Hallo liebe Freunde,
ich habe einen „kleinen Mann“ im Ohr.
Seit Wochen habe ich Schwindel und Ohrensausen (Tinnitus).
Der Schwindel ist nun behoben (Wirbelsäule), aber der Tinnitus ist geblieben.
Welche Therapie könnte erfolgversprechned sein?
Wäre vielleicht auch Akupunktur hilfreich?
Manfred
Hallo Manfred
Guck mal, im FAQ gefunden:
Gesundheit - Medizin Tinitus SHG http://www.tinitus-liga.de
Im übrigen würde ich sicher mal mit Akupunktur versuchen, aber vorher würde ich zum ORL-Arzt gehen.
Alles Gute!
Moni 
ich habe einen „kleinen Mann“ im Ohr.
Seit Wochen habe ich Schwindel und Ohrensausen (Tinnitus).
Der Schwindel ist nun behoben (Wirbelsäule), aber der Tinnitus
ist geblieben.
Welche Therapie könnte erfolgversprechned sein?
Wäre vielleicht auch Akupunktur hilfreich?
Hallo Manfred,
zuerst sollten mögliche Ursachen abgeklärt werden (HNO Arzt).
Die Standardbehandlung beim HNO sind meist Infusionen, deren Wiksamkeit umstritten ist (zielt auf Verbesserung der Durchblutung).
Da organische Ursachen selten gefunden werden, solltest du mal überlegen, ob du berufl. und/oder privat starken Belastungen ausgesetzt bist.
Da ein Tinnitus chronisch werden kann, ist es wichtig, bald eine sinnvolle Behandlung einzuleiten.
In meiner Praxis hat sich eine Kombination aus Neuraltherapie,
Akupunktur, Homöopathie, und Magnetfeldbehandlung bewährt.
Allein mit der Akupunktur wirst du nach meiner Einschätzung nicht viel Erfolg haben.
Manchmal ist es auch sinnvoll, Blutegel an einem bestimmten Punkt hinter dem Ohr anzusetzen.
Und - ganz wichtig: psychosomatischen Hintergrund (falls vorhanden) nicht vergessen.
So, jetzt musst du nur noch jemand finden, der sich mit der Tinnitusbehandlung gut auskennt und dir gezielt weiterhelfen kann.
gute Beserung wünscht
KH derauchschonmaleinenTinnitushatte
Hallo Manfred,
Die Wissenschaftler geraten sich immer noch in die Wolle egen des kleinen Plärrers im Innenohr.
Folgendes ist vorweg abzuklären, ob vorliegt:
1. Durchblutungs-Situation
oft helfen durchblutungsfördernde Präparate.
2. mechanische Schädigung der am Ohr zusätzlich beteiligten Nervenästrchen des N. facialis, die in der Chorda tympani verlaufen und im Grunde die Beweglichkeit der Gehörknöchelchen einstellen helfen.
Hier kann die Wirbelsäule mit beteiligt (gewesen) sein. Dafür spräche der Schwindel.
Tinnitus hält oft länger an als andere Symptome.
Oft helfen Präparate mit Vitamin B-Komplex , z.B. Neurobion forte.
Andere Schädigungen können im Bereich der Hörbahn durch kleine Tumore entstehen (Druck). Röntgen und diverse Formen der Tomographie können hier Aufklärung bringen.
3. degenerative Erkrankungen des Hör-Areals bzw. der Hörbahn im Gehirn
4. Entzündungs- bzw. Eiter-Herde im Bereich der Zähne!!
(Diese Störquelle wird - so einfach sie wäre - oft übersehen).
Eine genaue Rö-Diagnostik und komplette Sanierung des Gebisses, aber auch der Rachenmandeln (Tonsillen) und „Polypen“ kann oft sehr gut, wenn auch nicht sofort, wirken.
5. psychische Anteile , z.B. post-traumatische Erschöpfungszustände, bzw. andere seelische Konflikte, die in einem „nicht mehr hören wollen“ münden und sich auch auf solch unangenehme Weise äußern können.
Kurze Idee dazu:
Es gibt Konflikte, die sich nach außen richten und solche, die sich auf innere Widersprüche beziehen.
Wird ein psychogenes Symptom erst einmal gebildet und deutlich, weist es eher auf seine Entstehungsgeschichte, selten direkt auf äußere Umstände hin.
