Wahr o. unwahr, Cortisonabbau 30 Jahre?

hallo www.ler,
ich war gestern auf einem Gesundheitsvortrag. Da wurde u.a. die These vertreten, dass der **Cortisonabbau 30 Jahre dauern solle, der Abbau von Antibiotika im Körper des Menschen 8 Jahre.
Beides sind ja nun Medikamente, die zur Verbesserung der Gesundheit eingesetzt werden, bei mir z.B. Cortisonspritzen täglich neun Monate lang — als Konsequenz wie lange muss ich üblicherweise mit den Folgen rechnen bzw. wie lange braucht meine Leber, bis sie diese Mengen total abgebaut hat?

Gleiches gilt für Antibiotika, welches ich bis vor 3 1/2 Jahren mindestens 4 - 5mal im Jahr bekam - wegen schlechter Wirkung immer doppelten Zeitraum sprich 10 Tage bis 3 Wochen. Seit dieser Zeit ist es zwar wesentlich weniger, wegen meiner Gürtelrose bekam ich nun im Mai wieder 3 Wochen Antibiotika…

Und wenn ich an die Beipackzettel denke, haben beide Medikamente reichlich Nebenwirkungen zu verzeichnen.

Verstärkt ist bei mir die Frage aufgetaucht, weil bei Lebensmitteln die Rückstände in µg (z.B. 35 µg in der Ökotest bei Putenfleisch) ja auch noch bedenkliche Werte erreichen. Wenn also Minimal( µg) Mengen gesundheitlich sogar EU-Einheitlich bedenklich sind … sind nicht abgebaute µgMengen für Menschen unbedenklich?

Und wird mit jeder neuen Gabe der Zeitraum von ggfs. 30 oder 8 Jahren neu inganggesetzt?

Muss ich dann in Zukunft mich gegen eine strikte Verordnung durch einen Arzt wehren und z.B. ihn auffordern, nach anderen Möglichkeiten zu suchen? Ich denke mal, fürs Vertrauensverhältnis ist das nicht sehr produktiv?=

auf Info wartend grüßt
Chris**

einzeln & frei (survival-tüv)
nicht umsonst gehören unverbrauchte medikamente in den sondermüll und nicht in den ausguss. du findest nur das, was du suchst. und das auch nur an den stellen, an denen du es suchst. aber das hat schon woycek bei der erbsensuppenstudie gemerkt.

vielleicht beruhigt es dich, dass du mechanische, thermische und chemische veränderungen schon in der selben generation nachweisen kannst.

Muss ich dann in Zukunft mich gegen eine strikte Verordnung
durch einen Arzt wehren

es ist dein körper, ob an der dönerbude oder bei einer anderen praxis.

und z.B. ihn auffordern, nach anderen
Möglichkeiten zu suchen?

es wird genug meldepflichtiges und guideline-limitiertes geben, gegen das er sich genauso wenig wehren kann wie gegen ampelrot.

Ich denke mal, fürs
Vertrauensverhältnis ist das nicht sehr produktiv?

wieviel volt liegen an der steckdose an? wissen schützt. auch vor überspannung.

Hallo Chris,

es ist - samt und sonders - völliger Unsinn. Welche Leute das sind, die mit ihren Vorträgen in die Welt ziehen und mit der Angst ihrer Mitmenschen Geld verdienen, sieht man ja hier im Forum.

Es scheint eine Gesetzeslücke zu geben, die nur Ärzte und Apotheker für ihr Tun und Sagen verantwortlich sein läßt. Ein Laie kann behaupten, was er will.

Christel, es sind ganz normale organische Moleküle. Cortison produziert der Körper ja selbst. Wenn die Halbwertszweit 15 Jahre betrüge, dann müßest Du ja nicht dreimal täglich, sondern nur alle 30 Jahre eine Pille einwerfen.

okay? :wink:

Oliver

es war ein Internist…
danke Oliver,
zumindest kann ich mit deiner Antwort was anfangen…
Gruß Chris

Hallo Oliver,

es ist - samt und sonders - völliger Unsinn. Welche Leute das
sind, die mit ihren Vorträgen in die Welt ziehen und mit der
Angst ihrer Mitmenschen Geld verdienen, sieht man ja hier im
Forum.

