sieht die repräsentation unseres körpers auf der gehirnrinde aus. und da bleibt der fuss/unterschenkel auch vorhanden. deshalb spüren die patienten ihn auch nach der op.
man hat festgestellt dass bereits eine stunde nach der op die benachbarten gebiete (in diesem fall oberschenkel und genitalbereich) in den bereich „einwandern“ aus dem keine signale mehr kommen, d.h. dass man wenn man den oberschenkel abtastet der patient angibt zu spüren dass man sein „phantombein“ berührt.
schön und gut-reine theorie. aber wie damit arbeiten??:
unser gehirn benutzt bei bewegungen den visuellen input (augen) als rückkopplungsmechanismus. beispiel: du greifts mit offenen und geschlossenen augen nach einem glas-wie gehts dosierter/leichter?? mit offenen augen.
jetzt ist aber kein input mehr vom amputierten bein da. und den muss man dem gehirn wieder geben!!
ausführung: im sitzen stellt man einen grossen spiegel zwischen die beine. die spiegelnde seite kommt auf die „gesunde“ seite. wenn man von der seite in den spiegel schaut sieht man plötzlich auf der amputierten seite auch wieder ein bein!! (das gespiegelte gesunde)-durch die verdrehung sieht es aber wie das amputierte aus. jetzt versucht man die gefühlte position des amputierten beines mit der sichtbaren position im spiegel „übereinanderzubringen“-d.h. das spiegelbild entspricht der gefühlten position. und dann bewegt man beide beine gleichzeitig.
was passiert?
der körper sendet bewegungssignale an das nicht-vorhandene bein - sieht aber im spiegel dass es sich bewegt. dadurch kann man oft eine sehr sehr schnelle besserung erzielen.
damit du nicht denkst ich will dich verarschen hier die quelle:
v.s. ramachandran „phantoms in the brain“ (ein neurowissenschaftler der diese methode v.a. mit armamputationen sehr erfolgreich getestet hat).
man kann dann natürlich dieses bein auch massieren, etc. als versuch eine entspannung zu erzielen. ist auf jeden fall die methode die am wenigsten eingriff bedeutet (im vergleich zu medikamenten, …).
ansonsten wirbelsäulenbehandlung (sympathisches nervensystem dämpfen) und die segmente aus denen der unterschenkel versorgt wird.
wenn ihr`s probiert bitte rückmeldung über erfolg/erfahrungen,…
tschüss
matthias
Hallo
vor ca. 8 Wochen ist meinem Vater das rechte Bein bis zur
Mitte des Oberschenkels amputiert worden und er hatte bereits
wenige Tage nach der OP das erste mal Phantomschmerzen im Fuss
und in der Wade, die teilweise an die Erträglichkeitsgrenze
gehen. Ich habe bereits Literatur und Internet nach möglichen
Therapien durchforscht und auch einige interessante
Therapievorschläge gefunden. Nun hoffe ich, dass hier der eine
oder andere Betroffene mir vielleicht seine Erfahrungen mit
erfolgreichen Behandlungen mitteilen könnte. Vielen Dank schon
mal im voraus.
Gruß Petra