Vorbeugung gegen Kreislaufbeschwerden

Hallo,

mich würde einmal interessieren, ob es irgendwelche „todsicheren“ Tricks gibt, mit denen man Kreislaufbeschwerden bei langem Stehen (insbesondere in geschlossenen Räumen mit nicht so optimaler Luft) vorbeugen kann.

Offensichtlich gibt es ja Menschen, denen so etwas gar nichts ausmacht und andere, die sehr schnell Kreislaufprobleme bekommen.

Ich freue mich schon auf Eure Antworten!

Vielen Dank!
Sylvia

Hi
Kann das nicht mit dem allgemeinen körperlichen zustand zu tun haben? Ich meine, ein halbwegs trainierter körper mit nem kommt damit sicher besser klar als ein couchpotatoe körper.
der todsichere trick wird fit sein heissen, oder? Ansonsten wird sich irgendwann wohl jeder kreislauf melden… bei mir wahrscheinlich aber vorher das linke KNIE :smile:

Gruss, Helge (dem nach sechs stunden stehen bei nem open air tatsächlich das linke knie wehtut)

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hallo!!

„fit sein“ könnte ich mir auch als begünstigend vorstellen.
aber: ausnahmen bestätigen die regel!!-siehe die soldaten die bei langem „strammstehen“ regelmässig umkippen.

ein paar nicht-todsichere-tricks:
1)viel flüssigkeit zuführen (hat den nebeneffekt dass man öfter aufs klo muss und damit wieder ein bisschen bewegung hat) :wink: 2) zwischendurch an was "frischem" atmen, z.b. ein paar tropfen "japanisches heilpflanzenöl" auf ein taschentuch und ein paar minuten tief einatmen 3) sich auch im stehen soviel bewegen wie möglich, d.h. gewicht von einem bein aufs andere verlagern, zehen einkrallen, fäuste machen-wieder öffnen, die beinmuskulatur fest anspannen, etc.

ist alles nicht so einfach wie sich`s anhört-die sänger die ich bisher behandelt habe können nicht einfach auf der bühne rumhüpfen. :wink:)

tschüss

matthias

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Hallo Matthias:

Vielen Dank für Deine Antwort!

ist alles nicht so einfach wie sich`s anhört-die sänger die
ich bisher behandelt habe können nicht einfach auf der bühne
rumhüpfen. :wink:)

Genau! Gerade Sänger sind ja oft in so einer Situation: Sie müssen lange Zeit relativ still stehen und das wohl meist in Räumen, die voll mit Menschen sind und daher nicht gerade gute Luft bieten.

Wie schaffen sie es, dass sie in der Regel keine Probleme haben? Die meisten von ihnen werden ja nicht gerade durchtrainierte Supersportler sein.

Viele Grüße,
Sylvia

Hallo Sylvia!
Meinst du nicht, dass regelmässiges langes stehen auch einen Trainingseffekt hat?
deine Frage hörte sich ursprünglich so an als gehe es um ungewohnte steh-tätigkeit…
HH

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hallo!!

„fit sein“ könnte ich mir auch als begünstigend vorstellen.
aber: ausnahmen bestätigen die regel!!-siehe die soldaten die
bei langem „strammstehen“ regelmässig umkippen.

Was man aber auch als extrem-stehing bezeichnen kann was der Nornmalbürger wohl eher nicht betreibt. in voller montur mit belastung stundenlang in der sonne stehen würde den im zimmersteher wahrscheinlich noch früher umwerfen… :smile:
HH

Hallo Helge:

Meinst du nicht, dass regelmässiges langes stehen auch einen
Trainingseffekt hat?
deine Frage hörte sich ursprünglich so an als gehe es um
ungewohnte steh-tätigkeit…

Eigentlich um beides. :smile: Es gibt ja durchaus Leute, die den ganzen Tag stehen müssen (z.B. Verkäuferinnen). Mir ging es vorwiegend um ein Stehenmüssen, das zwar nicht unbedingt ungewohnt aber doch u.U. belastend ist. Beispiele sind z.B. Schlangestehen, Stehen im Bus, in der Kirche, bei Vorträgen.

Gruss,
Sylvia

Wasser trinken/Bewegung
Hallo Sylvia,

eigentlich kann ich auch nur bekräftigen, was schon gesagt wurde: generell angewöhnen, dass Du genug (Wasser) trinkst und auf Bewegung achten (das muss nicht gleich Supersportler sein) und einigermaßen „gscheit“ essen.