Wird ein Symptom nicht nur deutlich, sondern lästig und schädlich bis zur Selbstschädigung, dann liegt oft eine Bestrafungstendenz vor.
Z.B. dann, wenn das Ergebnis der Konfliktlösung so aussähe, dass sie seinem erlernten Moral-Begriff widerspräche. Das kommt recht oft bei Somatoneurosen vor, deren Wünsche im Spannungsfeld körperlicher Lusterlebnisse und deren gelichzeitiger Abwehr liegen.
Kurz gesagt:
Tinnitus kann organisch und psychisch gedeutet werden, hat meistens beide Anteile und kann durch Behebung evtl. organischer Probleme gelindert werden, so seelisch (innerlich) nichts dagegen spricht.
Auch gibt es symptomatische (nicht ursächliche) Behandlungsformen, die auf eine physikalische „Auslköschung“ der störenden Frequenzen abgestimmt sind (Frequenzmodulatoren).
Diese sind im akuten Stadium hilfreich, um überhaupt an eine ursächliche (nosologische) Behandlung denken zu können.
Dir und allen Interessierten: Viel Erfolg.
Sollte es Fragen zu diesen sehr dichten Anmerkungen geben: bitte um E-Mail unter [email protected] (in wenigen Tagen auch wieder unter der „Normalen“ Adresse
[email protected]
oder Durchforsten meiner Fragen-Antwort-Archive in
http://www.helpsv.com (http://www.24on.cc/helpsv)
Schöne Grüße aus Wien,
Volkmar
große Worte…
…und tadelesfrei erklärt. That´s for sure!!!
Aber…:
welcher nicht-Medi/Psycho(loge) versteht das? Warum so kompliziert?
Und dass er einfach die RUHE suchen soll, hast Du - somehow - ganz unterschla(f)gen. ??? Oberstes Gebot (und wenig einfach: absolute Ruhe und in sich selber „lauschen“. Was will ich, was kann ich, was will ich NICHT, was kann ich NICHT! Und nochmal: In der Freizeit: die Ruhe suchen und finden! Erstmal wochenlang. Geschenkt wird einem das nicht…)
Seelisch: schau, welche Menschen, Dinge welcher Art Gefühle in der auslösen. Löse Dich von denen, die laut sind, also Deine Seele anstossen, Du aber vielleicht nicht die Kraft und den Willen hast, gegenan zugehen. Du musst nicht. Jeder Mensch hat unterschiedliche Kraft"qellen" und -„reserven“. Die reichen. Die Deinigen. Und zwar für das, was Du wirklich lieben sollst…
Stimmt, und das muss und kann nur jeder selber ´rausfinden…
Geistig: Welche Gedankengänge über Arbeit oder /und während der Arbeit, über „ich muss so leben sonst…“ sind too much für Dich?..; stossen Deinen Geist so an, dass er sich „belästigt“ (= be-lastet) fühlt - mangels innerer Überzeugung mit den „ach ich muss das jetzt machen und …na gut, mag das nicht, aber das muss wohl so sein, andere schaffen/können das ja auch“.
Aber Du bist anders. Und das ist auch gut so.
Körperlich: Du bist wichtig und sicher schon ein prima Helfer, wenn Du nach Unterstützung gefragt wirst. Oder? wäre jedenfalls typisch… Und solltest deshalb NEIN sagen lernen. Die Menschen, die Dich wirklich lieb haben, werden das auch nach einem „Nein“ noch tun. Von den anderen kannst Du Dich jetzt schon mal innerlich herzlich verabschieden…
Liebe Grüße und toi toi toi. Gute Besserung!!!
Alexa. eine Ex.
Liebe Alexandra.
Also eines muss ich schon sagen:
„Ruhe suchen“ ist ein gefährliches Wort für einen, der an Tinnitus leidet: Ruhe bedeutet dann Verstärkung des Lärms.
und das kann schon eine Qual sein.
Meine Anregung war in dem Zusammenhang unter „psychische Faktoren“ zu finden.
Zu Deinen anderen „taxfreien“ Erläuterungen:
Unser qualifiziertes online Angebot ist seit Jahren gratis, und zwar nicht nur im wer-weiss-was.
Ich finde, wenn etwas zu kompliziert erscheint, ist Nachfragen besser als Polemisieren. Deine Frage jedenfalls habe ich in Deinem Text noch nicht gesehen.