Es scheint eine Gesetzeslücke zu geben, die nur Ärzte und
Apotheker für ihr Tun und Sagen verantwortlich sein läßt. Ein
Laie kann behaupten, was er will.

Zu früh gefreut, es war ein Internist.
Du bist nun mal manchmal etwas voreilig.
Gruß
KH

Hallo K.H.,

also, ein Internist würde so etwas wohl kaum behaupten. Ebensowenig wie ein Professor aus (war es Aachen?) behaupten würde, Cholesterin hätte mit Arteriosklerose nichts zu tun.

Soviel zum Thema voreilige Interpretation.

Oliver

Hallo Christel,

ich möchte jatzt mal nicht einfach behaupten, daß Dir Blödsinn erzählt wurde (auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht), evtl. war der Vortrag schlicht missverständlich…

Zum Cortison hat Oliver ja schon was gesagt.

Wegen der Nebenwirkungen auf dem Beipackzettel: Dies sind mögliche Nebenwirkungen (die bei enzelnen Patienten beobachtet wurden). Das haißt aber noch lange nicht, daß sie auch bei Dir auftreten. Andere NW treten bei (fast) jedem Patienten auf, man nimmt dies aber als kleineres Übel in Kauf.
Letzlich muß man immer abwägen: Ist der zu erwartende Nutzen oder der Schaden größer? Und natürlich muß man sich selbst beobachten: treten schwere NW auf, sofort zum Arzt um die Entscheidung über Nutzen/Schaden neu zu treffen. Und hier möchte ich eindringlich vor eigenmächtigem Absetzen von Medikamenten warnen - die Folgen können wir als „Laien“ überhaupt nicht abschätzen.

Zu Deiner Frage zu den Antibiotika: Hier haben wir die Situation, daß sehr niedrige Dosen (Rückstände in Lebensmitteln) sehr viel gefährlicher sein können als die in der Medizin verabreichten. Einer der Gründe sind auftretende Resistenzen - wenn man Mikroorganismen sehr geringen Mengen Antibiotika aussetzt, gehen sie daran nicht zu Grunde, sondern „lernen“ mit diesem Stoff zu leben, so daß sie später auf diese Antibiotika nicht mehr ansprechen. Die Folgen sind heute schon zu besichtigen: Es gibt Bakterienstämme, die auf die „üblichen“ Antibiotika nicht mehr ansprechen, so daß eine normalerweise leicht zu behandelnde Krankheit tödlich endet - solche Fälle kennt fast jeder im Krankenhaus tätige Arzt.

Daneben gilt natürlich: Da jedes Medikament außer seiner gewünschten Wirkung immer auch unerwünschte Nebenwirkungen hat, ist es natürlich kontraindiziert einem Gesunden diese Wirkstoffe zu verabreichen. Deshalb sind Antibiotikarückstäne (die meiner Meinung nach in der Tierzucht NICHTS zu suchen haben) immer problematisch.

Du wirst (Allergien mal ausgenommen) von den im Fleisch gefundenen AB-Mengen nicht direkt krank werden - aus den oben geschilderten Gründen will man diese Stoffe aber nicht im Fleisch haben…

Schönen Tag noch
Gruß Stefan

Hallo Oliver,

also, ein Internist würde so etwas wohl kaum behaupten.
Ebensowenig wie ein Professor aus (war es Aachen?) behaupten
würde, Cholesterin hätte mit Arteriosklerose nichts zu tun.

Soviel zum Thema voreilige Interpretation.

Also du behauptest:

  1. Christel Deckert lügt
  2. Ich lüge, denn der Artikel aus dem ich zitiert habe
    ( es war übrigens Prof. Robenek vom Institut für
    Arterioskleroseforschung der Wilhelmsuniversität
    Münster)
    existiert nicht, obwohl er vor mir liegt.

jetzt ist er (der Oliver) völlig durchgeknallt

hattest du eine harte Nacht, wenig geschlafen etc.?
es muss doch irgendetwas geben, das das, was du heute von dir gibst entschuldigen kann.
Oder sitzt da jemand anderes an Olivers Computer und hält uns alle zum Narren?

