Einseitige Sehstörungen

Ich hab eine dringende Anfrage meine Mutter betreffend.

Die Situation ist folgende: meine Mutter ist 50 Jahre alt und im Grunde in guter körperlicher Verfassung. Doch inzwischen ist es schon mehrmals vorgekommen, dass es plötzlich (ausschließlich beim Autofahren) vor ihrem rechten Auge immer stärker zu flimmern begann und sich ihre Sicht so stark verschlechterte, dass sie kaum noch etwas sehen konnte. Die Symptome verschwanden in allen Fällen nach weniger als 30 min und es traten auch über längere Zeit keine Sehstörungen mehr auf.
Inzwischen haben wir uns überlegt, ob es sich vielleicht um Kreislaufstörungen handeln könnte… aber müßten die nicht zu Sehstörungen auf beiden Augen führen?? Neben Auswirkungen der Wechseljahre, Stress und Übermüdung haben wir schon alles in Betracht gezogen und werden nicht recht schlau aus der ganzen Geschichte.
Leider weigert sich meine Mutter, zum Arzt zu und der Sache auf den Grund zu gehen, plagt sich und ihre Familie jedoch gleichzeitig mit Ängsten von wegen Gehirntumor etc…

Für Ratschläge oder Meinungen wäre ich sehr dankbar…
Sabine

hallo sabine,

der einzige richtige rat, den ich deiner mutter geben könnte, wäre, zum arzt zu gehen und sich untersuchen zu lassen. das flimmern kann so viele ursachen haben, daß alles andere spekulation wäre.
und dir würde ich raten: scheuch sie notfalls hin. sag ihr, entweder geht sie zum arzt - oder aber sie spricht nie wieder in eurer gegenwart über tumor, krebs u.a. das hört sich vielleicht etwas hart an, aber sei konsequent! nur so hilfst du ihr. ungewißheit sorgt nur für (meist unnötige) ängste.

herzliche grüße
ann

Hallo Ann,

der einzige richtige rat, den ich deiner mutter geben könnte,
wäre, zum arzt zu gehen und sich untersuchen zu lassen. das
flimmern kann so viele ursachen haben, daß alles andere
spekulation wäre.
und dir würde ich raten: scheuch sie notfalls hin. sag ihr,
entweder geht sie zum arzt - oder aber sie spricht nie
wieder in eurer gegenwart über tumor, krebs u.a.
das hört
sich vielleicht etwas hart an, aber sei konsequent! nur
so hilfst du ihr. ungewißheit sorgt nur für (meist unnötige)
ängste.

Ich hatte vor auch schon mal ähnliche Sehstörungen.
Habe eine Arzt und eine Augenärztin dazu befragt.
Antwort: Achselzucken; keine Ahnung

Gruß
KH

Hallo Sabine

Ein Bekannter von mir hat Probleme mit dem Herzen.Einen Infarkt hat er auch schon hinter sich.(Führt immer Nitroglycerin-Kapseln mit sich)

Und manchmal sieht er auf einem Auge nichts.

Gruß Feudelio

Hallo Sabine!
Deine Mama sollte dringend zum Augearzt oder in eine Augenambulanz um sich untersuchen zu lassen.
Die geschilderten Probleme können unter anderem auch sein:
Erste Anzeichen einer Netzhautablösung.
Die Netzhaut ist der Ort im Auge, auf dem das Licht reflektiert wird und dadurch sehen wir. Gut Sehnerv usw. kommt auch dazu, aber ist die Netzhaut abgelöst erblindet Deine Mutter auf dem Auge und diese Netzhautablösung ist nur durch sehr aufwendige OPs zu behandeln. Selbst dann ist aber nicht immer gesichert, ob die Netzhaut weiter im Auge anliegen wird und somit die volle Sehkraft wieder kommt.
Zweite Ursache = Glaukom = grüner Star. Das ist eine schleichende Erkrankung des Auges bei dem der Augeninnendruck ( norm 14-22 mmhg) erhöht ist und zwar konstant. Dadurch kommt es langfristig unbehandelt ebenfalls zur Erblindung, da sämtliche Gefäße wie auch der Sehnerv darunter leiden, bzw. abgedrückt werden.
Natürlich können Hirntumore auch in Frage kommen, aber da sind noch andere Beschwerden dabei, als die geschilderten und ein ganz wichtiger Punkt bei Hirntumoren: Die Beschwerden sind kontinuierlich da! Das scheint bei Deiner Ma nicht zu sein.
Was mir noch einfällt: Aufgrund von Hormonschwankungen ( Wechseljahre!!) kann es auch zu plötzlich auftretenden Sehstörungen (auch einseitig) kommen. Das wird sich bei entsprechender Hormonsubstitution ändern.
Bei Kreislaufbeschwerden hätte sie die Sehstörung beidseitig.
Also Du siehst es kann so viel sein , sie sollte echt zum Arzt.
Frag sie doch was sie machen würde wenn die Rollen vertauscht wären. Sie würde Dich bestimmt zum Doc zerren.
Und die Augenuntersuchungen sind nicht wild, ich habe selbst lange Zeit auf einer Augenklink gearbeitet. Da braucht sie keine Befürchtung zu haben. Aber Ungewissheit in Bezug auf " Hab ich hab ich nicht" die kann sie stark angreifen.
Ich drück Dir die Daumen, das sie doch geht.
Gruß Natascha

na, das ist natürlich…
… ein stichhaltiges argument, die sache nicht weiter zu verfolgen, ärztlichen rat zu meiden und fürderhin sich und seine familie in permanter angst und sorge zu halten.