Freundliche Grüße,
V.
In der Ruhe…
…liegt die Kraft. Und ich habe in der Tat keine Frage gestellt. Hätte ich müssen?
Lass gut sein.
Alexa
((nicht Alexandra))
Hallo Alexa:
Siehe Artikel über Imperative.
Und schon bin ich ruhig.
Gruß
V.
mal was zum selbermachen
hallo!!
ich möchte dir mal ein paar sachen an die hand geben die du selber machen kannst-wenn`s hilft hast du dir viel zeit und dem gesundheitswesen viel geld gespart:
- wärme in den nacken; zunächst mit „milder“ wärme beginnen-wenn`s klappt temperatur steigern
- alkohol und koffein aus dem speiseplan rausstreichen
- den kiefer mal in ungewohnte richtungen bewegen, d.h. nicht nur immer ein bisschen auf und zu sondern auch mal seitlich verschieben, etc. bzw. gaaaaanz weit auf. diese positionen auch mal länger halten (kann man auch die hände zu hilfe nehmen)
- die kaumuskulatur „massieren“
für dich als kontrolle: wie beeinflussen obige sachen den tinnitus?? daraus lassen sich rückschlüsse auf die ursache ziehen und man kann eine gezieltere behandlung einleiten.
und wenn`s hilft kannst du dich selber behandeln.
ersetzt natürlich nicht die abklärung per hno-nur ist die leider sehr oft ohne ergebnis (tinnitus ist ein zu komplexes phänomen dafür).
wichtigste „regel“: chronifizierung vermeiden sonst wird`s mehr als schwierig wieder davon wegzukommen.
tschüss
matthias
p.s. vor ca. 2-3 monaten war schonmal dieses thema dran (aber damals beidseitig soviel ich weiss)
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi Manfred,
leider läßt sich bei einem chronischen Tinnitus so gut wie nichts mehr machen, jedenfalls nichts schulmedizinisches.
Allerdings gibt es einige ‚paramedizinische‘ Methoden, die manchmal helfen.
Im akuten Fall helfen manchmal(!) besagte Infusionen, hyperbare Sauerstofftherapie und blutverdünnende Medikamente.
Nach einigen Tagen ist es aber leider so, daß man von einem manifesten chronischen Tinnitus ausgehen muß.
Ich hab da schon eine ganze Latte von Therapien hinter mich gebracht, bisher leider ohne Erfolg
Hier noch einige
Sachen die ich versucht habe, vielleicht helfen sie Dir.
Neutaltherapie:
Dabei weden Dir in verschiedene Nervenknoten ein Lokalanestetikum gespritzt. Wird in aller Regel nicht
von der Kasse übernommen (Private zahlen, je nach Tarif, manchmal)
Infusionstherapie:
Hier wird Dir ein Lokalanestetikum intravenös verabreicht, Übernahme von Kassen wie oben.
Akkupunktur:
Es werden verschieden Meridiane punktiert. Ev. sind eine ganze Reihe Sitzungen nötig.
Chriopraxis:
Dort werden Dir so ziemich alle Wirbel und Gelenke des Rückens und Halses eingerenkt. Dann gibt es ettlich Übungen, um die Haltung zu verbessern.
Ziel ist es, ev. eingeklemmte Nerven oder Adern wieder freizukriegen.
Amalgamsanierung:
Alle Amalgamfüllungen werden gegen Keramik- oder Goldkronen -inlays ausgetauscht.
Psychoresonanz:
Eine Art Autosuggestion. Wenn bekannt ist wie/wo eine Krankheit wirkt, stellt man sich vor, daß das
Immunsystem dagegen vorgeht. Wenn Du möchtest, kannst Du dir vorstellen, daß kleine Männchen als
Mechaniker in Dein Ohr wandern und dort den Schaden reparieren, oder wie auch immer. Bei einigen
chronischen Entzündungen hilft es erstaunlich gut.
Rückführung:
Ist mehr was für chronischen Tinnitus, wenn die Ursache nicht bekannt ist (über diese Therapie hab ich
mich schon mal mit einem Experten hier im Forum gestritten).
Speziell, wenn keine organischen Befunde zu finden sind, ist die Suche nach einer psychischen Blockade durchaus sinnvoll.
Leider bin ich nicht hypnotisierbar, aber bei
einer Person weiß ich daß es geholfen hat.