KH dersichernsthaftSorgenumdenOlivermacht

  1. Christel Deckert lügt

Nein, aber vermutlich hat sie den Internisten falsch verstanden. Das ist nämlch so „way off“, das glaube ich nicht, daß ein Internist so etwas sagt.

  1. Ich lüge, denn der Artikel aus dem ich zitiert habe
    existiert nicht, obwohl er vor mir liegt.

Nein, wie gesagt:, der Professor exisitiert, aber in seinem Artikel steht nichts davon drin, daß Cholesterin nichts mit Arteriosklerose zu tun habe. Eben ganz im Gegensatz zu dem, was Du herausliest.

jetzt alles geklärt?

Oliver

  1. Christel Deckert lügt

Nein, aber vermutlich hat sie den Internisten falsch
verstanden. Das ist nämlch so „way off“, das glaube ich nicht,
daß ein Internist so etwas sagt.

also Christel Deckert kann nicht richtig hören

  1. Ich lüge, denn der Artikel aus dem ich zitiert habe
    existiert nicht, obwohl er vor mir liegt.

Nein, wie gesagt:, der Professor exisitiert, aber in
seinem Artikel steht nichts davon drin, daß Cholesterin nichts
mit Arteriosklerose zu tun habe. Eben ganz im Gegensatz zu
dem, was Du herausliest.

jetzt alles geklärt?

Nein, denn ich habe zitiert und nicht herausgelesen. Vielleicht hat Herr Robenek seine Meinung zum Thema Cholesterin geändert.
Gruß
KH

Oliver

Das war ein Vortrag von einem Internisten mit Titel Dr.med. usw. usf. warum ungläubiger Thomas?

Hallo Oliver, ich habe schon häufiger extrem unterschiedliche Meinungen von studierten Ärzten zum gleichen Gesundheitsproblem gehört, nur es hat noch nie jemand zu mir gesagt, dass ich mich verhört hätte.

Warum meinst du, allein die richtige Weisheit gepachtet zu haben. Mir erschienen 30 Jahre Cortison im Körper ja auch sehr lang, bisher hieß es 10 Jahre. Aber du meinst ja sogar, es werde zeitnah abgebaut.

Wie dem auch sei, meine Ohren sind O.K und wir haben mti 30 Leuten hinterher diskutiert…
Soweit zu meiner Frage
Gruß Chris

Hallo Chris,

letzter Versuch: Vielleicht meinte er, es dauerte Jahre, bis alle cortisonbedingten Veränderungen zurückgebildet seien? Das wäre ein kleiner Unterschied, vor allem in therapeutischer Hinsicht, nicht?

Nein, die Weisheit habe ich nicht gepachtet. Aber gewisse Sachen weiß man nun eben. Die Behauptung, es dauere 30 Jahre, bis ein Kortisonmolekül abgebaut sei, ist ungefähr so, als beahuptete man, der Himmel sei grün. Ich hoffe das kann man mir hier mal an dieser Stelle einfach so abnehmem :wink:

Oliver

Hallo K.H.,

Nein, denn ich habe zitiert und nicht herausgelesen.
Vielleicht hat Herr Robenek seine Meinung zum Thema
Cholesterin geändert.

Dann zitiere das bitte doch nochmal. Es geht um eine Textstelle, in welcher folgendes behauptet wird: „Cholesterin ist nicht für Arteriosklerose verantwortlich.“. Genaus für jene Behauptung führst Du ja den Text an. Ich habe so eine Textstelle nirgends gefunden.

Oliver

(x)

Hallo Oliver,

Nein, denn ich habe zitiert und nicht herausgelesen.
Vielleicht hat Herr Robenek seine Meinung zum Thema
Cholesterin geändert.