Ich hatte vor auch schon mal ähnliche Sehstörungen.
Habe eine Arzt und eine Augenärztin dazu befragt.
Antwort: Achselzucken; keine Ahnung

gruß
ann

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Augenmigräne (o.Kopfschmerz)Aura
Hallo Sabine,

Hat oder hatte deine Mutter zeitweise Migräne?

10 % der Menschen mit Migräne erleben hin und wieder, oder auch erst nach vielen Jahren eine Migräne mit Aura. Dabei handelt es sich um vorübergehende Durchblutungsstörungen mit vorübergehenden Gesichtsfeldausfällen.

Bei dieser ophtalmischen Migräne (Augenmigräne) können Flimmerskotome, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, stundenlange Kopfschmerzen und eine Überempfindlichkeit anderer Sinnesorgane auftreten. Skotom ist ein anderes Wort für Gesichtsfeldausfall. Das Flimmerskotom wird aber auch positives Skotom genannt, denn man sieht schon etwas, nur innerhalb des Flimmerns ist das Bild wie in 1000 Streifen geschnitten (zerbrochener Spiegeleffekt) und wird in den Farben der sichtbaren Umgebung wiedergegeben, - was äußerst interessant aussieht (ich hatte es je einmal am Schreibtisch und einmal beim Autofahren erlebt - kannte es vorher nur aus der Theorie…)

Migräneauren ohne Kopfschmerz sind durchaus keine Seltenheit! Nur der charakteristische zeitliche Verlauf ermöglicht dann bei sonst vollkommen unauffälligen ärztlichen und diagnostischen Untersuchungsbefunden die Diagnose.

Im typischen Fall bilden sich die einzelnen Aurasymptome innerhalb von 5 bis 60 Minuten komplett zurück und
innerhalb der nächsten Stunde beginnt der Migränekopfschmerz. Man spricht dann von einer Migräne mit typischer Aura. Wie schon gesagt, es muss nicht zum Kopfschmerz kommen. Viele Migränepatienten erleben mit dem Älterwerden eine Besserung der Kopfschmerzen, sodass sie eine kopfschmerzfreie Aura entwickeln.

Der folgende Link enthält eine interessante Arbeit zu diesem Thema (Textauszug):
http://www.schmerzklinik.de/Literatu/2/2miga.htm
"Viele umschriebene, neurologische Störungen mit den Merkmalen der Migräneaura, die bei Patienten auftreten und denen nicht die typischen Symptome einer Migränekopfschmerzphase folgen, werden häufig nicht als solche
erkannt. Diese isoliert dastehenden Auren werden von den Patienten oder Ärzten nicht unter dem Begriff Migräne zusammengefaßt. Patienten erleben diese Auren, die ja manchmal nur 10 bis 30 Minuten dauern, ohne daß sie ihrem Arzt davon berichten. Dies ist auch darin begründet, daß die Auren kurz sind, immer wieder auftreten, aber spontan wieder abklingen und eine Klärung dieser Erscheinung deshalb meist nicht eingeleitet wird.
Bislang können Migräneauren weder medikamentös noch durch Verhalten beeinflußt werden, wenn sie erst einmal ablaufen. Weder Schmerzmittel noch spezielle Migränemittel (Triptane, Ergotamine) können eine
Aura verkürzenn; erbliche Komponente.

Störungen des Sehsinns im Rahmen einer Migräneaura gehören zu den häufigsten Veränderungen. Ca. 90 % aller Migräneauren betreffen das visuelle System. Die Störungen können ganz unterschiedliche Ausprägungen
aufweisen. Einfache, strukturelle Veränderungen sind z.B. leuchtende Funken, Blitze, geometrische Figuren, wie
Zick-Zack-Linien, Kreise, sägezahnblattartig strukturierte Figuren… es bildet sich ein sogenanntes Migräneskotom. Dieses Skotom ist am Rande häufig zick-zack-linienförmig konfiguriert."

Diese Seite solltest du deiner Mutter zeigen - ganz runter scrollen, dort gibt es ein Beispiel für das Flimmerskotm mit den typischen Zackenbildern, die aus den Farben der sichtbaren Umgebung zusammengesetzt sind:
http://www.migraene-aura.de/

Zusammenfassend ist das Flimmerskotom der Migräneaura nichts Schlimmes. Direkt behandeln lässt es sich nicht, aber durch Entspannung und S tressminderung kann man es einschränken.

Hat deine Mutter nun Angst, ihr Symptom könnte Schlimmeres bedeuten, so kann sich sich beim Augenarzt das Gruseln nehmen lassen - .

Alle Gute und viele Grüße, Renate

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