Hyperbare Sauerstofftherapie:
Hilft gut bei akutem Tinnitus. Dabei atmest Du in einer Druckkammer Sauerstoff in hoher Konzentration, um
die Versorgung zu verbessern. Hilft fast nie bei chronischem Tinnitus.
Tomatis Therapie:
hier wird versucht, das ‚verstimmte‘ Gehör wieder zu stimmen. Dazu wird Musik durch Filterung und elektronische Modifikation verzerrt und via Kopfhörer zu Gehör gebracht. Kein echter Genuß
aber manchmal soll es helfen. Ist aber teuer und wird nicht von den Krankenkassen (selbst den privaten) übernommen.
So das wars. Anzumerken ist, daß die klassische Schulmedizin den Tinnitus, wenn er mal chronisch
geworden ist, zu den nicht therapierbaren Krankeiten zählt. Ein Arzt, der einige der oben angegebenen
Therapieformen als Hummbug bezeichnet hat, konnte mir nur sagen, daß ich bitteschön mit dem Tinnitus
leben muß, weil er nichts tun kann.
Gandalf
hallo!!
hier nur eine kleine zusammenfassung warum man so wenig erfolgreich ist in den meisten fällen: das geräusch ist sozusagen im gehirn „fest installiert“, d.h. die grosshirnrinde erzeugt dieses geräusch selber.
ist ähnlich gelagert wie phantomschmerz-aber da kann man wenigstens noch einen visuellen input geben um „das gehirn neu zu verschalten“; wird aber beim tinnitus schwierig.
am wirkungsvollsten (?) zeigt sich das „retraining“-aber auch erst ab einer dauer von 2 jahren aufwärts.
tschüss
matthias
Zoologen der Technischen Universität Darmstadt haben versucht, den Ort der Tinnitus-Entstehung zu bestimmen. Bei zwei Gruppen von Mäusen erzeugten sie dazu Tinnitus: Einmal mit Hilfe von Salicylsäure und einmal, indem sie mit Spielzeugpistolen ein Knalltrauma erzeugten. Mäuse aus den entsprechenden Kontrollgruppen bekamen statt des Salicylats nur ein wirkungsloses Lösungsmittel gespritzt oder hörten einen Sinuston.
Dann erhielten alle Tiere radioaktiv markierte „Desoxy-Glukose“, die von den Nervenzellen aufgenommen wird und durch ein Fehlen einer Alkoholgruppe in den Zellen bleibt. Die Forscher konnten die aktiven Gehirngebiete identifizieren, da die radioaktiv markierte Desoxy-Glukose in späteren Hirnschnitten einen Röntgenfilm mit Strahlung schwärzte.
Das Ergebnis war, daß der Hirnstamm, den jede Hör-Information aus dem Ohr passieren muß, anders als in den Kontrollgruppen keinerlei Spuren auf dem Film hinterließ. Das Salicylat und das Knalltrauma hatten offenbar eine vorübergehende Hörstörung ausgelöst. Im „auditorischen Cortex“ aber waren die Neuronen dennoch aktiv; die Mäuse nahmen also ein Geräusch wahr. Da sie dieses Geräusch nicht wirklich hörten sonst hätte die Information den Hirnstamm passieren müssen litten die Tiere tatsächlich unter Tinnitus – Die Forscher schliessen, daß der nicht im Innenohr entstanden sein kann, sondern im Gehirn.
Eine Verschlechterung des Hörvermögens kann dennoch zu Tinnitus führen, was das Darmstädter Modell nicht in Frage stellt. Das Gehirn versucht dabei, Hörstörungen auszugleichen, so daß es zu einer Überkompensation kommen kann, die sich als Tinnitus äußert, (Wallhäußer-Franke u. Langner Abteilung für Neuroakustik an der TU Darmstadt.). (SZ Nr. 93, S. 111)
Gestützt werden diese Ergebnisse durch Untersuchungen amerikanischer Wissenschaftler, die Tinnitus-Patienten mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie, einem bildgebenden Verfahren, untersucht hatten. Es wurde dort gezeigt, dass nur Hirnareale einer Seite des Gehirns aktiviert wurden. Dies war ein überzeugender Beweis, dass der Hörnerv nicht involviert war da er beide Hemisphären des Gehirns stimulieren würde. (Studie in Neurology, Vol.50, p.114, 1998.)