Dann zitiere das bitte doch nochmal. Es geht um eine
Textstelle, in welcher folgendes behauptet wird: „Cholesterin
ist nicht für Arteriosklerose verantwortlich.“. Genaus für
jene Behauptung führst Du ja den Text an. Ich habe so eine
Textstelle nirgends gefunden.

Ich habe nie behauptet, dass Cholesterin nichts mit der Arteriosklerose zu tun hat, denn da es oxidiertes Cholesterin nicht ohne das Vorhandensein von Cholesterin geben kann, hat es schon damit indirekt zu tun.
Eine Textstelle in der obiges behauptet wird gibt es nicht.

Die Intention meines Posting war, darauf hinzuweisen, dass
die einfache Formel hoher Cholesterinspiegel=Arteriosklerose so nicht stimmt. Gefährlich ist erst das sog. oxoLDL.
Das Ausmaß der Oxidation ist von weiteren Risikofaktoren abhängig (Rauchen, Ernährung etc.).
Auch das Homocystein sollte hinsichtlich der Arterioskleroseentstehung Beachtung finden.
ist jetzt alles klar?
Gruß
KH

Hallo,
hast Du den Namen des Vortragenden ? Es würde ungemein helfen,
zu sehen, ob er z.B. seine Behauptung schon irgendwo veröffent-
licht hat. Ansonsten würde ich Olivers These, daß evtl. die
Regenerationzeit des Körpers nach längeren Einsatz von Kortison
gemeint sein könnte, für am wahrscheinlichsten halten.

Gruss
Enno

Moin Enno, den Namen habe ich und ich werde ihn fragen, ob ich ihn hier veröffentlichen darf. Ob er Publikationen hat, weiss ich nicht.

Mmh, und was du meinst mit Renegationszeit – könnte sein. Mir ging es in meiner Frage ja darum, wielange ich mit den Folgen von hohen Cortisongaben leben muß. Dazu hat sich keiner geäußert, wie lange - und ich meine darum ging es auch in dem Vortrag, ich weiß selbst dass der Körper im Normalfall regelmäßig Cortison produziert - dauert es, bis der Körper zu seinem normalen Cortisongehalt zurückkehrt. Denn das Posting von Oliver heißt für mich als Laie interpretiert: gar keine Zeit, da ja ohnehin sofort abgebaut.
Nur warum gibt es dann soviel Geschrei, dass alle - egal ob Orthopäden, ob Neurologen, ob Internisten ‚die extrem lange und hohe Cortisontherapie für kontraproduktiv für die weitere gesunde Körperentwicklung‘ halten - wenn Cortison doch sofort abgebaut wird laut Oliver.

Vielleicht ist es dir ja möglich, und ich würde mich riesig freuen, wenn du mir hierzu eine laienverständliche Erklärung abgeben kannst.

Das gleiche Thema betrifft halt Antibiotika — ist die Folge lediglich eine Antibiotikaresistenz? Wäre aber mir nicht erklärbar, wenn sofort abbaubar und dann bezogen auf die Tierwelt - warum dann das Geschrei über Rückstände?

Lieber Enno, es wäre schön, wenn ich eine Antwort bekäme - der nächste Vortrag ist erst in 4 Wochen und ob der Brisanz, die sich hier entwickelt hat, würde ich es gern früher wissen.

Ich bedauere sehr, dass einfache Fragen zu Beschimpfungen und Vorverurteilungen führen.

Da immer wieder - auch in der Boulevard-Presse - mit den Arzneimittelrückständen gepokert wird, dachte ich, ich hätte eine ganz einfache Frage – sonst hätte ich sie in der Expertensuche gestellt.

Also vielen Dank im voraus
Gruß Christel

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Christel,

ich war gestern auf einem Gesundheitsvortrag. Da wurde u.a.
die These vertreten, dass der Cortisonabbau
30 Jahre dauern solle, der Abbau von
Antibiotika im Körper des Menschen 8 Jahre.

ich bin kein Medizinmann, sondern Chemiker, das vorweg.
Solche Aussagen sind immer mit Vorsicht zu genießen. Was heißt Abbau? Bis zu welchem Niveau? 50 %, dann wäre das die biologische Halbwertzeit; bis zu 0,1 % 0,0000000001%?
Das sollte schon mal angegeben werden, ansonsten ist jede Zahlenangabe völlig(!) wertlos.
Des weiteren werden Corticoide vom Körper selber produziert, irgendwann kann man eh keine Unterscheidung mehr treffen Körpereigen/körperfremd.

