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Flimmerverschmelzungsfrequenz
Hallo!
Wenn die Geschwindigkeit von An- und Ausschalten einer Lampe über 25 Hz liegt, dann nimmt man nicht mehr nacheinanderfolgende Reize wahr, sondern, hat den Eindruck, es handele sich um einen einzigen Reiz, der flimmert. Ab 30-50Hz verschwindet dann dieses Flimmern und wir sehen kontinuierliches Licht. Das ist dann die Flimmerverschmelzungsfrequenz.
Die steht nicht fest, sondern schwankt. z.B. verändert sie sich bei Ermüdung, was genutzt werden kann, um den Ermüdungsgrad von Personen festzustellen und rechtzeitig von gefährlicher Arbeit abzulösen. Außerdem hängt sie von der Helligkeit des Lichts ab und eben auch von der Stelle auf der Netzhaut, die gereizt wird:
Im Zentrum des Auges liegen fast nur Farbrezeptoren (Zapfen). Die brauchen relativ viel Licht, um zu reagieren. Vielleicht ist das der Grund für ihre Trägheit, wodurch Flackern nicht mehr bemerkt wird.
In der Peripherie hingegen sind viel mehr Schwarz-weiß-Rezeptoren (Stäbchen). Die sind recht lichtempfindlich und auch noch gebündelt. Das dürfte der Grund dafür sein, daß man im Augenwinkel ein Flimmern leichter erkennt, also die Flimmerverschmelzungsfrequenz an diesen Stellen höher ist.
Das weiter unten genannte Phänomen, schwache Sterne besser zu sehn, wenn man vorbei guckt, läßt sich hier auch gleich erklären:
Im Dustern können die Farbrezeptoren im Zentrum unseres Sehens nicht mehr arbeiten (deshalb: 'Nachts sind alle Katzen grau'), Stäbchen haben wir dort aber kaum, so daß wir im grundegenommen blind sind und nur am Rand was sehen. Das erklärt auch gruslige Schemen, die wir bei der Nachtwanderung im Augenwinkel sehen und die plötzlich verschwunden sind, wenn man hinsieht.
Tschuess, Sven.