Mir ist früher praktisch dauernd schwindelig und schwarz vor Augen geworden … irgendwann gewöhnt man sich ja an alles - und so war es für mich einfach „gegeben“, dass ich einen schwachen Kreislauf habe und mehr oder minder routinemäßig mit Schwindel etc. umgegangen bin (unglaublich, wenn ich mir das jetzt so überlege).
Geholfen haben ganz banal bei mir: mehr Bewegung, gesünder essen und mir das Wasser trinken anzugewöhnen (das ich früher gar nicht mochte). Ich kenne Kreislaufschwierigkeiten praktisch nicht mehr.

Wenn ich doch mal in die Ausnahmesituation komme (gesteckt volle U-Bahn, miese Luft, alles beengt und sowieso irgendwie angeschlagen wegen einer Erkältung o. ä.), dann hilft mir: Ruhe bewahren (also nicht noch zusätzlich reinsteigern à la „Die Luft ist so schlecht, wenn ich jetzt umfalle …“), wenn mir zu heiß ist, Reißverschluss auf oder Jacke aus, tief und ruhig atmen.

Sofern Du merkst, dass Dir nicht mehr so gut ist, geh einfach - rechtzeitig - raus, in einer Stadtbahn kannst Du ja bei der nächsten Station Zwischenstopp machen. Und auch aus der Kirche kannst Du rausgehen.

Zurück zum Trinken: Mir hat das Buch hier geholfen, mich umzugewöhnen:
ISBN:3924077835 Buch anschauen
Wasser - die gesunde Lösung. Ein Umlernbuch.

Da siehst Du, worauf sich „zu wenig trinken“ alles auswirkt, wie Teile Deines Körpers aussehen, wenn sie zuwenig Wasser bekommen und wie sie aussehen sollten, wenn alles „okay“ ist.

Je nachdem, wie diese Punkte momentan bei Dir aussehen: Fang mit kleinen Schritten an.
Beim Trinken sagen viele Leute „unter 3 Liter täglich brauchst Du gar nicht anfangen“, bei Bewegung meinen immer alle gleich, sie müssten exzessiv joggen oder ins Fitnessstudio gehen und in puncto essen heißt es oft „alles komplett umstellen“. So ein Schmarrn! Solche absurden Ziele, wenn man vorher am anderen Ende der Skala ist, führen meist dazu, dass man gar nichts macht oder frustriert ist. - Also kleine Schritte machen, Dich über die Fortschritte freuen, erleben, dass es Dir gut tut - und dann lieber langsam steigern als zuviel vornehmen und gar nichts tun.

Viele Grüße
Gitte

Also… mein längstes Schlangestehen war 6 Stunden vor nem LKonzert bei minusgraden… da hab ich so geschlottert, dass das schon nicht mehr stehen genannt werden konnte. aber mal 10 Minuten stehen sollte eigentlich niemanden gesunden von den füssen hauen, esseidenn in praller sonne, ohne was gegessen zu haben oder ähnlich… in der Kirche steht man doch auch nur ab und an mal ein paar minuten…

Aber - ich denke mal jede längere zeit erzwungene still-haltung, ob sitzen, stehen, knien, auch liegen … ohne die haltung ändern zu können, belastet den körper. die venen müssen das blut ohne grossen druck aus fast eigener kraft transportieren… jede bewegung hilft dabei, daher ist nicht-bewegen schon mal mist.

Wer es nicht schaft, im stehen auf den Bus zu warten, sollte sich ernsthafte Gedanken um seine Fitness machen (wenn nicht spezielle Gründe w.o.g. vorliegen) und was tun, oder abklären lassen ob organische Gründe vorliegen.

wer täglich 15 km radfährt, wir als gesunder klein problem damit haben, ne halbe stunde zu stehn. ich kipp vielleicht um weil ich eingeschlafen bin und mein puls auf 45 absinkt :smile:
HH

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hallo!!

Wie schaffen sie es, dass sie in der Regel keine Probleme
haben? Die meisten von ihnen werden ja nicht gerade
durchtrainierte Supersportler sein.

ich habe verschiedene musiker der bamberger symphoniker behandelt (klavier, cello, …)-das sind „megasuperhochleistungssportler“-jeder einzelne von ihnen!! die trainieren täglich hochkonzentriert mehrere stunden lang.
solche belastungen würde sich kein „normaler“ mensch zumuten.

sänger-wenn sie alleine singen-sind anders da sie auch durch ihre bewegung „ausdruck“ mit reinbringen-tun sich daher etwas leichter.
die instrumente geben oft eine recht ungünstige position vor-siehe geige!

aber zu dem was in den anderen postings rauskommt: beim stehen im bus kann man sich anlehnen, an einer schlaufe oben festhalten, etc.-so viel variation wie möglich reinbringen damit der kreislauf nicht „einschläft“.

und zum „strammstehen“: da haben bei uns die ersten schon nach 10min schlappgemacht-auch ohne gepäck und bei „angenehmen“ 5 grad. :wink:))

tschüss

matthias