Bei Antibiotika ist es weiterhin schlichtweg so, daß sie chemisch nicht stabil sind und in eine unwirksame Form reagieren.

Muss ich dann in Zukunft mich gegen eine strikte Verordnung
durch einen Arzt wehren und z.B. ihn auffordern, nach anderen
Möglichkeiten zu suchen? Ich denke mal, fürs
Vertrauensverhältnis ist das nicht sehr produktiv?=

Das solltest Du sowieso. Das unbedarfte Verschreiben von Antibiotika ist bei Ärzten eine Seuche. Die verschreiben das Zueg selbst bei Virusinfekten. Da keimt bei mir die Ahnung, daß die Damen und Herren noch nicht mal wissen, wie A. wirken.
Wenn ich mal mit einem Infekt zum Arzt gehe, muß ich mich stets mit Händen und Füßen gegen das Verschreiben von A. wehren.
Aber wenn man hartnäckig bleibt, sehen die meisten Ärzte ein, daß es auch andere Möglichkeiten gibt.

Gandalf

Antibiotika bei Virusinfekten, leicht O.T.
Hi Gandalf,

Das unbedarfte Verschreiben von
Antibiotika ist bei Ärzten eine Seuche. Die verschreiben das
Zueg selbst bei Virusinfekten. Da keimt bei mir die Ahnung,
daß die Damen und Herren noch nicht mal wissen, wie A. wirken.

Bin zwar auch medizinischer Laie, aber m.E. sind Antibiotika bei Virusinfekten nicht unbedingt völlig sinnlos, zumindest wenn aufgrund des infektionsbedingt geschwächten Allgemeinzustandes unangenehme bakterielle Folgeinfektionen zu befürchten sind.

Grüße,

Hasta Lavista

1 „Gefällt mir“

Hi Hasta Lavista,

Bin zwar auch medizinischer Laie, aber m.E. sind Antibiotika
bei Virusinfekten nicht unbedingt völlig sinnlos, zumindest
wenn aufgrund des infektionsbedingt geschwächten
Allgemeinzustandes unangenehme bakterielle Folgeinfektionen zu
befürchten sind.

Antibiotika profilaktisch zu verabreichen ist absoluter Blödsinn und fördert eine bakterielle Infektion indirekt, weil durch die ‚Schrotschußgabe‘ die Resistenzbildung verstärkt wird, siehe A. bei der Tiermast.
Nur im akuten fall haben A. einen therapeutischen Sinn.

Gandalf
demjetztsichervielewiedersprechen

Hallo Gandalf,

wenn Du das „absolut“ wegläßt, stimmt das prinzipiell schon :wink: Nur gibts eben schon viele Ausnahmen. Bei einer Grippe sterben die Leute meist an einer bakteriellen Lungenentzündung, die sich auf die viral geschädigte Schleimhaut draufsetzt. Und dann wird in der Klinik bei alten, kranken Leuten mit unklarem Infektfokus auch einfach mal antibiotisch lostherpiert. Entspricht zwar nicht der medizinischen Idealvorstellungen, aber erfahrungssgemäß sind die Leute oft anders nicht zu retten. Ähnliches kann für schwerkranke Kinder zutreffen, die ihre Symptome nicht genau schildern können, aber deutliche Infektzeichen im Blut haben.

Man müßte mal ausrechnen, wieviele Leute an Antibiotika-NW sterben, und dann die Zahl derjeniger entgegenstellen, die durch einen nicht ausreichend therapierten Infekt zu Schaden kommen. Die heutigen Antibiotika fast alle sicher - manche müssen Penicillin ihr ganzes Leben nehmen und bleiben gesund :wink:

viele Grüße,

Oliver